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ITB: Ich gebe Ihnen ein paar Stichworte, und würde Sie jeweils um eine kurze Antwort bitten. Stichwort: Nadeldrucker.
Quenzer: Immer noch gut. Wir sind im März seit längerem in beiden Bereichen, Volume und Value, Marktführer, das heißt wir haben Epson hinter uns gelassen.
ITB: Stichwort: Fax-Gerät.
Quenzer: Im Reseller-Bereich hatten wir mit zwei Modellen ein Alleinstellungsmerkmal, die wir allerdings nach dem Willen des Konzerns vom Markt nehmen mussten. Die Absatzzahlen in Deutschland war gut, reichten dem Konzern aber nicht. Ja, das ist leider so, und zwingt einen, sich so einer Entscheidung zu beugen. Die Retail-orientierten Geräte laufen gut.
ITB: Zwei Stichworte möchte ich in einem Atemzug nennen: Single- und Multifunction-Printer.
Quenzer: Die Bereiche laufen nebeneinander, sie müssen auch nebeneinander laufen. Aus den Verkaufszahlen sehen wir, dass Multifunction zunehmend gefragt ist. Aber auch wenn viele Funktionen irgendwo auf dem Flur gebündelt werden und dadurch Drucker vom Arbeitsplatz verschwinden, gibt es doch Stimmen, die sagen: Für mich bitte nicht, ich möchte das gern am Arbeitsplatz haben.
ITB: Das letzte Stichwort: Partner.
Quenzer: Partner sind absolut wichtig. Wenn wir weitere finden, werden wir auch neue Partnerschaften eingehen. Als Unternehmen dieser Größenordnung und mit diesem Potenzial brauchen wir Partner. Sie bringen uns dorthin, wo wir hinwollen und bieten uns Lösungen, um den Bedarf der Kunden decken zu können. Der Endkunde braucht nicht unbedingt einen Drucker, sondern eine Lösung, die letztendlich über den Drucker zustande kommt.
ITB: Abschließend noch eine Frage zum Urheberrecht, das Nach dem Willen der Regierung möglichst schnell in zweiter Instanz von allen Beteiligten verhandelt werden soll. Wie ist der Standpunkt von Oki zu den Abgaben?
Quenzer: Nach wie vor kann ich nicht verstehen, warum eine Urheberrechtsabgabe auf Drucker erhoben wird. Insbesondere dann, wenn die Geräte wie bei uns fast zu 100 Prozent im Business-Umfeld verkauft und entsprechend genutzt werden. Denn wer lässt Lessing oder Goethe am Arbeitsplatz ausdrucken? Das macht keiner. Intelligente digitale Lösungen zum Schutz des Urheberrechts gibt es schon heute, und ich verstehe nicht, warum die nicht umgesetzt werden.
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