Fachhandels-Umsätze entwickeln sich steil nach oben Der B2B-Umsatz läuft dem B2C-Erlös davon

Autor / Redakteur: Martina Sedlmaier und Dr. Rudolf Aunkofer, GfK / Katrin Hofmann

Um 13 Prozent wuchs der Umsatz der deutschen ITK-Fachhändler im Jahr 2010. Vorangetrieben wurde diese Entwicklung vor allem von Geschäftskunden. Dennoch zeigt ein Blick auf einzelne Produktsegmente, wie das Zubehör, wie bedeutend auch der B2C-Bereich ist.

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Mit 161 Punkten war der Dezember 2010 laut dem ITC Channel Index der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und IT-BUSINESS ein weiterer Monat mit einer äußerst positiven Entwicklung. Das Plus betrug 19 Prozent im Jahresvergleich. Auch im Gesamtjahr 2010 verzeichnete der Fachhandels-Umsatz ein erfreuliches Wachstum von 13 Prozent.

ITC Channel Index im Monat Dezember:Im Jahresvergleich liegt der Gesamtindex für den Fachhandelsumsatz deutlich höher als im Vorjahr.

Sättigungseffekte versus Replacement

Allerdings wuchs der B2C- beziehungsweise Retail-Markt verhalten um lediglich ein Prozent. Das B2B- beziehungsweise Reseller-Segment konnte dagegen um 29 Prozent zulegen.

Diese zwei sehr unterschiedlichen Werte verdeutlichen die Basistrends im Jahr 2010. Der B2C-Umsatz war gekennzeichnet von Sättigungseffekten und zurückhaltender Nachfrage. Im B2B-Sektor war eine Replacement-Welle zu erleben, die durch Windows 7 initialisiert wurde. Allen voran Small and Medium Businesses (SMBs) investierten in den Austausch älterer Hard- und Software und die passenden Services. Der SMB-Markt legte 2010 um 32 Prozent zu. Doch auch im Markt für Großkunden konnte deutlich mehr Umsatz als 2009 generiert werden. Hier lag das Wachstum „lediglich“ bei sehr erfreulichen 23 Prozent.

2011 wird angesichts dessen viele neue Optionen bieten, die überwiegend durch eine Individualisierung der Märkte und weiteres Replacement gekennzeichnet sein werden. Momentan geht die GfK von fünf bis zehn Prozent Wachstum aus.

B2B- und B2C-Produkt-Trends

Die Replacement-Welle im B2B-Bereich wurde 2010 sowohl von Desktop-PCs als auch Mobile Computern getragen. Netzwerk-und Speicherlösungen folgten diesem positiven Trend.

Das B2C-Geschäft dagegen zeigte sich wegen fehlender Innovationen eher verhalten. Doch auch hier gab es beliebte Produkte. Mehr Interesse fanden beispielsweise AiO-Desktops. Insgesamt wurde im Bereich der Desktop-Computer zirka ein Drittel des Umsatzes über das B2C-Geschäft realisiert. Bei Mobile-Rechnern lag dieser Wert bei 66 Prozent.

Mehr über den PC-Markt und weitere Produkte erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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