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Netbook-Umsatz friert ein
Die Verkaufszahlen für den in den Vorjahren interessanten Markt der Netbooks stagnierten 2010. Hier scheint ein erster Sättigungsgrad erreicht zu sein. Faktoren wie Design, Farbe und Form, Branding – um nur einige zu nennen – werden 2011 somit wieder deutlich stärker ins Gewicht fallen.
Beeinflusst wurde das verhaltene B2C-Geschäft auch durch das schwächelnde Weihnachtsgeschäft. Die Wachstumsraten lagen im Dezember 2010 sowohl für Desktop- als auch für Mobile-PCs erstmals deutlich unter den Vorjahreswerten.
ITC Channel Index im Monat Dezember:In allen drei Kundensegmenten wuchs der Umsatz im Monatsvergleich deutlich.
Ein Blick auf die Zubehörmärkte im Jahr 2010 fällt positiv aus. Aber auch hier lag das Wachstum im B2B-Markt, zum Beispiel für Tastaturen und Mäuse, deutlich höher als im Retail-Markt. Die Replacement-Welle bei Desktops führte auch in diesem Produktbereich zu einem Zuwachs.
Zubehör-Geschäft im Plus
Doch auch das B2C-Geschäft schloss bei Tastaturen und Mäusen im Dezember mit je einem Prozent Plus gegenüber dem Vorjahresmonat leicht positiv ab. Im Gesamtjahr 2010 wurden 70 Prozent aller Mäuse im Retail abgesetzt. Dies verdeutlicht die Bedeutung des Retails und relativiert in diesem Produktsegment die positiven Wachstumsraten des B2B-Umfeldes: Consumerization wird somit ein Basis-Trend der kommenden Jahre werden. Bei weiterem Zubehör, wie Grafikkarten, TV-Karten und -Boxen, Video-Editing-Zubehör oder Webcams, wurde 2010 ebenfalls Wachstum im Retail-Markt gemessen.
Die verhaltenen Umsätze im Retail-Geschäft lassen jedoch wieder positiven Spielraum für 2011 zu. Die weiter ansteigende Konsumstimmung dürfte eine gute Basis bilden, um ein „Überschwappen der Welle“ aus dem B2B-Geschäft auf private Endkunden zu unterstützen, um damit die aktuelle Marktentwicklung zu stabilisieren und weiter entwickeln zu können.
Im Detail: Printer und MFPs

Der Trend zu multifunktionalen Printern wird sicher anhalten, die Segmentverschiebung sollte sich verlangsamen. Bei MFPs wachsen wegen stabiler Preise sowohl Inkjet als auch Laser. In einem Markt, der in den vergangenen Jahren extrem preisaggressiv war, scheint sich ein Paradigmenwechsel anzubahnen. Unter anderem wird der Preis stärker zu einem Qualitätsindikator, und Kunden entscheiden sich aufgrund bereits gemachter Erfahrungen bewusst für eine Marke, sodass eine bereits preislich attraktive Positionierung erfolgreich ist.
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