Modellbezeichnungen wie XPS, Inspiron und Latitude sind perdu. Dell vereinfacht die Modellpalette radikal: Zukünftig gibt es nur noch Dell, Dell Pro und Dell Pro Max. Auf der Messe zeigt der Hersteller zudem eine Fülle neuer Notebooks und Convertibles.
Die auf der CES vorgestellten Notebooks und Convertibles der Pro-Plus-Serie sollen gehobene Ansprüche professioneller Anwender erfüllen. Dabei gibt es noch eine Untergliederung in Basis, Plus und Premium. Hier sind links die verschiedenen Pro-Plus-Modelle und rechts die Pro-Premium-Notebooks aufgereiht.
(Bild: Dell)
Über die Jahre ist die Zahl der Serien von Dell-Notebooks und PCs immer mehr gewachsen. Zuletzt gab es XPS für Premium-Notebooks, Inspiron für Consumer-Geräte, Latitude und Vostro für Business-Notebooks, Optiplex für Business-PCs, Precision für mobile und stationäre Workstations sowie die günstigeren Gaming-Notebooks der G-Series. Auf der CES 2025 in Las Vegas verkündet der Hersteller hier nun einen Cut auf nur noch drei Serien: Dell, Dell Pro und Dell Pro Max, allerdings jeweils untergliedert in die drei Stufen Basic, Plus und Premium.
Die Notebooks und PCs für Heimanwender und Business-Kunden ohne Anforderungen an ein zentrales Management heißen künftig einfach Dell, kombiniert mit einer Modellnummer einem Suffix für die höheren Ausstattungs- und Leistungsstufen. Als erste Modelle stellt der Hersteller auf der Messe die Mobilrechner Dell 14 Plus und Dell 16 Plus vor. Beide nutzen Intels Lunar-Lake-Prozessoren und sind mit 16:10-Touch-Displays bestückt, die eine Full-HD+- oder QHD+-Auflösung liefern. Die Notebooks kommen auch als 2-in-1-Geräte mit 360-Grad-Display auf den Markt.
Deutlich mehr Auswahl gibt es auf der CES bei den Dell-Pro-Geräten für professionelle Anwender mit vPro-Unterstützung.
Ganz oben sind hier die Modelle Dell Pro 13 Premium und 14 Premium angesiedelt. Beide sind mit Intel-Core-Ultra-200V-Prozessoren bestückt, also Lunar-Lake-CPUs mit starker NPU und entweder 16 oder 32 GB integriertem LPDDRx-Speicher. Die CPUs sowie sparsame Displays sollen den nur 1,07 beziehungsweise 1,14 kg schweren Notebooks laut Dell eine Akkulaufzeit von bis zu 21,2 Stunden verleihen – 50 Prozent mehr als beim Vorgänger. Das leichte Magnesium-Chassis besteht zu 90 Prozent aus Recycling-Material. Das Dell Pro 13 Premium ist entweder mit einem Full-HD+ oder einem QHD+-IPS-Panel bestückt. Beim 14-Zoll-Modell bietet der Hersteller neben Displays mit Full-HD+-IPS-Panels erstmals ein Tandem-OLED-Touch-Display mit 2.880 x 1.800 Pixel an. Bei Tandem-OLED-Screens werden zwei OLED-Module als Schichten übereinander gepackt, um eine höhere Helligkeit bei gleichzeitig längerer Lebensdauer zu erreichen. Die Webcam in den Pro-Premium-Notebooks verfügt über einen 8-MP-Sensor mit HDR. Die Copilot+-PC-Anforderungen erfüllen allerdings nur die Geräte mit Lunar-Lake, bei Arrow-Lake ist die von Meteor Lake übernommene NPU nicht leistungsfähig genug. Auch die Xe-GPU übernehmen die Arrow-Lake-U-Prozesoren von Meteor Lake.
Darunter rangieren die Modelle Dell Pro 13, 14 und 16 Plus, die als Clamshell-Notebooks oder 360-Grad-Convertibles angeboten werden. Im ersten Schritt kommen Geräte mit Lunar-Lake-Prozessoren, später folgen Modelle mit den auf der CES vorgestellten Arrow-Lake-Mobile-CPUs (Core Ultra 200U) und AMD-Ryzen-Prozessoren. Die Pro-Plus-Geräte sind mit Full-HD+- oder QHD+-Displays lieferbar, das Aluminium-Chassis besteht hier zu 50 Prozent aus wiederverwertetem Material. Die HDR-Webcam arbeitet hier mit einem 5-MP-Sensor. Alle Dell-Pro-Premium- und Plus-Modelle sind mit Wi-Fi 7 ausgestattet und bieten 5G als Option.
Den Einstieg in die Pro-Serie bilden die Modelle Pro 14 und Pro 16 mit Kunststoff-Gehäuse mit Metalloptik und Intels Core-100U-, Core-200U- oder Core-Ultra-200U-Prozessoren. Hinter den auf der CES gezeigten Core-200U-CPUs verbergen sich neue Raptor-Lake-Modelle. Die Notebooks sind grundsätzlich mit Full-HD+-IPS-Panels bestückt, wahlweise mit Touch.
Mit der neuen Notebook-Generation soll sich auch die Reparierbarkeit der Geräte verbessern. Dell nimmt hier Anleihen bei dem 2022 präsentierten Projekt Luna und gestaltet die Hardware modularer. So sind bei Dell Pro und einigen Dell-Pro-Max-Modellen die USB-C-Ports nicht mehr verlötet, sondern verschraubt, um diese häufig verwendete Schnittstelle einfach tauschen zu können. Sitzen alle Schnittstellen nicht mehr auf dem Mainboard, sondern auf eigenen Platinen. So muss bei einem Defekt nicht mehr das komplette Mainboard getauscht werden.
Bei den verwendeten Prozessoren startet Dell zwar mit Intel und AMD, Geräte mit Qualcomms-ARM-Prozessoren sollen aber folgen.
Die Dell-Pro-Desktops lösen die bisherigen Optiplex-Rechner ab. Sie sind in drei Formfaktoren, Micro, Slim und Tower, sowie mit Intel-Core-Ultra-200S (Arrow Lake), oder AMD-Ryzen-Prozessor lieferbar. In beiden Fällen warten die CPUs mit einer integrierten NPU für KI-Workloads auf – ein Novum bei Business-PCs von Dell.
Die Workstations tragen nun die Bezeichnung Dell Pro Max. Die Mobilrechner Pro Max 14 und 16 sind beide mit den neuen Core-Ultra-9-Prozessoren ausgestattet, wobei der Hersteller nicht verrät, ob Arrow-Lake-H- oder HX-Modelle zum Einsatz kommen. Auf jeden Fall wird DDR5-6400-Speicher verwendet. Weitere Gemeinsamkeiten sind 16:10-Displays mit maximal QHD+-Auflösung und 8-MP-Webcams. Unterschiede gibt es bei der Grafik- und SSD-Ausstattung: Nvidia RTX 500 Ada und maximal 2 TB Massenspeicher beim Pro Max 14, RTX 2000 Ada, und bis zu vier TB-SSD-Speicher beim Pro Max 16.
Stand: 08.12.2025
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Die Pro-Max-Desktops im Micro-, Slim- oder Tower-Format kommen zunächst mit Arrow-Lake-Desktop-CPUs auf den Markt. Erhältlich sind die Geräte mit AMD- oder Nvidia-Grafikkarten bis zur Nvidia RTX 4000 SFF bei Micros und Slim sowie bis zur Nvidia RTX 6000 Ada beim Tower.