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Dell EMC: IT-Transformation allein ist nicht genug

| Autor: Michael Hase

Dell-EMC-Chefin Doris Albiez hält den Fachkräftemangel für einen Grund, warum nicht alle Partner von der Digitalisierung profitieren.
Dell-EMC-Chefin Doris Albiez hält den Fachkräftemangel für einen Grund, warum nicht alle Partner von der Digitalisierung profitieren. (Bild: Dell EMC)

Digitalisierung erfordert nicht nur eine agile IT, wie Doris Albiez, Geschäftsführerin bei Dell EMC Deutschland, betont. Darüber hinaus sollten Unternehmen neue, flexible Arbeitsmodelle einführen und ihre Security-Strategie überdenken.

Inwiefern spielen IT-Infrastrukturen eine Schlüsselrolle bei der Digitalen Transformation von Unternehmen? Welche Eigenschaften müssen sie besitzen, um Digitalisierungsstrategien effektiv zu unterstützen?

Albiez: Moderne IT-Infrastrukturen spielen eine entscheidende Rolle, wenn Unternehmen den digitalen Wandel erfolgreich gestalten wollen. Einfach formuliert: Das Fundament muss stimmen. Die Digitale Transformation eines Unternehmens beginnt deshalb immer mit der Transformation der IT. Dazu gehören neben der ­Modernisierung der Infrastrukturen aber auch die Automatisierung der IT-Prozesse, der Bereitstellung von Anwendungen und IT-Services sowie eine umfassende Neuausrichtung bestehender Betriebsmodelle. Die IT muss agil sein und auch mit massiv wachsenden Datenvolumen klarkommen. Eine höhere Agilität ­erfordert dabei zudem eine Standardisierung. Dafür muss die richtige IT-Plattform ausgewählt werden, die dieses Ziel wirklich unterstützt. Unternehmen sollten bei der Transformation ­ihrer IT vorausschauend planen und sicher­stellen, dass sie damit in der Lage sind, ­Zukunftsthemen und neue Technologien wirksam zu unterstützen – vom Internet of Things (IoT) über Big Data, Data Analytics, Machine Learning und Deep Learning bis hin zu Artificial Intelligence (AI).

Sind die Systemhauspartner von Dell EMC heute schon in der Lage, solche zukunftsfähigen Infrastrukturen für ihre Kunden zu designen und aufzubauen?

Albiez: Ja und nein. Rund ein Drittel unserer Partner ist bereits sehr gut aufgestellt, um Zukunftsthemen wie IoT, Big Data oder AI bei ihren Kunden zu adressieren. Sie ­haben dafür die Kompetenz und das ­nötige Knowhow aufgebaut. Und sie haben die ­geeigneten Mitarbeiter, um ihre Kunden umfassend zu beraten und die passenden ­Lösungen zu implementieren. Das zweite Drittel ist zumindest auf dem Weg dahin und investiert verstärkt in die eigenen Kompetenzen. Diese Systemhäuser haben das Potenzial der Digitalisierung für sich und ihre Kunden erkannt und sind dabei, die Weichen entsprechend zu stellen. Das letzte Drittel hingegen hat eindeutig Nachholbedarf. Der Aufbau moderner Infrastrukturen beim Kunden ist ja nur ein Teil der Aufgabe. Es geht zudem darum, dass die Systemhauspartner in der Lage sind, ­ihre Kunden auf dem gesamten Weg der ­Digitalen Transformation beratend zu begleiten und sie bei der Umsetzung neuer Technologien strategisch zu unterstützen. Erforderlich ist die konsequente Entwicklung der eigenen Kompetenzen und der Auf- und Ausbau entsprechend geschulter Teams. Der Markt boomt, aber ­diese Partner haben Schwierigkeiten, den Bedarf mit ihren bestehenden Mitarbeitern zu decken. Sie müssen fähige Leute rekrutieren und gleichzeitig das vorhandene Personal weiterbilden. Der Fachkräftemangel bremst so manchen Partner leider aus.

Was ist auf dem Weg der Digitalen Transformation über die Modernisierung der IT hinaus wichtig?

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Zur Person

Albiez: Um die Digitalisierung erfolgreich zu meistern, müssen Unternehmen zwingend weitere Phasen durchlaufen. Genauso wichtig wie die Transformation der IT sind die Workforce- und die Security-Transformation. Bei der Workforce-Transformation geht es um die Notwendigkeit, komplett neue, hochflexible Arbeitsmodelle einzuführen, die eine engere und übergreifende Zusammenarbeit der Mitarbeiter zu jeder Zeit und an jedem Ort ermöglichen. Dies erfordert die Ausstattung der Belegschaft mit modernsten mobilen Arbeitsgeräten, ihre umfassende Vernetzung sowie den Einsatz digitaler Kommunikationsmittel wie Messenger, Video-Chat-Systeme oder Conferencing-Tools. Bei der Security-Transformation geht es ­darum, die IT-Sicherheit im Unternehmen neu zu denken und in eine End-to-End-Strategie einzubetten. Dabei gilt es, den ­Fokus von reaktiv auf proaktiv zu verändern. So wird das Unternehmen insgesamt geschützt, statt nur die IT selbst abzusichern. Die nötigen Security-Lösungen dafür stehen selbstverständlich bereit, sind aber letztlich nur Mittel zum Zweck.

Digitalisierung zielt am Ende auf die ­Innovation von Geschäftsmodellen. Müssen sich Systemhäuser jenseits ­ihrer IT-Kompetenz zu Geschäftsverstehern oder sogar zu Prozessberatern ihrer Kunden weiterentwickeln?

Albiez: Genauso ist es. Die Partner müssen ihre Kunden beratend begleiten und mit ihnen gemeinsam die Projekte als Trusted Advisor von Anfang bis zum Ende umsetzen. Wenn die Partner in der Lage sind, den Kunden entsprechende Beratungsdienstleistungen anzubieten, helfen sie nicht nur ihnen, erfolgreich zu sein. Sie erschließen auch sich selbst neue Umsatz- und Profit-Pools und bauen mit ihren Kunden eine langfristige, vertrauensvolle Partnerschaft auf, anstatt – um es salopp zu formulieren – nur ein paar Server hinzustellen.

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