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Anstehende Datenmigrationsprojekte

Data Migration Services: Alte Systeme und volle Auftragsbücher

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Anstehende Datenmigrationsprojekte lassen sich antizipieren.
Anstehende Datenmigrationsprojekte lassen sich antizipieren. (Bild: Data Migration Services)

Über 50.000 SAP-S/4-Hana-Umstellungsprojekte könnten in den kommenden sieben Jahren anstehen, bei denen Altsysteme stillgelegt, alte Datenbestände gerettet und ausgewählte Daten überführt werden. Data Migration Services hat die Software dazu und sucht Partner.

Jedem Anfang wohnt laut dem Schriftsteller Hermann Hesse ein Zauber inne. Wer auf ein neues Software-System umsteigen will, muss aber die Stilllegung des Altsystems und die Datenmigration organisiert bekommen. Die Firma Data Migration AG startete in diesem Umfeld mit einem hausgemachten Framework. Damit kann die Stilllegung von Altsystemen so über die Bühne gebracht werden, dass Daten nicht verloren gehen. „Das war das das Intranet Viewing System, kurz IVS“, blickt Thomas Failer, Chairman of the board, Data Migration Services, zurück. 2010 wurde dieser Basis eine Software namens Jivs entwickelt. Die alte Company, die sich hauptsächlich mit Dienstleistungen in diesem Sektor beschäftigt, wurde an T-Systems verkauft und die Firma ging als Data Migration Services AG und der neuen, Java-basierten Software auf den Markt. Das Unternehmen setzt auf die Multiplikatorwirkung des IT-Channels.

Bank kauft Bank samt Daten

Ein Paradebeispiel ist das Szenario „Bank kauft Bank“, wie bei der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank, die das Unternehmen in Hinblick auf die Datenmigration und die Stilllegung der Altsysteme begleitet hat. Laut Failer gibt es drei Anforderungen zu beachten:

  • Alle Altdaten überführen,
  • unberechtigte Zugriffe ausschließen und
  • einfachen Zugriff ermöglichen.

Failer blickt in die Zukunft: „Betrachtet man die zugrundeliegenden Marktdaten, lässt sich schlussfolgern, dass über 50.000 SAP-S/4-Hana-Projekte in den kommenden sieben Jahren anstehen.“ Schließlich wird der Support für alte Systeme eingeschränkt, beziehungsweise läuft aus, was zu wellenartigen Umstiegsbewegungen führt (siehe Grafik, oben). „Unser Data-Migration-Ansatz hat den Vorteil, dass die gesamte Datenhistorie verfügbar bleibt und die erfahrungsgemäß 20 Prozent der operativen Daten, die aus Altsystemen gebraucht werden, gezielt übertragen werden. So bleibt das neue System schlank und das Risiko wird minimiert“, so der Manager. Da es sich bei den Zielsystemen häufig um teure In-Memory-Systeme handelt, sei eine so reduzierte Datenmenge bare Münze wert.

Allerdings ergebe sich vor diesem Hintergrund ein Ressourcenproblem, denn es werden Data-Migration-Spezialisten fehlen, ist Failer überzeugt: „Es gibt ja jetzt schon viel zu wenige auf dem Arbeitsmarkt.“

Das Partnerprogramm

Das Partnerprogramm des Unternehmens soll den Mangel mit der hauseigenen Jivs-Software lindern. „Wir suchen Systemhäuser, die solche Projekte angehen. Dabei sprechen wir in erster Linie Systemhäuser an, die im SAP-Beratungsumfeld angesiedelt sind oder allgemein Datenbank-Profis und auch welche, die sich im Bereich Infrastruktur-Management auskennen“, so Failer. Sein Kollege Tobias Eberle, CEO, Data Migration Services, führt aus: „Angehende Partner im Jivs Ecosystem sind innerhalb relativ kurzer Zeit fit für erste Projekte. Nach einer Woche Schulung wird die Stilllegung von Altsystemen samt Datenübernahme beherrscht. Für die Datenmigration in neue Systeme, ist mitunter mehr Know-how-Aufbau nötig. Wir haben hier ein Coaching-Programm, bei dem unseren Partnern Fragen direkt in den laufenden, ersten Projekten beantwortet werden.“

Die reinen Lizenzkosten reichen von 200.000 Euro in mittelständischen Projekten bis zu Lizenzkosten in Millionenhöhe im Enterprise-Umfeld.

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