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Wortmann: Ja, das Geschäft mit dem Retail hat sich für uns nicht bewährt, es war aber den Versuch wert. Was die Beteiligung bei Issam anbelangt, so haben wir die Marke Smartbook und die Beschäftigten übernommen, dazu habe ich mich auch verpflichtet gefühlt.
ITB: Wie sehen Ihre Planungen für das Retail-Geschäft außerhalb der MSH-Gruppe und im Bereich Lebensmittel-Discounter aus?
Wortmann: Unser Schwerpunkt liegt ganz klar auf der Zusammenarbeit mit dem Fachhandel. Wenn darüber hinaus mal das eine oder andere Geschäft im Retail-Bereich sinnvoll ist, machen wir das, aber die Bedeutung ist minimal.
ITB: Beim Blick auf die Bilanzen der vergangenen Jahre fällt auf, dass der Umsatzanteil, den Wortmann im Ausland erwirtschaftet, kontinuierlich an Bedeutung gewinnt. Zehn Prozent waren es hier im vergangenen Jahr. Wie sehen Ihre Expansions-Pläne aus?
Wortmann: Wir sind derzeit in der Schweiz, in Österreich, Frankreich, Spanien und den Benelux-Ländern mit eigenen Niederlassungen vertreten. Die Margen sind dort besser, allerdings ist Deutschland nach wie vor der für uns umsatzstärkste Markt. Wir wollen in allen Ländern, in denen wir vertreten sind, weiter wachsen, zumal wir auch einige Regionen beliefern, in denen wir noch nicht vor Ort vertreten sind – beispielsweise in östlichen Ländern.
ITB: Werden Sie in diesen Ländern eigene Geschäftsstellen einrichten?
Wortmann: Nur, wenn es eine günstige Konstellation gibt, beispielsweise weil wir einen guten Partner vor Ort kennen, und die Umstände insgesamt passen. Das lässt sich nicht immer planen, hier müssen viele Faktoren zusammen spielen.
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