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Rundgang im größten IT-Distributionszentrum Europas Das Ingram-Micro-Lager bietet Value-Services zur Logistik

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sarah Maier / Sarah Gandorfer

Das Lager von Ingram Micro ist das größte IT-Distributionszentrum in Europa. Dabei werden in Straubing nicht nur Kisten verschoben. Produkte können dort auch durch Value-Added-Services veredelt werden.

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Das Straubinger Logistikzentrum von Ingram Micro ist 80.000 Quadratmeter groß.
Das Straubinger Logistikzentrum von Ingram Micro ist 80.000 Quadratmeter groß.

Die Förderbänder im Regional Distribution Center (RDC) von Ingram Micro machen ziemlich Lärm. Würde man die Transportbänder hintereinander auslegen, käme man auf eine Gesamtlänge von 6,5 Kilometer. Für diese Strecke braucht ein gemütlich schlendernder Spaziergänger ungefähr eineinhalb Stunden. Im Ingram-Lager ist die Geschwindigkeit des Warentransports mit 7,2 Kilometer die Stunde dann doch etwas schneller.

Mitten im Straubinger Industriegebiet liegt das 80.000 Quadratmeter große Lager des Broadliners Ingram Micro. Damit ist es das größte IT-Distributionszentrum in Europa. Strategisch günstig werden die zwei Hallen eingerahmt von verschiedenen Fernstraßen und rund 200 Service-Anbietern wie Spediteuren oder Paketdienstleistern, die sich auf Logistic-Services spezialisiert haben.

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An den Insgesamt 98 Ent- und Verladetoren machen in Spitzenzeiten bis zu 160 LKWs am Tag Halt. Auf diese Weise kommen pro Jahr fast acht Millionen Pakete zum Kunden. Angeschlossen an das Lager sind beinahe 350 Lieferanten, deren Produkte wiederum an über 30.000 Kunden verteilt werden. Die Lagerhaltung umfasst derzeit rund 38.000 Artikel, bei denen es sich sowohl um Hardware, wie auch um einzlene Blatt Papier handelt, auf denen beispielsweise Gerantie-Bescheinigungen oder Software-Lizenzen gedruckt sind.

Argumentation für den Standort

Während der Wettbewerber Tech Data sein 36.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum aus Kostengründen in das tschechische Bor verlegt hat, bleiben die Dornacher dem niederbayerischen Standort treu. „Die Kosten für die Betreibung eines Lagers haben eine direkte Komponente wie zum Beispiel das Lohnniveau, die Energie- und Frachtkosten, aber auch eine eher indirekte Komponente wie Produktivität, Qualität, Krankenquoten und Mitarbeiterloyalität. Wenn man dies alles in Betracht zieht, dann rechnet es sich sehr wohl, ein Lager in Deutschland zu betreiben“, führt Herbert Hufsky, Executive Director Operations EMEA bei Ingram Micro, aus. „Ebenfalls muss man die Verlässlichkeit der Infrastruktur in Betracht ziehen – verlässliche Stromversorgung, gut ausgebaute Verkehrswege bis hin zum öffentlichen Nahverkehr für die Mitarbeiter. Hier hat unser Standort in Straubing aus unserer Sicht ebenfalls deutliche Vorteile.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Mehrwerte in Straubing Angeboten werden und warum es sich auch für kleine Partner lohnt.

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