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Das Personalberatungsunternehmen 3C Das Handwerk der Head-Hunter

| Autor / Redakteur: Wilfried Platten / Marisa Metzger

Der frühere Vorstandsvorsitzende von Ingram Macrotron, Michael Kaack, sucht als Personalberater für Unternehmen nach Fach- und Führungskräften. Entscheidend für den Suchprozess ist ein ausführliches Briefing. Passende Kandidaten versucht der Geschäftsführer des Münchener Personalberatungsunternehmens 3C mit einem persönlichen Gespräch zu überzeugen.

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„Im Gegensatz zu Job-Portalen sind wir Handwerker, die so suchen, wie es sich das Unternehmen vorstellt“, so Michael Kaack, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens 3C.
„Im Gegensatz zu Job-Portalen sind wir Handwerker, die so suchen, wie es sich das Unternehmen vorstellt“, so Michael Kaack, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens 3C.
(Bild: © ChiccoDodiFC - Fotolia.com)

Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Dennoch fehlt laut Michael Kaack, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens 3C, bei vielen Unternehmen die Bereitschaft, in die Ausbildung und angemessene Bezahlung von Mitarbeitern zu investieren. Der frühere General Manager des Distributors Ingram Micro erklärt im Gespräch mit IT-BUSINESS: „Vielen Leuten ist nicht klar, dass schlechter bezahlte Leute oft auch schlechter sind.“

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Zur Person

Michael Kaack, früherer Vorstandsvorsitzender von Ingram Macrotron
Michael Kaack, früherer Vorstandsvorsitzender von Ingram Macrotron
( Bild: 3C Personalberatung )

Michael Kaack, Gesellschafter und Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens 3C, baute am Anfang seiner 30-jährigen Karriere federführend den Distributor Macrotron auf. Er begleitete das Unternehmen als Vorstandsvorsitzender an die Börse. Als Macrotron schließlich 1998 von Ingram Micro übernommen wurde, setzte Kaack seine Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der Ingram Macrotron AG fort. 2005 wurde der gebürtige Sylter für die Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Am schwersten zu finden seien gute Techniker: „Sicherheitslösungen sind mit mathematischen Formeln gespickt. Die erfolgreichsten Techniker, die ich kenne, haben Physik oder Mathe studiert.“ Das Interesse an diesen Studiengängen sei aber enorm gesunken – das macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar.

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Was macht einen guten Kandidaten aus?

Michael Kaack sieht in den Personen das höchste Potenzial, die nicht „auf der Flucht“ vor ihrem jetzigen Arbeitgeber sind. Schließlich spiele ansonsten immer das Risiko mit, dass genau der gleiche Fall bei einem neuen Arbeitgeber eintritt. Mit seinem Personalberatungsunternehmen sucht er vor allem nach Leuten, die sich verbessern wollen. „Eine gewisse Skepsis der Kandidaten ist ein gutes Zeichen.“ Daher brauche es lange, um einen guten Kandidaten zu finden. Im Idealfall sollte die angefragte Person nicht viel Zeit dafür verwenden, nach einem neuen Job zu suchen – schließlich arbeitet er in dieser Zeit nicht: „Am liebsten sind mir die Kandidaten, mit denen ich mich schwertue, einen Vorstellungstermin zu vereinbaren, weil sie durch ihre Arbeit eingespannt sind. Wenn jemand mit so viel Engagement arbeitet, obwohl er an einem Wechsel interessiert ist, kann ich davon ausgehen, dass er in einem Job, der ihn begeistert, noch besser arbeitet.“

Der Suchprozess

Das Hauptklientel der Personalberater bilden Hersteller. „Das Channel-Modell wird sich dahin entwickeln, dass Hersteller komplexe Softwarelösungen selbst verkaufen und managen. Im Vertrieb findet sich daher der höchste Mitarbeiterbedarf. “ Um diesen zu decken, bedarf es einer gezielten Suche. Diese beginnt mit einem ausführlichen Briefing dazu, welche Fähigkeiten für die Position wichtig sind. Danach recherchieren die Personalberater, welche Personen diese Aufgaben im Unternehmen XYZ erledigen. „Head-Hunting ist keine reine Abwerbeaktion“, so Kaack. „Gute Leute finden Sie nur mit einer klaren Überzeugungsstrategie. Ein höheres Gehalt reicht da als Anreiz nicht aus.“ Daher sei eine Direktansprache unabkömmlich: „Wir betreiben meist reine Kalt-Akquise.“ Pro Position werden 50-200 Kandidaten kontaktiert; davon werden zwischen 10-40 zum Interview eingeladen. „Wenn alles gut läuft, haben wir am Ende des Prozesses drei gute Kandidaten, die dem gewünschten Profil sehr nahe kommen.“ Wenn nicht – beginnt die Suche von vorne. „Im Gegensatz zu Job-Portalen sind wir Handwerker, die so suchen, wie es sich das Unternehmen vorstellt.“

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3C – Career Consulting Company

Das Münchener Personalberatungsunternehmen 3C wurde im Jahr 2000 gegründet und sucht auf internationaler Ebene für Unternehmen nach Fach- und Führungskräften. Die Personalberater, welche alle Managementerfahrung mitbringen, legen bei ihrer Suche ein Hauptaugenmerk auf eine Direktansprache der Kandidaten.

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