Angetestet: Microsoft Surface Laptop 5 Das Arbeitspferd im Microsoft-Stall

Von Klaus Länger

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Diesmal auf dem Hands-on-Prüfstand: Microsofts neues Surface Laptop 5 in der 13,5-Zoll-Business-Variante. Gegenüber dem Vorgänger wurde das schlanke Alu-Notebook mit dem 3:2-Display nur behutsam verändert, unter anderem mit Intels Alder-Lake-U als Prozessor.

Das Microsoft Surface Laptop 5 ist sehr flach, aber mit knapp 1,3 kg für ein 13,5-Zoll-Premium-Notebook vergleichsweise schwer. (Bild:  Microsoft)
Das Microsoft Surface Laptop 5 ist sehr flach, aber mit knapp 1,3 kg für ein 13,5-Zoll-Premium-Notebook vergleichsweise schwer.
(Bild: Microsoft)

Das Surface Laptop von Microsoft geht nun schon in die fünfte Generation. Es ist der Mobilrechner für Kunden, die keinen Wert auf eine 2-in-1-Funktion legen, sondern ein herkömmliches Notebook vor­ziehen. Allerdings hält der Hersteller auch beim Laptop an einigen typischen Surface-Eigenschaften fest: Es ist mit einem Display im 3:2-Format ausgestattet, erkennt Touch-Eingaben via Stift oder optionalem Pen und ist im Design eher reduziert. Im Hands-on haben wir die 13,5-Zoll-Business-Variante des Notebooks getestet. Sie unterscheidet sich von der Consumer-Variante durch Windows 11 Pro und die ­Secure-Core-PC-Unterstützung.

Als Prozessor arbeitet im 2.050 Euro teuren Testgerät ein Intel Core i7-1265U, die stärkere der beiden verfügbaren CPUs. Er gehört zur Alder-Lake-U-Familie mit zwei Performance-Cores sowie acht Effizienz-Kernen. Die beiden P-Cores unterstützen zudem Hyperthreading. Diese Prozessoren sind mit 15 Watt Base-Power auf eine niedrigere Leistungsaufnahme getrimmt. Im getesteten Surface Laptop 5 kann die CPU auf 16 GB LPDDR5 zugreifen. Da LPDDR-Chips immer auf dem Mainboard aufge­lötet sind, kann der Arbeitsspeicher nicht erweitert werden. Allerdings reichen die 16 GB für typische Businessanwendungen sehr gut aus ebenso wie die 512 GB große SK-Hynix-SSD mit PCIe-Gen4-Interface. Da es sich bei ihr um einen gesockelten M.2-2230-Riegel handelt, ist ein Upgrade auf eine größere SSD möglich. Das Öffnen des Aluminiumgehäuses ist nicht über­mäßig kompliziert, man muss aber die mit dem Gehäuse verklebten Gummifüße vorsichtig entfernen, um an die Schrauben zu kommen, damit sie bei der Prozedur nicht beschädigt werden.

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Ordentliche Leistung auch mit Alder Lake U

Mit 4.280 Punkten im Anwendungsbenchmark PCMark 10 Extended liefert das Surface Laptop 5 eine Leistung, die nur wenig unter der von Geräten mit einem Alder-­Lake-P-Prozessor liegt. Für die Grafik ist die in der CPU integrierte Iris-Xe-GPU mit 96 Ausführungseinheiten zuständig. Sie macht aus dem Gerät zwar kein Gaming-Notebook, für grafisch weniger anspruchsvolle Spiele nach Feierabend reicht die Performance aber aus, wie die 1.790 Zähler im 3DMark Time Spy belegen. Bei der ­Akkulaufzeit, ebenfalls mit dem PCMark 10 von UL Solutions gemessen, werden die von Microsoft versprochenen 18 Stunden nicht erreicht. Aber die erzielten 10,3 Stunden im Dauerbetrieb reichen für einen kompletten Arbeitstag mehr als gut aus.

Das PixelSense-Display mit der etwas „krummen“ Auflösung von 2.256 x 1.504 Pixel ist zwar nicht entspiegelt, dafür aber mit bis zu 450 Nits (Werksangabe) sehr hell und farbintensiv. Das Panel ist durch Gorilla Glas 5 geschützt. Durch sein 3:2-Format stellt es mehr Inhalte in der Vertikalen dar, was im Büroeinsatz durchaus wünschenswert ist. Durch sein Aluminium-Gehäuse ist das 14 mm flache Notebook mit knapp 1,3 kg relativ schwer, hinterlässt aber einen stabileren Eindruck als leichtere Geräte mit einem Chassis aus Magnesium-Legierung. Wie bei Surface-Geräten üblich, ist das beleuchtete Keyboard hochwertig und mit angenehm großen Tasten ausgestattet. Auch das große Touchpad reagiert schnell und präzise.

Endlich mit Thunderbolt-Schnittstelle

An externen Anschlüssen bietet das Notebook eine USB-Typ-A-Buchse und einen Thunderbolt-4-Port als schnelle Docking-Schnittstelle. Zudem sind beide Buchsen im Netzbetrieb verfügbar, da das Netzteil mit zusätzlicher USB-Ladebuchse am magnetischen Surface-Konnektor angeschlossen wird, der gleichzeitig kompatibel zu Microsoft-Docking-Lösungen ist. Der WLAN-Adapter, verwendet wird der Intel Ax201, beherrscht nur Wi-Fi 6 sowie Bluetooth 5.1. Die Webcam mit Windows-Hello-Funktion wartet zwar nur mit der HD-Unterstützung auf, liefert aber eine brauchbare Qualität für Videocalls. Software-Funktionen wie eine Bildkorrektur oder Auto-Framing gibt es nicht. Die Lautsprecher sind für ein Business-Notebook gut, auch wenn etwas der Bass fehlt.

Sehr behutsame Modellpflege

Großartige Neuerungen gibt es beim Microsoft Surface Laptop 5 nicht, abgesehen vom neuen Alder-Lake-U-Prozessor und endlich einer Thunderbolt-Schnittstelle. Aber auch so bekommt man mit dem 13,5-Zöller ein flottes und solides Business-Notebook mit einem guten Touchdisplay, das allerdings nicht entspiegelt ist. Ebenfalls überzeugend für die Arbeit sind das sehr gute Keyboard und das präzise Touchpad. Angesichts dessen, dass Microsoft zu den engagierten Verfechtern hybrider ­Arbeitsmodelle zählt, hätten wir allerdings eine Full-HD-Webcam erwartet.

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