Die Medialine Group setzt ihren Akquisitionskurs fort: Nur eine Woche nach dem Kauf von GID aus Köln gibt die rheinland-pfälzische Systemhausgruppe jetzt die Übernahme von Cyberdyne, ebenfalls in der Domstadt ansässig, bekannt.
Martin Hörhammer (l.), CEO der Medialine Group, und Ralph Friederichs, Geschäftsführer bei Cyberdyne, werden von iTeam-Kollegen zu Geschäftspartnern.
(Bild: Nicole Friederichs Fotografie)
Bei Medialine geht es Schlag auf Schlag. Vor gut einer Woche hat die Systemhausgruppe aus dem rheinland-pfälzischen Bad Sobernheim den Kauf des Kölner Infrastrukturspezialisten GID vermeldet. Jetzt geben die beiden Vorstände von Medialine, die Brüder Martin (CEO) und Stefan Hörhammer (COO), die Akquisition des ebenfalls in Köln ansässigen Managed Service Providers (MSP) Cyberdyne bekannt. Dessen Gründer und geschäftsführender Gesellschafter Ralph Friederichs tritt seine Anteile vollständig an die Medialine Group ab. Als deren Tochtergesellschaft bleibt das Unternehmen operativ eigenständig und agiert weiterhin unter seiner etablierten Marke.
Mit der Akquisition treibt die Gruppe ihre langfristig angelegte Wachstumsstrategie voran und baut zugleich das Geschäft mit Managed Services aus. Cyberdyne wurde 1994 als Systemhaus gegründet und stellte sich schon vor mehr als zehn Jahren als MSP auf. Das Unternehmen beschäftigt heute knapp 50 Mitarbeiter und versteht sich als externe IT-Abteilung mittelständischer Kunden, die es strategisch und technologisch berät und für die es dauerhaft Betriebsleistungen erbringt. Neben dem Remote Monitoring & Management (RMM) von Client-Server-Umgebungen liegen Schwerpunkte von Cyberdyne auf Cloud Computing und Cybersecurity. Der Dienstleister erzielt etwa 70 Prozent seines Umsatzes in Form wiederkehrender Einnahmen.
„Cyberdyne wird uns mit dem breiten Knowhow im ausgelagerten IT-Betrieb bereichern und uns voranbringen“, kommentiert Stefan Hörhammer die Akquisition. Die Expertise der Kölner beim Einsatz der RMM-Plattform des Herstellers Datto erweitere sinnvoll die Managed-Service-Kompetenz der Gruppe, führt der COO aus. Während Cyberdyne vor allem beim Management von Clients über große Erfahrung verfüge, liege der Schwerpunkt von Medialine bislang eher im Datacenter. „Cyberdyne besitzt fertige Flatrate-Modelle für IT im Mittelstand und ist, was die ganzheitliche Betreuung von Kunden angeht, sehr gut aufgestellt“, ergänzt Martin Hörhammer. Darüber hinaus sehen die Brüder aber auch Synergien bei Technologien der Hersteller Dell, Microsoft, Sophos und Veeam, mit denen beide Unternehmen zusammenarbeiten. Nicht zuletzt gewinnt die Gruppe durch den Zukauf einen zweiten Standort in Köln und damit den vierten in Nordrhein-Westfalen.
Breiteres Leistungsspektrum
Im Gegenzug erhält Cyberdyne nun Zugriff auf das Knowhow der Medialine Group auf den Feldern Datacenter, Hybrid Cloud, UCC und Business Solutions. Friederichs nennt zwei Faktoren, die ihn dazu bewogen haben, seine Unabhängigkeit aufzugeben und sich einer größeren Organisation anzuschließen: den Fachkräftemangel und die zunehmende Komplexität des ITK-Geschäfts. Mit Cyberdyne habe er mehr überregionale Sichtbarkeit angestrebt und den Plan verfolgt, das Leistungsspektrum zu verbreitern. Beides sei aus eigener Kraft schwierig. „Auch mit fast 50 Mitarbeitern können wir nicht alle Themen bedienen.“ In einer Gruppe sieht er bessere Entwicklungsmöglichkeiten für den MSP. Dass er sich für Medialine als Gesellschafter entschieden hat, begründet der IT-Entrepreneur mit der großen kulturellen Übereinstimmung zwischen beiden Unternehmen. Zudem kennen sich Friederichs und Martin Hörhammer seit mehr als zehn Jahren durch die Mitgliedschaft in der Systemhauskooperation iTeam, in der sich beide engagieren.
Friederichs zeichnet nicht nur weiterhin für die Geschäfte von Cyberdyne verantwortlich. Er wird auch im Geschäftsführerteam von Medialine, dem inzwischen acht Unternehmer angehören, an der Strategie der Gruppe mitwirken und gemeinsam mit seinen Kollegen daran arbeiten, Synergien zu identifizieren und zu nutzen. So wie der Kölner MSP agieren auch die jüngst erworbene GID sowie die früheren Zukäufe ITK Commmunications aus Berlin und Interface Systems aus Dresden operativ eigenständig unter dem Medialine-Dach.
Was die Personalstärke angeht, nähert sich Medialine durch die aktuelle Akquisition der Zahl von 500 Mitarbeitern, die die Hörhammers noch in diesem Jahr übertreffen wollen. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Belegschaft des Unternehmens in etwa verfünffacht – ebenso wie der Umsatz. Bei den Erlösen peilt die Gruppe für 2023 einen Betrag von rund 170 Millionen Euro an.
Wachstumsstrategie
Die Übernahme von Cyberdyne ist die vierte Akquisition von Medialine innerhalb von gut zwei Jahren. So erwarben die Rheinland-Pfälzer zum Jahresbeginn 2022 den kleinen Microsoft-Azure-Spezialisten Bordonaro IT aus Speyer und im Herbst 2021 das Systemhaus IT-On.Net aus Düsseldorf, das sich ebenso wie Cyberdyne stark auf Managed Services ausgerichtet hatte. Beide Unternehmen sind inzwischen vollständig integriert. Die Gruppe werde auch weiterhin anorganisch wachsen und halte die Augen nach geeigneten Übernahmekandidaten offen, kündigt CEO Martin Hörhammer an. „Wir sind ein relevanter Player im deutschen IT-Dienstleistungsmarkt und wollen das auch bleiben.“ Zukäufe sind nach seinen Worten notwendig, um das Kompetenzspektrum des Unternehmens zu erweitern und zu vertiefen. Auf diese Weise werde es den Anforderungen eines sich dynamisch entwickelnden Markts gerecht.
Stand: 08.12.2025
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Medialine wurde 1999 von Martin Hörhammer, der damals noch Schüler war, als PC-Assemblierer und PC-Händler gegründet. Seit 2003 entwickelte er das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Stefan zu einem auf IT-Infrastruktur fokussierten, bundesweit aufgestellten Systemhaus weiter. Neben 18 deutschen Standorten unterhält Medialine weitere fünf Standorte in Österreich und einen in Rumänien.