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Cyberattacke: Macht 1,5 Millionen Euro

| Autor: Heidemarie Schuster

Unterm Strich kostet eine Cyberattacke ein Unternehmen rund 1,5 Millionen Euro.
Unterm Strich kostet eine Cyberattacke ein Unternehmen rund 1,5 Millionen Euro. (Bild: vectorfusionart - stock.adobe.com)

Dass Cyberattacken auf Unternehmen nicht wirklich günstig sind, ist bekannt. Bei der Studie „Global Application and Network Security Report 2018-2019“ ging Radware nun der Frage nach, wie hoch der geschätzte Schadenspreis ist.

Erfolgreiche Cyberattacken auf Unternehmen richten im Durchschnitt einen Schaden in Höhe von jeweils 1 Million Euro an. Dies ist die Schätzung von 790 IT-Führungskräften aus aller Welt, die Radware für den „Global Application and Network Security Report 2018-2019“ befragt hat. Sie basiert auf realen Vorfällen und deren Folgen. Unternehmen, die den Schaden nicht schätzen, sondern konkret errechnen, kommen sogar auf eine Schadenssumme von nahezu 1,5 Millionen Euro.

Die Hauptwirkung von Cyberattacken, wie von den Befragten berichtet, sind Produktivitätsverluste (54 %), gefolgt von negativen Kundenerfahrungen (43 %). Darüber hinaus berichtete fast die Hälfte (45 %), dass das Ziel der Angriffe auf ihre Netze und Systeme die Unterbrechung des angegriffenen Dienstes war. Etwa ein Drittel (35 %) der Angriffe hatte Datendiebstahl zum Ziel.

„Während Angreifer nur einmal erfolgreich sein müssen, müssen Unternehmen bei der Bekämpfung und Mitigation solcher Angriffe zu 100 Prozent erfolgreich sein“, sagt Michael Tullius, Regional Director DACH bei Radware. „Ein Cyberangriff, der zu Service-Unterbrechungen oder Datendiebstahl führt, kann verheerende Auswirkungen auf das Unternehmen haben. In beiden Fällen kommt der Vertrauensverlust bei den Zielgruppen hinzu.“

Immer mehr Angriffe

Während die Kosten für die Mitigation von Angriffen weiter steigen, steigt auch die Zahl der angegriffenen Unternehmen. Die meisten haben im Laufe eines Jahres mindestens eine Angriffsart erlebt – nur 7 Prozent der Befragten blieben nach eigenen Angaben komplett verschont. 21 Prozent berichteten von täglichen Angriffen, was einem deutlichen Anstieg gegenüber 13 Prozent im vergangenen Jahr entspricht. Zudem werden Angriffe nicht nur häufiger, sondern auch effektiver: 78 Prozent der Befragten, die von einem Cyberangriff betroffen waren, erlebten eine Verschlechterung ihrer Dienste oder einen kompletten Ausfall, verglichen mit 68 Prozent im letzten Jahr. Selbst angesichts dieser Zahlen verfügen 34 Prozent der Befragten nicht über einen Cybersicherheits-Notfallplan.

Besonders Angriffe auf der Anwendungsebene verursachen der Studie zufolge erhebliche Schäden. Zwei Drittel der Befragten erlebten solche DoS-Angriffe, und 34 Prozent sehen Schwachstellen in Anwendungen als ein großes Problem für das kommende Jahr. Mehr als die Hälfte (56 %) berichtete, dass sie monatlich Änderungen und Aktualisierungen an ihren öffentlichen Anwendungen vornahmen, während der Rest häufiger Aktualisierungen vornahm, was den Bedarf an automatisierter Sicherheit erhöht.

Zudem geben bei der Umfrage 86 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie Lösungen für Machine Learning (ML) und Künstliche Intelligenz (KI) evaluiert haben. Fast die Hälfte (48 %) nennt als Grund kürzere Reaktionszeiten und bessere Sicherheit als Haupttreiber für ML-basierte Lösungen.

Über die Studie

Der Global Application and Network Security Report von Radware, der nun zum achten Mal erstellt wurde, ist ein branchenübergreifender Bericht des Emergency Response Teams (ERT) von Radware, der herstellerneutrale Umfragedaten von 790 IT-Führungskräften aus verschiedenen Branchen weltweit, die praktische Erfahrung von Radware im Umgang mit den heutigen führenden Bedrohungen sowie Kommentare von Drittanbietern nutzt.

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