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Education-Studie Covid-19 pusht Digitalisierung in deutschen Schulen

| Autor: Ann-Marie Struck

Während des Lockdowns und der Verknüpfung aus Präsenz- und Fernunterricht wurde eines schnell klar: In Sachen Digitalisierung gibt es in deutschen Schulen noch Nachholbedarf. Das belegt auch eine Studie von Civey im Auftrag von Microsoft.

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In den letzten Monaten fand der Schulunterricht oft virtuell statt.
In den letzten Monaten fand der Schulunterricht oft virtuell statt.
(Bild: © Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus wurden im Frühjahr diesen Jahres Schulen in Deutschland geschlossen. Unterrichtet wurden die Schüler im Homeschooling, zum Teil mithilfe von Kollaborations-Tools. Laut einer Umfrage von Civey im Auftrag von Microsoft unter 500 Lehrkräften gehen 79 Prozent der Befragten davon aus, dass sich die zunehmende Digitalisierung der vergangenen Monate auch langfristig auf die Gestaltung des Schulunterrichts auswirken wird.

„Durch die Corona-Pandemie standen Bildungseinrichtungen vor der enormen Herausforderung, sich in kürzester Zeit zu digitalisieren“, kommentiert Michael Wittel, Education & Research Lead bei Microsoft Deutschland, das zentrale Ergebnis der Umfrage. „Besonders beeindruckt hat mich, mit welcher Eigenmotivation und Dynamik viele Schulen den Weg in die Digitalisierung gesucht haben und Lehrerkräfte teilweise innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen ihren Unterricht von 0 auf 100 digitalisierten. Auch wenn virtueller Unterricht in Zukunft eine Ausnahme bleiben wird, ermöglichen es die wertvollen Erfahrungen aus dieser Zeit auch weiterhin digitale Formen des Lehrens und Lernens in den Schulalltag zu integrieren.“

Schulen fehlt es an IT-Ausstattung

Durch die Corona-Pandemie notwendige „Digitalisierung über Nacht“ kamen die Missstände wieder zu Tage. Allem voran beklagen 64 Prozent der befragten Lehrkräfte den ungleichen Bildungszugang. Zudem nennen 55 Prozent die mangelhafte digitale Kompetenz der Lehrer und Lehrerinnen und weitere 46 Prozent berichten über einen schlechten Zugang zu digitalen Lerninhalten.

Außerdem sind 67 Prozent der Befragten der Meinung, das Bildungssystem in Deutschland bereite seine Schüler nicht ausreichend auf die digitale Zukunft vor. Dafür verantwortlich ist nach Meinung von 71 Prozent der Befragten der Mangel an der notwendigen technischen Ausstattung. Respektive glauben 61 Prozent, dass es an dem geringen technischem Knowhow der Lehrkräfte liegt. Weitere 45 Prozent führen es auf die fehlenden finanziellen Mittel für Technik zurück. Jedoch scheiden sich, was Investitionsmöglichkeiten angeht, die Geister: Die eine Hälfte würde eine Förderung für die Einstellung neuer Lehrkräfte ausgeben, die andere Hälfte dagegen in die Ausstattung mit Computern und Tablets investieren.

Über die Studie

Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag von Microsoft zwischen dem 05.06.2020 und dem 24.06.2020 500 Lehrer und Lehrerinnen in Deutschland befragt.

(ID:46755515)

Über den Autor

 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin