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Verwirrung nach dem 21. Juli
Was sich genau in diesen Tagen abgespielt hat und wie es zu dieser Wende kam, die schließlich zum Insolvenzantrag geführt hat, entschließt sich dem Betriebsrat. Klar scheint zu sein, dass die russischen Investoren dann aber plötzlich doch nicht mehr die zugesagten finanziellen Mittel zur Verfügung stellen wollten, angeblich, weil erst jetzt das Ausmaß der Misere bekannt geworden sei.
Der Betriebsrat fragt sich natürlich, wieso man erst nach dem Kauf diese Erkenntnisse gewonnen hat. Herr Halbach sprach von Due Diligence, also von einer intensiven Prüfung eines Objekts, das man beabsichtigt zu kaufen. Die russischen Interessenten waren in der Zeit vom 18.05. bis 22.05. im Unternehmen.
So wie dem Betriebsrat gesagt wurde, hatten diese Mitarbeiter, die alle betriebswirtschaftliche Kenntnisse und zum Teil ein abgeschlossenes Studium in diesem Bereich vorweisen können, Zugriff auf alle relevanten Daten. Nichts hätte man vorenthalten, allen Beteiligten wäre die Situation der Firma klar gewesen. Ein möglicher Investor hätte zunächst mal die fälligen Verbindlichkeiten bedienen müssen, damit kurzfristig das Unternehmen weitergeführt werden kann.
Über die genauen Vertragsbestandteile des Verkaufs ist der Betriebsrat nicht informiert. Das hängt damit zusammen, dass wir nur einen Teil der Belegschaft der Tiscon-Gruppe vertreten. Der Betriebsrat der COS hofft und wünscht, dass sich aus den vertraglichen Gegebenheiten noch Rechtsansprüche ableiten lassen. Wir werden in den nächsten Tagen das vorläufige Insolvenzverfahren begleiten und prüfen derzeit sehr intensiv, ob wir einen Rechtsbeistand zur Unterstützung und Wahrung unserer Interessen hinzuziehen.
Der Betriebsrat der COS GmbH
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