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CHANNEL FOKUS: Hybrid-IT & Multi-Cloud

Cloud-Hürden in Unternehmen

| Autor: Sarah Nollau

Zunächst muss ein Unternehmen die Frage klären, wie es die Cloud-Technologie für sich einsetzen kann.
Zunächst muss ein Unternehmen die Frage klären, wie es die Cloud-Technologie für sich einsetzen kann. (Bild: © buchachon - stock.adobe.com)

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die Angebote der Cloud-Provider in ihre Strukturen einzubinden. Matthias Zacher, Manager Research & Consulting bei IDC, weiß, dass der entscheidende Punkt eine Ausgangsfrage ist, die man zunächst klären muss.

Matthias Zacher, Manager Research & Consulting bei IDC
Matthias Zacher, Manager Research & Consulting bei IDC (Bild: IDC)

ITB: Was sind die größten Hemmnisse beim Einsatz von Hybrid-IT und Multi-Cloud?

Matthias Zacher: Für viele Unternehmen steht die Frage im Raum, wie man die technologischen Innovationen der Cloud-Provider für das eigene Unternehmen operationalisieren kann. Das ist die Ausgangsfrage, die sich Unternehmen sehr genau stellen müssen. Ansonsten ist das Scheitern der Cloud-Initiative fast schon vorprogrammiert. Weitere Bedenken sind die technische Komplexität der Umsetzung von Multi-Cloud-Projekten, mangelnde Kosten- transparenz und die Qualität des Supplier-Managements. Mit einem guten Skill-Set aus IT-Generalisten und Domain-Spezialisten sowie Experten, die Teams steuern können, lassen sich die Schwierigkeiten aber in den Griff bekommen.

ITB: Unternehmen scheuen laut einer IDC-Studie die Hybrid-IT aufgrund unreifer Technologien. Spiegelt sich dabei die Unsicherheit bezüglich Datenschutz und Security wider?

Zacher: Hier ist ein Wandel zu verzeichnen. Die Unternehmen verstehen die Cloud-Technologie und den Nutzen von Multi-Cloud-Services immer besser. Die Chancen und Grenzen von Multi-Clouds und hybriden Clouds sind heute hinreichend transparent. Auf der technischen Seite liegen die Herausforderungen vor allem in der Komplexität beim Zusammenführen und Managen von Clouds. Zudem ist das Setup des Netzwerks alles andere als trivial.

ITB: Und die Sicherheit?

Zacher: Datenschutz und Security sind selbstverständlich Basisanforderungen, die zu erfüllen sind. Daten, Übertragungswege und Speicher müssen immer verschlüsselt werden. Auch das sind Basisanforderungen, die erfüllt werden müssen. Aus der Perspektive der Compliance und Datensicherheit versteht es sich von selbst, dass die Provider alle relevanten Regelwerke erfüllen. Dazu gehören unter anderem CISPE Code of Conduct, Cloud Code of Conduct, C5 und CSA.

ITB: Wie schätzen Sie den Support der Anbieter ein?

Zacher: Alle Anbieter und vor allem ihre Partner bemühen sich immer um einen sehr guten Support. Was zählt ist aber letztendlich der Mix aus Lösungen, Services und Support. Alle relevanten Anbieter besetzen die Themen frühzeitig, um sich von Anfang an als vertrauenswürdiger Partner zu positionieren. Die Anbieter bewegen sich immer im Spannungsfeld zwischen standardisiertem Angebot und kundenindividuellen Anforderungen. Somit sollten Unternehmen an erster Stelle auf die Qualität und dem Umfang der Cloud Services und Cloud-Technologie achten.

ITB: Wie sollten IT-Entscheider die Realisierung von Hybrid-IT und Multi-Cloud in ihrem Unternehmen angehen?

Zacher: Einige Aspekte habe ich bereits angerissen. Zusammenfassend empfehle ich die Berücksichtigung folgender Punkte:

  • Klare Definition eines Business Cases mit dem gestartet werden soll.
  • Festlegen eines schlagkräftigen Führungsteams
  • Aufbau von internem Fachwissen über Technologie, Prozesse und Cloud Supplier Management
  • Kontakt zu allen relevanten Playern aufbauen und
  • Software- und Services-Angebote auf den Business Case mappen und sehr genau prüfen. Das gilt auch mit Blick auf weitere Business Cases, die potenziell in die Multi-Cloud integriert werden
Die Rolle der Hyperscaler

CHANNEL FOKUS: Hybrid-IT & Multi-Cloud

Die Rolle der Hyperscaler

10.07.18 - Die Public Cloud ist fest in der Hand der Hyperscaler. Das birgt die Gefahr von Abhängigkeiten und einem neuen „Vendor-Lockin“. Oliver Hinz, Professor für Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, ist der Meinung, dass kleinere Anbieter Nischen besetzen können. lesen

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