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AON vs. PON – Welche Zugangsnetze sind wirklich zukunftssicher

Breitbandstreit – aktive versus passive Glasfaserzugangstechnik

08.03.2010 | Autor / Redakteur: Klaus Pollak / Ulrike Ostler

Kostenüberblick eines FTTH Projektes in Deutschland mit PON und Ethernet-Architektur, Quelle: Keymile
Kostenüberblick eines FTTH Projektes in Deutschland mit PON und Ethernet-Architektur, Quelle: Keymile

Was ist schneller, günstiger, energieeffizienter – passive optische Netze (PON) oder aktive? Es geht um die Zugangsnetze. Keymile, ein Anbieter von Glasfasertechnik, votiert für die aktive optische Technik (AON), insbesondere für Netzbetreiber, die eigene Glasfaser verlegen oder entbündelte Glasfaserstrecken nutzen und damit neben Privatkunden auch Geschäftskunden, Mehrfamilienhäuser, Behörden und Universitäten adressieren.

FTTx ist notwendig, um den großen Bedarf an hohen Bandbreiten zu meistern. Eine der Optionen besteht darin, per FTTC (Fibre-to-the-Curb) den DSL-Port näher zum Kunden zu bringen. Allerdings ist die Übertragung über Kupferkabel mit DSL am Ende der Leistungssteigerung. Die Glasfaserübertragung zum Kunden mit FTTH (Fibre-to-the-Home) ermöglicht hingegen ausreichende Bandbreiten für die nächsten 20 Jahre.

Nachdem die TK-Industrie seit mehr als zehn Jahren sowohl mit aktiven als auch mit passiven optischen Netzen Erfahrungen gesammelt hat, gibt es mindestens ebenso lange bereits Diskussionen über deren Vor- und Nachteile. Grundsätzlich können sowohl mit passiven optischen Netzen (PON) als auch mit aktiven optischen Netzen Glasfasernetze bis in die Haushalte (FTTH) gelegt werden.

Der wesentliche technische Unterschied zwischen aktiver und passiver Zugangstechnik liegt in der Nutzung eines passiven Splitters für passive optische Netze, während aktive optische Netze mit einer Ethernet-Point-to-Point-Architektur funktionieren. Das Ziel von passiven wie von aktiven optischen Netzen ist es, die Glasfaser so nahe wie möglich zum Endanwender, idealerweise bis in die Häuser und Wohnungen der Teilnehmer, zu bringen, da der FTTH-Ansatz bezüglich Übertragungsqualität und Bandbreite die technisch beste Option ist.

Business-Case-Herausforderung

Die Bandbreiten-Downstreams und -Reichweiten unterschiedlicher Technologien im Vergleich, Quelle: Keymile
Die Bandbreiten-Downstreams und -Reichweiten unterschiedlicher Technologien im Vergleich, Quelle: Keymile

Die Verwendung von Glasfaserkabel verspricht annähernd grenzenlose Bandbreiten, allerdings stehen dem Netzbetreiber mit wenigen Ausnahmen nur Kupferanschlusskabel in der letzten Meile zur Verfügung. Wenn die DSL-Technik nicht mehr ausreicht, ist das Verlegen neuer optischer Kabel zwingend erforderlich.

Aufgrund der hohen Investitionskosten zur Erstellung einer solchen Infrastruktur und der tendenziell sinkenden Umsätze der Telekommunikationsbetreiber fällt die Darstellung eines Business-Cases gegenüber Investoren und Verwaltungsräten der Netzbetreiber oft schwer. Ist die ITK-Branche heutzutage noch verwöhnt von Return-on-Invest-Zeiträumen im Bereich von ein bis drei Jahren, so sind für FTTH- und FTTB-Netzausbauten – unabhängig vom jeweiligen Einsatz einer PON- oder Ethernet-Point-to-Point-(PtP)-Technologie – Größenordnungen von teilweise mehr als zehn Jahren zu veranschlagen.

Dennoch gibt es je nach Anwendungsfall und Umgebungsbedingungen gravierende Unterschiede bei der Business-Case-Betrachtung, je nachdem, ob für FTTH-Rollouts eine passive oder aktive Zugangstechnologie zur Anwendung kommt.

weiter mit: Passive Optische Netze (PON)

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