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Mainframes und Cloud unter einem Dach

Blechboliden und Schweinehälften

| Redakteur: Wilfried Platten

Manfred Lackner, Vorstands-Mitglied für Vertrieb und Dienstleistungen.
Manfred Lackner, Vorstands-Mitglied für Vertrieb und Dienstleistungen. (Bild: Profi AG)

Die Aktivitäten-Bandbreite der Profi AG in Darmstadt ist weit gespannt: vom guten alten Mainframe über die angesagten Themen Consulting und Prozessberatung bis hin zu völlig neuen Vermarktungsmechanismen für Cloud-Ressourcen. Ein Kurztrip durch 50 Jahre IT, samt konkretem Ausblick auf die nahe Zukunft.

Die nackten Zahlen sind erschreckend: 2010 hat IBM noch 19 Milliarden US-Dollar mit Hardware erwirtschaftet, 2014 waren es nur noch 10 Milliarden. Der Umsatz hat sich also fast halbiert. „Schon im kommenden Jahr sollen 50 Prozent aller Rechner- und 70 Prozent der Storagekapazitäten in den großen Cloud-Rechenzentren von Amazon, Google oder Microsoft installiert sein“, skizziert Profi-Vorstand Manfred Lackner die Entwicklung. „Das geht natürlich dem traditionellen Markt verloren.“

Für einen IBM-Partner wie die Profi AG, die bislang einen Großteil ihrer Erlöse mit Hardware gemacht hat, muss das Konsequenzen haben. „Deshalb haben wir vor vier Jahren damit begonnen, das Unternehmen zu transformieren.“ Mit dem Ergebnis, dass der Anteil von Software, Services und Consulting am Gesamtumsatz von 20 auf 50 Prozent erhöht wurde. Und das ohne große Einbußen im Hardware-Geschäft.

Solides Fundament

Ein stabiler Fels in der Brandung ist dabei nach wie vor das Mainframe-Geschäft. Es macht für die Profi AG über mehrere Jahre gemittelt immer noch rund 15 bis 20 Prozent des Umsatzkuchens aus. Ein Grund dafür ist sicher die Expertise in z-Linux, die die Südhessen in den letzten Jahren aufgebaut haben. „Die z-Serie ist die ideale Konsolidierungsplattform für Linux-Workloads“, ist Lackner überzeugt. „Mit x86-Servern erreichen sie eine maximale Auslastung von 40 Prozent. Bei einer Linux-Partition auf dem Mainframe sind es mindestens 90. Sie haben also die doppelte Hardware-Nutzung. Und da die Softwarekosten in der Regel nach CPUs berechnet werden, kann bei den Lizenzen sehr viel Geld eingespart werden.“

Ein Reizthema ist beim Mainframe seit Jahren der Nachwuchs. Nicht beim Blech sondern beim Personal. Lackner beobachtet hier seit etwa anderthalb Jahren eine Entspannungstendenz: „Ja, es gab da kritische Phasen. Aber die Lage hat sich hier deutlich verbessert.“

Die größten Vorteile der im Frühjahr vorgestellten z 13 sieht er in den Bereichen Mobility und Security. In Verbindung mit der OpenStack-Konformität ist für Manfred Lackner die z 13 ideal geeignet als Linux-Transaktionssystem für mobile Cloud-Anwendungen.

Inhalt des Artikels:

  • Seite 1: Blechboliden und Schweinehälften
  • Seite 2: Nix Hana

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