Lieferschwierigkeiten Bestandsoptimierung im Weihnachtsgeschäft

Autor Dr. Stefan Riedl

Engpässe und gebrochene Lieferketten führen zu Lieferschwierigkeiten im Weihnachts­geschäft. Damit kein Umsatz ausfällt und Kinderaugen des Weihnachtszaubers wegen und nicht aufgrund von Tränen glänzen, werden Bestandsoptimierungssysteme eingesetzt.

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„Morgen, Kinder, wird's was geben“, heißt es in einem deutschen Weihnachtslied, dessen ursprünglicher Titel „Die Weihnachtsfreude“ lautet.
„Morgen, Kinder, wird's was geben“, heißt es in einem deutschen Weihnachtslied, dessen ursprünglicher Titel „Die Weihnachtsfreude“ lautet.
(Bild: annamei - stock.adobe.com)

Ein turbulentes Jahresendgeschäft steht vor der Tür, denn es Mangelt an Chips, Papier und Textilien, aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei Produzenten, Container-Mangel und großen Problemen in den Logistikketten. Betroffen sind viele Branchen. Laut Angaben des Handelsverbands Technik (BVT) hätten insbesondere im Elektroniksegment verschiedene Händler signalisiert, dass es in den nächsten Monaten zu Engpässen kommen könnte.

Risikominimierung

Um die Risiken durch gestörte Lieferketten zu minimieren, sind ein hoher Digitalisierungsgrad und Bestandsoptimierungslösungen hilfreich. Durch Analysen und Simulationen lässt sich besser abschätzen, welche konkreten Auswirkungen ausbleibende Lieferungen haben, so dass im Bestellwesen nachjustiert und in der Einkaufsplanung vorgesorgt werden kann. Im Fokus stehen dabei die Steigerung der Transparenz, die automatisierte Überprüfung der Lieferketten und die Optimierung der Prognosen. Slimstock bietet beispielsweise mit Slim4 eine Lösung, die vom eigenen Anspruch her, dazu in der Lage sein soll, die Folgen von Verzögerungen in den Lieferketten sowie Preisverteuerungen übersichtlich anzeigen zu lassen, beispielsweise wenn die Meldung eintrifft, dass eine Lieferung 20 statt geplanter zehn Wochen auf sich warten lässt. Auf Grundlage dieser Simulationen können Bestandsentscheidungen geändert und Bestellungen über andere Lieferanten veranlasst werden, um leere Lager oder Regale zu vermeiden.

Integration ins ERP

Im Jahresendgeschäft klingelt die Kasse.
Im Jahresendgeschäft klingelt die Kasse.
(Bild: higyou - stock.adobe.com)

Slim4 lässt sich „nahtlos in jedes vorhandene ERP-System integrieren und sorgt entlang der gesamten Supply Chain – inklusive Logistiknetzwerk mit allen Lagerorten – für eine präzise Planung, effiziente Bestandsverwaltung sowie wichtige Einblicke in die Verfügbarkeiten– ob online oder offline“, kommentiert Eelco Wever, CEO bei Slimstock in Deutschland. Ein integriertes Steuerungs-Tool namens „Tactics“ hilft, wie der Name nahe legt, bei der taktischen Steuerung der Bedarfsplanung. Es soll vorab definierte Regeln schnell und automatisiert auf Artikel übertragen, um die Auswirkungen von Veränderungen im Servicelevel oder der Lieferfähigkeit so zu visualisieren, dass Optionen abgewogen werden können. Dabei spielt auch das KI-Thema eine Rolle wobei in diesem Fall konkret Algorithmen für maschinelles Lernen (ML) dabei helfen, Nachfragehistorien aus mehreren Produkten zu gruppieren, um Nachfragemuster zu erkennen und Marktentwicklungen zu antizipieren. Auf diese Weise kann die Lösung das Bedarfsvolumen prognostizieren. Im Ergebnis sollen Supply-Chain-Teams so schneller in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen.

Überbestands-Problematik

Die andere Seite der Medaille des Lieferengpasses, nämlich der Überbestand im Lager, soll auch vermieden werden. Wobei im saisonalen Jahresendgeschäft hierfür besondere Regeln gelten, gerade wenn wegen drohender Lieferschwierigkeiten hat der ein oder andere Händler sicherheitshalber früh seine Lager füllt. Die Hauptfrage sollte dabei sein, für welche Artikel ein Überbestand kritisch ist, denn ein zu großer Lagerbestand an langsamdrehenden Artikeln ist für die Unternehmenskennzahlen unvorteilhaft.

Slimstock will mit Slim4 die Verbräuche für die kommenden zwölf Monate immer rollierend für jeden Monat aufs Neue automatisch berechnen können.Um auch saisonale Trends für einzelne Artikeln oder für Artikelgruppen aufzuzeigen, werden mehrere statistische Verfahren verwendet. Dabei greift das System auf eine Historie von bis zu fünf Jahren zurück.

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