Neue Cloud-Partnerschaft Bechtle und Plusserver vermarkten gemeinsam souveräne Cloud-Dienste

Autor Michael Hase

Das Systemhaus Bechtle nimmt die Pluscloud des Kölner Providers Plusserver ins Portfolio auf. Beide Unternehmen, deren Partnerschaft sich aus einem Behördenprojekt ergeben hat, wollen gemeinsam Kunden mit hohen Anforderungen an die Datensouveränität adressieren.

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Melanie Schüle, Geschäftsführerin bei Bechtle Clouds, und Alexander Wallner, CEO bei Plusserver, nehmen Kunden mit hohen Datenschutzanforderungen in den Blick.
Melanie Schüle, Geschäftsführerin bei Bechtle Clouds, und Alexander Wallner, CEO bei Plusserver, nehmen Kunden mit hohen Datenschutzanforderungen in den Blick.
(Bilder: Bechtle / Plusserver)

Bechtle baut das Cloud-Portfolio weiter aus. Dazu hat die Systemhausgruppe mit Hauptsitz im Neckarsulm eine Partnerschaft mit dem Kölner Managed Multicloud Provider Plusserver vereinbart. Im Rahmen der Zusammenarbeit vermarkten die Schwaben die Angebote Pluscloud und Pluscloud open. Dabei handelt es sich um Infrastrukturservices, die Plusserver in eigenen Rechenzentren auf einer VMware- beziehungsweise auf einer OpenStack-Plattform bereitstellt.

Eine Besonderheit von Pluscloud open besteht dem Provider zufolge darin, dass die Infrastruktur vollständig auf dem Sovereign Cloud Stack (SCS) basiert. Dessen Spezifikationen wurden im Rahmen des europäischen Projekts Gaia-X festgelegt. Generell hat der Cloud-Anbieter für seine Prozesse und Produkte wesentliche Sicherheitszertifizierungen, etwa nach den Normen ISO 9001, 27001, IDW PH 9.860.1 und dem C5-Katalog des BSI, erworben. Mit den Services von Plusserver richtet sich Bechtle künftig vor allem an Organisationen, die besonders hohe Anforderungen an Datenschutz und Datensouveränität stellen. Kunden des Systemhauses können beide Angebote inklusive ergänzender Managed Services über den Bechtle Clouds Marketplace beziehen.

Öffentliches Projekt

Die Partnerschaft der beiden Unternehmen ergab sich aus einem Projekt im Public Sector. Bechtle hatte sich auf eine Ausschreibung von Dataport, einem norddeutschen IT-Dienstleister für Behörden, der von sechs Bundesländern getragen wird, mit einer Lösung auf Basis von Plusserver-Diensten beworben und den Zuschlag erhalten. Nach diesem Erfolg beschlossen die Projektpartner, ihre Zusammenarbeit dauerhaft fortzusetzen. „Die Pluscloud wird das Angebot von Bechtle gerade im Hinblick auf die steigenden Anforderungen des öffentlichen Sektors abrunden”, ist Alexander Wallner, CEO bei Plusserver, überzeugt. Die Systemhausgruppe erzielte 2020 rund 40 Prozent ihres Umsatzes im Geschäft mit Behörden und öffentlichen Einrichtungen.

„Als deutscher Multicloud Data Service Provider mit sicheren und DSGVO-konformen Lösungen sowie einem überzeugenden Track Record adressiert Plusserver die Bedürfnisse vieler Kunden“, betont Melanie Schüle, Geschäftsführerin bei Bechtle Clouds. Zum Portfolio ihres Geschäftsbereichs gehören Services aus Segmenten wie Business Applications, Collaboration, Infrastructure und Security, die von Anbietern wie Adobe, AWS, Cisco, Dropbox, Google, Ionos oder Microsoft stammen.

Managed Cloud

Plusserver wiederum gewinne mit Bechtle „einen großartigen Vertriebspartner“, der die hohen Anforderungen der Kunden in der DACH-Region an Datensicherheit und Datenschutz kenne, ergänzt Wallner. Der Provider betreibt die Infrastruktur für Pluscloud und Pluscloud open in vier Rechenzentren an den Standorten Düsseldorf, Hamburg und Köln. Neben der Bereitstellung eigener Plattformen bieten die Rheinländer auch Managed Services an, mit denen sie Kunden beim Betrieb von Workloads in den Clouds von AWS, Google und Microsoft Azure unterstützen.

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