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Geschäftsprozess des Kunden im Vordergrund Bechtle auf dem Weg zur Nummer eins

| Autor: Sarah Gandorfer

Mit Zuverlässigkeit, Bodenhaftung und Beharrlichkeit hat sich Bechtle zum größten Systemhaus Deutschlands gemausert. Dafür muss man unter anderem Trends rechtzeitig antizipieren können.

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Die Bechtle-Zentrale ist in Neckarsulm angesiedelt.
Die Bechtle-Zentrale ist in Neckarsulm angesiedelt.
(Bild: Bechtle)

Glück, Clevernes und ein guter Riecher sind gerne gesehene Begleiter auf dem Weg zum Erfolg. Sinn für lukrative Zukunftsthemen wie die Virtualisierung hat Bechtle auf jeden Fall bewiesen und in diesem Jahr erstmals den Platz auf dem „Stockerl“ erklommen. Für Roland König, Leiter Geschäftsfeld Virtualisierung und Geschäftsführer des Bechtle IT-Systemhauses München /Regensburg, kursiert in der Branche auch der Name „Virtualisierungs-König“. Unter seiner Leitung setzte Bechtle rechtzeitig auf diese Technologie – und hatte Erfolg damit. Mittlerweile ist Virtualisierung zur Commodity geworden und deshalb kein wirklich tragfähiges Differenzierungsmerkmal mehr.

Das bedeutet aber nicht, dass sie zu vernachlässigen sei, denn dahinter steckt nach wie vor noch ein gutes Geschäft. Je nachdem welchem Marktforschern man glaubt beziehungsweise vertraut haben große Unternehmen inzwischen einen Virtualisierungsgrad von 60 bis 70 Prozent erreicht.

Aber auch hier kommt es auf die Definition an, beziehungsweise auf welche Aspekte der Virtualisierung der Schwerpunkt gelegt wird und welche Gesamtstrategie im Unternehmen verfolgt wird. „Es muss unterschieden werden, ob es sich alleine um Virtualisierung handelt oder ob nicht weitere Services wie Automation oder Management umgesetzt werden. Die Servervirtualisierung hat mittlerweile in den meisten Unternehmen Einzug gehalten“, lässt Roland König wissen. „Mit den neuen Möglichkeiten verändert sich auch die Strategie unserer Kunden.“ „Der Treiber für die geänderte Strategie kommt beispielsweise aus dem großen Bereich Mobility“, fährt König fort. „In diese Richtung weisen auch die Herstelleraktivitäten, wenn man sich nur einmal Microsoft oder VMware ansieht.“

Dienste zusammenbringen

Eine große Ankündigung erwartet der Virtualisierungs-Spezialist auf dem Mobile World Congress kommenden März. Sowohl die Welt der Endgeräte wie auch der Applikationen ist sehr heterogen. Die Anwender wünschen sich nicht nur das Versprechen, „anytime anywhere“ ihre mobilen Geräte nutzen zu können, sondern auch, dass es tatsächlich funktioniert. „Für IT-Dienstleister geht es darum, Applikationen und Dienste aus den verschiedenen Bereichen zusammenzuführen wie Office 365, ERP-Systeme oder Kommunikationslösungen. Egal wo die Daten und Applikationen liegen. Der User möchte seinen Service nutzen“, erklärt König. „Neben den mobil abrufbaren Daten und Applikationen spielen Connectivity oder Latenzen, aber auch Security-Aspekte eine Rolle. Das Ganze ist ein großes Gebilde, das sehr viel umfasst.“

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Bei der Umsetzung dieser Themen stehe der Geschäftsprozess des Kundenunternehmens im Vordergrund. Alles in allem ist dies ein großes Betätigungsfeld für Systemhäuser. Allerdings setzt das Geschäftsfeld eine starke Diversifizierung voraus. Ein einzelner Experte für ein bestimmtes Thema reicht nicht aus, um das alles umsetzen zu können. Zumal es eines Verständnisses für die Geschäftsprozesse des Kunden bedarf. Das bedeutet auch, dass ein klassisches Infrastruktur-Angebot nicht mehr genügt. Die Vorarbeit von Consultern, die sich um die Geschäftsprozesse kümmern, ist gefragt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Ansätze Bechtle fährt.

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Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS