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Bücker und Coffee Bechtle akquiriert zwei spezialisierte Systemhäuser

Autor: Michael Hase

Zum Jahresende hat Bechtle mit Bücker und Coffee zwei ausgewiesene Spezialisten übernommen. Damit baut die Systemhausgruppe ihr Leistungsspektrum auf den Feldern IT-Sicherheit und Software für die Produktentwicklung weiter aus.

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Rosemarie Bücker, Geschäftsführerin von Bücker, betrachtet den Verkauf ihres Unternehmens als langfristige Nachfolgeregelung.
Rosemarie Bücker, Geschäftsführerin von Bücker, betrachtet den Verkauf ihres Unternehmens als langfristige Nachfolgeregelung.
(Bild: Bechtle)

Die Shopping-Tour von Bechtle geht weiter. Kurz vor Jahresende gab Deutschlands größtes Systemhaus die Akquisition von zwei Mitbewerbern bekannt: R. Bücker EDV-Beratung Datentechnik, ein Security-Spezialist mit Sitz im ostwestfälischen Hille, und Coffee, ein Reseller von CAD-Software aus dem mittelhessischen Angelburg, sind jetzt Unternehmen der Bechtle-Gruppe. Die Ostwestfalen treten künftig als Bücker Security auf. Coffee firmiert weiterhin unter dem bisherigen Namen.

Bücker wurde 1992 gegründet und beschäftigt derzeit 43 Mitarbeiter. Zu den Kunden des Spezialisten, der Partnerschaften mit Security-Anbietern wie Eset, G Data, Kaspersky, McAfee, Sophos, Symantec und Trend Micro unterhält, gehören vor allem mittelständische Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Ein Schwerpunkt des Geschäfts liegt auf der Beratung rund um Sicherheitslösungen. 2017 erzielte Bücker einen Umsatz von mehr als 16 Millionen Euro.

Mit dem Verkauf des Unternehmens wollen die beiden Gründer, Rosemarie und Peter Bücker, die weiterhin Geschäftsführer des Systemhauses bleiben, langfristig ihre Nachfolge regeln. „Die Entscheidung zum Zusammenschluss mit Bechtle ist für uns eine unternehmerische Chance, an unserem Standort in Hille weiter zu wachsen“, erläutert Rosemarie Bücker. Zugleich sorge die Transaktion „für langfristige Stabilität, Verlässlichkeit und Sicherheit“, was ihrer Familie ein wichtiges Anliegen gegenüber Mitarbeitern und Kunden sei.

Entwicklung und Fertigung

Der CAD-Spezialist Coffee wurde 1997 gegründet und betreut 2.800 Kunden aus den Branchen Maschinenbau und Produktdesign. Als zertifizierter Partner von Dassault Systèmes Solidworks und SolidCAM vertreibt er Komplettlösungen für Entwicklung und Fertigung. Zum Leistungsspektrum gehören Beratung, Implementierung, Support und Schulung. Das hessische Unternehmen, das 70 Mitarbeiter beschäftigt, erzielte 2017 einen Umsatz von 10,2 Millionen Euro. Durch den Zukauf baut die neue Muttergesellschaft Bechtle, die bereits größter Solidworks-Partner in Europa ist, ihre Position in diesem Geschäft weiter aus.

Die Geschäftsführung von Coffee bilden künftig Holger Arenz, seit acht Jahren geschäftsführender Gesellschafter des Systemhauses, und Torsten Seelig, bislang Vertriebsleiter. Gründer Daniel Held, bislang ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter, scheidet aus dieser Position aus. Er steht dem Unternehmen weiterhin als Berater zur Verfügung.

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