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Laute Nachbarn im Datacenter Bare Metal Cloud gegen „Noisy Neighbours“

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Wenn Rechenzentrums-Ressourcen durch andere Nutzer ­blockiert werden, spricht man vom „Noisy Neighbours“-Effekt. Bei der ­„Bare-Metal-Cloud“ von Oracle soll das nicht mehr passieren.

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Beim Bare-Metal-Cloud-Ansatz gibt es keinen Noisy-Neighbour-Effekt.
Beim Bare-Metal-Cloud-Ansatz gibt es keinen Noisy-Neighbour-Effekt.
(Bild: Peter Hermes Furian - stock.adobe.com)

Oracle erweiterte seine Cloud-Angebote in der EU-Region gegen Mitte des Jahres in Deutschland für IaaS (Infrastructure as a Service) und PaaS (Platform as a Service). Mark Borgmann, Senior Sales Director Northern Europe, Oracle Cloud Platform, erläutert eine Besonderheit der Oracle-Cloud, nämlich die Lösung des so genannten Laute-Nachbarn-Effekts: „Oracle hat sich mit der Verbindung der Bare Metal Cloud mit der klassischen Cloud ein eigenes Segment geschaffen.“

Ergänzendes zum Thema
Das Oracle-Rechenzentrum in Frankfurt

> Oracle baut das eigene Rechenzentrum in Frankfurt am Main weiter aus. In Konzernmitteilungen ist von der Stärkung der „Oracle Cloud EU Region in Deutschland“ die Rede, neben dem Standort in Großbritannien. In Frankfurt sorgt die ­Nähe zum Internetknoten Deutscher Commercial Internet Exchange (DE-CIX) für hohe Bandbreite und niedrige Latenz. ­Gemessen am Datendurchsatz ist der DE-CIX-Knoten der größte der Welt. Der Hersteller arbeitet mit mehreren vollständig unabhängig voneinander arbeitenden Availability Domains (ADs) als Zugangspunkten am Knotenstandort.

Oracle bedient drei Cloud-Ebenen: Die oberste Ebene in der Architektur ist Software as a Service. Dazu zählen Applikationen wie ERP-Systeme, HR-Software sowie Finanz- und Marketingprogramme. Das nächste Layer ist Platform as a Service. Das sind im Prinzip alle integrativen Services, beispielsweise IoT as a Service. Die Ebene darunter ist Infrastructure as a Service, der die Infrastruktur durch Compute- und Storage as a Service zur Verfügung stellt.

[ http://cloud.oracle.com ]

Virtuelle laute Nachbarn

Mark Borgmann, Senior Sales Director Northern Europe, Oracle Cloud Platform
Mark Borgmann, Senior Sales Director Northern Europe, Oracle Cloud Platform
(Bild: Oracle)

Beim Bare-Metal-Cloud-Ansatz teilen sich die Kunden ihre Ressourcen nicht mit anderen in einer gemeinsamen Umgebung. So kann ausgeschlossen werden, dass Kunde A nicht alle Ressourcen, die er benötigt, ausschöpfen kann, weil Kunde B (der virtuelle laute Nachbar) gerade unerwartete Lastspitzen fährt und die Ressourcen gebunden hält. „Bei der Oracle Cloud Infrastructure wird der Netzwerk-Traffic auf der NIC (Network Interface Card) separiert, die dem Kunden Ressourcen wie CPUs zuteilt und abtrennt“, sagt Borgmann.

Andere Herangehensweise

Der Traffic wird dabei praktisch schon auf Netzwerkebene verteilt. Der Anbieter vermietet in diesem Zusammenhang so genannte „Oracle Compute Units“ (OCPU). Das sind im Grunde Cores, die für Rechenleistung zur Verfügung stehen. „Mietet der Kunde beispielsweise 36 OCPUs, nutzt aber nur 16, wird der Server entsprechend für den Kunden partitioniert und verfügbar gehalten. Doppelvermietungen und Konkurrenz um virtualisierte Ressourcen gibt es in diesem Modell nicht.“

Die Trennung auf Netzwerkebene führt darüber hinaus zu mehr Sicherheit, zumal Datenbanken hier zu 100 Prozent verschlüsselt werden, so Borgmann.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur