Wissensstandard für die IP-Videoüberwachung Axis führt Zertifizierung für Fachhandelspartner ein

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Lösungspartner von Axis, einem Spezialisten für Netzwerkkameras, müssen künftig zertifizierte Experten beschäftigen. Mit den Anforderungen für den Axis Certified Professional (ACP) möchte der schwedische Hersteller einen Standard in der IP-Videoüberwachung setzen.

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Edwin Roobol, Geschäftsführer Middle Europe bei Axis, sieht die Zertifizierung als Beleg für die Kompetenz der Partner an.
Edwin Roobol, Geschäftsführer Middle Europe bei Axis, sieht die Zertifizierung als Beleg für die Kompetenz der Partner an.
(Axis)

Fast jede zweite Kamera, die zur Videoüberwachung eingesetzt wird, ist immer noch analog. Die Digitalisierung schreitet allerdings auch dort unaufhaltsam voran. Zugleich wächst das Angebot an Netzwerkkameras, IP-Videotechnik und damit verbundenen Dienstleistungen. Die dynamische Entwicklung mache es „für Endkunden immer schwieriger, das Niveau und das Können der einzelnen Unternehmen in der Branche zu bewerten“, beobachtet Edwin Roobol, Geschäftsführer beim Kamera-Hersteller Axis für die Region Middle Europe (DACH und Benelux).

Als Konsequenz aus der unübersichtlichen Situation hat das schwedische Unternehmen ein weltweites Zertifizierungsprogramm für seine Fachhandelspartner entwickelt. Sie sollen damit in die Lage versetzt werden, ihre Kompetenz in der Netzwerk-Videoüberwachung nachzuweisen. Kern der Zertifizierung ist die Prüfung zum Axis Certified Professional (ACP). Mit den Anforderungen, die Axis an den Erwerb des Diploms stellt, möchte der Hersteller „einen internationalen Branchenstandard“ setzen.

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Das Zertifizierungsangebot richtet sich primär an Systemdesigner und technisch orientierte Vertriebsleute. In Deutschland startet das Programm offiziell am 15. Januar. Mitarbeiter von elf ausgewählten Partnern in Middle Europe haben die ACP-Prüfung bereits erfolgreich absolviert. „Die Zertifizierung ist für all jene sinnvoll ist, die ihr Know-how im Bereich IP-Videotechnologie bestätigen möchten“, erläutert Roobol.

Zertifizierung obligatorisch

So genannte Solution-Partner der Stufen Silber und Gold müssen künftig mindestens einen beziehungsweise zwei ACPs beschäftigen. Diese Partner sind in der Lage, komplette Überwachungslösungen für ihre Kunden zu entwerfen und vor Ort zu installieren. Für Authorized Partner, die niedrigste Stufe im Axis-Channel, empfiehlt der Hersteller die Ausbildung eines Mitarbeiters zum ACP.

Zum Erwerb des Diploms müssen rund 70 Multiple-Choice-Fragen aus den Themengebieten Systemdesign, IP-Videotechnologie, Netzwerk, Installation und Axis-Produkte beantwortet werden. Die Prüfung wird von Prometric, einem unabhängigen Testinstitut, abgenommen. Axis bietet Schulungen an, in denen sich Teilnehmer das nötige Wissen aneignen und vertiefen können. Außerdem steht Prüflingen ein technischer Leitfaden bereit, an dem sie sich beim Lernen orientieren können. „Natürlich liegt es in unserem Interesse, unsere Partner bei der Vorbereitung bestmöglich zu unterstützen“, sagt der Mitteleuropa-Chef.

Das ACP-Diplom gilt für 24 Monate und kostet weltweit 150 Dollar. Gold- und Silber-Partnern bleibt hierzulande für die Zertifizierung bis zum Ende des Jahres Zeit.

Lösungskompetenz

Bei der Prüfung werden nicht nur Produkt- und Technologiekenntnisse abgefragt, sondern auch methodisches Wissen zum Entwurf von Lösungen und zur Implementierung von Netzwerk-Video-Anwendungen. Denn zu Überwachungslösungen gehören neben Kameras üblicherweise Netzwerkkomponenten, Rechner, Storage, Monitore und Video-Management-Software, die es fachkundig miteinander zu verbinden gilt. Außerdem müssen Lösungen auf die spezifischen Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden. Axis-Kunden stammen hauptsächlich aus den Branchen Einzelhandel sowie Transport und Verkehr.

Wie Axis im Channel aufgestellt ist, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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