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Avaya-Partnertag in Frankenthal

| Autor: Wilfried Platten

Ruhe vor dem Sturm: Das Congressforum kurz vor dem Ansturm der Avaya-Partner.
Ruhe vor dem Sturm: Das Congressforum kurz vor dem Ansturm der Avaya-Partner. (Bild: Avaya)

Von Unsicherheit, Panik oder gar Untergangsstimmung war auf dem Avaya-Partnertag wenig zu spüren. Die Manager des UCC-Anbieters gaben sich redlich Mühe, „business as usual“ zu zelebrieren.

Avaya macht gerade eine schwierige Zeit durch. Die US-Mutter hat sich Anfang des Jahres unter den Schutz von Chapter 11 begeben müssen. Im März wurde dann die Netzwerksparte an Extreme Networks verkauft.

In Deutschland aber scheinen sich Konsequenzen für die heimischen Kunden und Partner in Grenzen zu halten. Auf dem Partnertag in Frankenthal jedenfalls gaben sich die Avaya-Manager unbeeindruckt. Markus Knaak, Channel-Verantwortlicher für Enterprise-Kunden, etwa versichert: „Die Situation hat uns nicht so beeinflusst, wie man das von außen vielleicht vermutet hat. Einfacher ist es dadurch sicher nicht geworden, aber wir haben unsere Umsatzziele trotzdem übererfüllt und dabei nicht einen einzigen Kunden oder Partner verloren. Die sind bei amerikanischen IT-Unternehmen an solche Dinge offensichtlich gewöhnt.“ Aktuell sind zwischen 30 und 40 Partner in diesem Segment aktiv. „Natürlich wurde und wird diskutiert, aber ich habe häufig die Aussage gehört, Avaya sei einfach ´too big to fail´. Die größte Unsicherheit herrschte bis vor kurzem im Netzwerkbereich.“ Nach dem Verkauf der Netzwerksparte hat sich diese Diskussion aber jetzt erübrigt: „Viele der betroffenen Partner planen zwar zu Extreme Networks zu gehen, arbeiten aber im UCC-Segment weiter mit uns zusammen.“

Die etwas andere Partnerlandschaft

Auch die rund 300 Partner für mittelständische Kunden sind alle an Bord geblieben, so der Channel-Verantwortliche für den Mittelstand Christian Korth: „Wir haben uns vorgenommen, im Channel zu wachsen, und diese höher gesetzten Ziele auch zu fast 100 Prozent erfüllt. Nicht zuletzt, weil rund 200 Neukunden dazugekommen sind.“

Wobei der Partnerbegriff bei Avaya etwas anders definiert wird als üblich: „Im Prinzip ist jeder, der sich mit unseren offenen Plattformen beschäftigt, und damit Software und Apps entwickelt, ein potenzieller Partner.“ Das Interesse richtet sich also eher auf ISVs (Independent Software Vendors) als auf klassische Systemhäuser. Was offensichtlich der Historie geschuldet ist, denn viele Avaya-Partner kommen aus der klassischen Telefonie-Sparte: „Häufig tun sich diese Partner schwer mit der Entwicklung von SnapIn-Applikationen auf unseren, für uns so wichtigen Plattformen Oceana und Breeze. Deshalb sind die neuen Entwicklungshäuser so wichtig, da sie genau diese Aufgabe übernehmen“, so Markus Knaak. „Daher unterscheiden wir in unserem Partnerprogramm auch die sogenannten DevConnect-Partner von den klassischen Resellern. Wir denken allerdings darüber nach, beide stärker miteinander zu verzahnen und zu integrieren.“

Größter Vertriebspartner, bezogen auf den Umsatz, ist – etwas überraschend – nicht etwa ein großes Systemhaus oder ein Integrator, sondern IBM. „Neben den großen Systemhäusern wie Bechtle, Cancom oder Computacenter mit denen wir zusammenarbeiten, wünschen wir uns auch innovative regionale Partner. Eine sehr erfolgreiche Entwicklung hat innerhalb eines einzigen Jahres die Zusammenarbeit mit Damovo genommen“, so Christian Korth.

Damovo durfte sich bei der Preisverleihung über gleich zwei Awards freuen - eingerahmt von Markus Knaak (l.) und Christian Korth (beide Avaya).
Damovo durfte sich bei der Preisverleihung über gleich zwei Awards freuen - eingerahmt von Markus Knaak (l.) und Christian Korth (beide Avaya). (Bild: Avaya)

Globale Distributionspartner sind Ingram Micro, Westcon und Scansource. „Ohne Distributoren könnten wir nicht existieren, gerade was Themen wie Logistik und Zertifizierungen angeht. Zunehmend wichtig werden auch die Cloud-Marktplätze der Distributoren. Wir sehen allerdings noch viel Potenzial in der Entwicklung neuer, insbesondere kleinerer Partner“, resümiert Korth.

Die Avaya Partner Awards 2017

Da kein Partnertag ohne Award-Verleihung über die Bühne gehen darf, wurden auf selbiger die besten Partner des abgelaufenen Jahres prämiert. Dabei durfte der „Neupartner“ Damovo gleich zweimal einen Preis entgegennehmen:

  • Midmarket Team Engagement: hecom TK + IT-Lösungen
  • Enterprise Team Engagement: Damovo
  • Healthcare: Arktis
  • Customer Engagement: ETK networks solution
  • Video: Dekom
  • Networking: Net-select
  • Full-Stack: Damovo
  • Special Award – Net-New Business: PTC Telecom

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