Nutanix mit vereinfachtem Portfolio für die hybride Multi-Cloud Auf dem Weg von HCI zu Software und Services

Von Klaus Länger

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Nutanix gehört zu den Pionieren bei der hyperkonvergenten Infrastruktur (HCI). Inzwischen wandelt sich das Unternehmen zum Software- und Services-Anbieter für die hybride Multi-Cloud. Diesen Wandel sollen auch die Partner im Channel mit vollziehen.

Bei Nutanix sieht man die Zukunft in der hybriden Cloud: Die Nutanix-Cloud-Plattform deckt HCI-Lösungen für die Private Cloud, bei MSPs und in der Public Cloud ab.
Bei Nutanix sieht man die Zukunft in der hybriden Cloud: Die Nutanix-Cloud-Plattform deckt HCI-Lösungen für die Private Cloud, bei MSPs und in der Public Cloud ab.
(Bild: JustSuper - stock.adobe.com )

Gerade in Deutschland setzen Unternehmen und teilweise auch der öffentliche Sektor immer stärker auf die hybride Multi-Cloud. Laut der aktuellen Studie Enterprise Cloud Index, die das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von Nutanix erstellt hat, ist sie für 81 Prozent der Befragten IT-Entscheider das beste Betriebsmodell. Ein wichtiger Zwischenschritt ist dabei die Private Cloud, die derzeit noch für 42 Prozent der Studienteilnehmer das vorherrschende IT-Betriebsmodell darstellt. Für den Nutanix-CEO Rajiv Ramaswami ist das die Bestätigung für den Weg, den sein Unternehmen schon seit einigen Jahren eingeschlagen hat: Vom HCI-Hardware-Hersteller zur Hybrid-Multi-Cloud-Firma. Im Zuge dieser Entwicklung hat Nutanix dieses Jahr das Produktportfolio vereinfacht, „um es lösungsorientierter und einfacher bei der Abrechnung zu machen”, so Ramaswami. Auch für die Partner sei nun der Verkauf einfacher, so der Nutanix-CEO weiter.

Rajiv Ramaswami, CEO von Nutanix.
Rajiv Ramaswami, CEO von Nutanix.
(Bild: Nutanix )

Eigene Appliances verkauft Nutanix nicht mehr. Es gibt zwar noch Nutanix-Nodes, neben den OEM-Appliances von Dell, HPE, Fujitsu, Inspur und Lenovo, sie werden aber von Supermicro hergestellt und auch vertrieben. Nutanix stellt nur noch die vorinstallierte Software. Bei vielen Kunden würde als erster Schritt in die hybride Cloud erst einmal „die Modernisierung von 3-Tier-Plattformen zu HCI anstehen, und zwar für alle Workloads”, erklärt Ramaswami. Der zweite Schritt sei dann der Aufbau einer Private-Cloud-Infrastruktur und deren sinnvolle Erweiterung in die Public Cloud, den Nutanix einfacher mache.

Nutanix Cloud Platform

Die Cloud Platform soll als übergreifende Ebene für alle Arten von Anwendungen dienen, und zwar virtualisiert und in Containern. Als Basis dienen HCI-Systeme im eigenen Datacenter oder an Edge-Standorten als Private Cloud, Systeme bei MSPs oder mittels der Nutanix Cloud Clusters (NC2) auch bei Public-Cloud-Anbietern. Hier kooperiert Nutanix derzeit mit AWS und mit Microsoft Azure. Darüber liegt die Cloud Infrastructure als Lösung für Compute, Storage und Networking auf On-Prem-Systemen, oder Bare-Metal-Instanzen bei AWS und Azure, sowie der dieses Jahr gestartete Cloud Manager als SaaS-Lösung für das Management von Private und Public Clouds. Eine weitere Schicht bilden die Unified-Storage-Lösung, die Desktop Services für VDI und der Nutanix Database Service. Er vereinfacht für die Kunden das Datenbankmanagement in hybriden Multi-Cloud-Umgebungen mit gängigen Database-Engines von Oracle und Microsoft sowie PostgreSQL. Laut Ramaswami ist er „eine Schicht über dem Stack der Infrastruktur-Lösungen, die wir üblicherweise anbieten.” Für Nutanix ist das ein wichtiger Schritt in einen neuen Markt.

Die Nutanix Cloud-Plattform umfasst eine hybride Cloud-Infrastruktur und Multi-Cloud-Management sowie in der Ebene darüber Unified Storage, Datenbank-Services und Desktop-Services.
Die Nutanix Cloud-Plattform umfasst eine hybride Cloud-Infrastruktur und Multi-Cloud-Management sowie in der Ebene darüber Unified Storage, Datenbank-Services und Desktop-Services.
(Bild: Nutanix )

Investitionen in das Partner-Netzwerk

Für die Partner bedeutet die Hybrid-Multi-Cloud-Strategie von Nutanix, dass sie auch ihr Geschäftsmodell in Richtung Beratung und Service ausbauen müssen. Nutanix legt hier laut Ramaswami großen Wert auf die Qualifizierung der Partner, die so Projekte eigenverantwortlich anstoßen und verwirklichen sollten. „Intern nennen wir das Projekt Autonomy”, sagt der Nutanix-CEO dazu. Die Partner sollen dabei in der Lage sein, das komplette Portfolio von Nutanix anzubieten und so gemeinsam weiter zu wachsen. Für die Unterstützung der Partner hat das Unternehmen im vergangenen Jahr Ingram Micro als dritten Distributor neben Tech Data und TIM an Bord genommen.

„Gleichzeitig sind strategische Partnerschaften weiterhin wichtig für uns”, ergänzt der Manager. Er nennt dabei neben den OEM-Partnern und den Public-Cloud-Providern auf der Ökosystem-Ebene Citrix für VDI-Lösungen und Red Hat für den SaaS-Stack und auch Kubernetes.

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