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Studie von Actuate Argumente für und gegen Open Source

Redakteur: Katrin Hofmann

Mehr als die Hälfte der deutschen Firmen nutzt Open-Source-Lösungen, lautet das Ergebnis einer Studie des Business-Intelligence-Anbieters Actuate. Aus Sicht der Befragten überwiegen die Vorteile, doch sprechen durchaus Gründe für den Einsatz lizenzpflichtiger Produkte.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Knapp 60 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen laut der Studie »Business Intelligence and Reporting Tools« Open-Source-Produkte. Damit positioniert sich Deutschland vor Großbritannien, den USA und Kanada, wo nur rund die Hälfte (GB) beziehungsweise rund 38 Prozent (Nordamerika) auf lizenzfreie Software setzen. Für rund 62 Prozent der deutschen Studienteilnehmer überwiegen die Vorteile von Open-Source-Software. Als Hauptargument für den Einsatz bezeichnen 83 Prozent nicht anfallende Lizenzgebühren. Daneben sind die Flexibilität oder der offene Zugang zu den Quellcodes wichtig. Die Unabhängigkeit von kommerziellen Anbietern spielt für rund 63 Prozent eine große Rolle bei der Entscheidung für Open Source.

Die weitreichende Akzeptanz von Open Source mag die Argumentation für kostenpflichtige Contentmanagement- oder Betriebssysteme erschweren, dennoch gibt es Gründe dagegen, die als Argumentationsmaterial beim Verkauf kostenpflichtiger Software dienen können. Vor allem die Zukunftssicherheit wird als Hindernis gesehen: 55 Prozent der Entscheidungsträger fürchten Mängel beim langfristigen Support und der Wartung. Die nächstgenannte Barriere mit 48 Prozent der Nennungen sind mögliche Inkompatibilitäten mit existierenden Infrastrukturen und Datenbeständen. Auch die fehlende Haftungsfreistellung bei Klagen Dritter wegen Verstößen gegen Urheberrechte wird als wesentliches Hindernis genannt. 43 Prozent verfügen zudem nach eigener Einschätzung in ihrer Firma nicht über genügend Open-Source-Know-how.

Die Studie wurde vom BI-Spezialisten Actuate unter 600 Teilnehmern in Deutschland, Großbritannien, den USA und Kanada durchgeführt. In Deutschland wurden 100 Firmenvertreter befragt.

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