Automatisierung per Low-Code-Plattform Appian will den Community-Booster

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Inwieweit mit der Low-Code-basierten Automatisierungsplattform von Appian anstehende Probleme gelöst werden können, konnten Entwickler bislang mit einer Trial-Version antesten. Eine neue Community-Version bietet da weitaus mehr Möglichkeiten.

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Die Kästen, Pfeile, Rauten, die Prozessmodelle abbilden, wurden vor etwas mehr als 10 Jahren als Business Process Model and Notation (BPMN) normiert.
Die Kästen, Pfeile, Rauten, die Prozessmodelle abbilden, wurden vor etwas mehr als 10 Jahren als Business Process Model and Notation (BPMN) normiert.
(Bild: beermedia - stock.adobe.com)

Bisher gab es lediglich eine kostenfreie, zweiwöchige Trial-Version der Appian-Low-Code-Plattform zum Reinschnuppern. Seit kurzem ist die Appian Community Edition zum Reinfuchsen am Start. Obendrauf gibt es Schulungsressourcen und Zugang zu Diskussionsforen der Community. Die Version verfügt über fast alle Produktfunktionen und Verwaltungsmöglichkeiten, darf aber nicht in einer Produktivumgebung verwendet werden und ist auf 15 aktive Nutzer limitiert.

Das war eine der Entwicklungen, die das Unternehmen auf der virtuellen „Appian Europe“ verkündet hat. Auf seiner Keynote lotete CEO Matt Calkins die Möglichkeiten von Process Mining aus, die sich durch die Akquisition von Lana Labs für die Appian-Plattform ergeben. Darüber hinaus verwies Calkins auch auf die Bedeutung der Appian Community, die das Unternehmen bestmöglich fördern will. Zudem steht das Thema „Anpassungsfähigkeit“ von Enterprise-Technologien im Fokus.

Channel-Geschäft

Dirk Pohla, Managing Director DACH, Appian
Dirk Pohla, Managing Director DACH, Appian
(Bild: Appian)

„Unser Ziel ist es, Arbeitsabläufe in Unternehmen so weit wie möglich zu vereinfachen. Dies lässt sich dadurch realisieren, dass wir Mitarbeiter-Ressourcen sowie digitale wie physische Dienstleistungen und Daten verknüpfen“, so Dirk Pohla, Managing Director DACH, Appian. Gerade im Channel-Segment habe sich viel getan: „Wir konnten die Zahl der zertifizierten Appian-Partner in den vergangenen zwölf Monaten um 64 Prozent erhöhen“, so Pohla und verweist auf 150 anpassbare Lösungen, die gemeinsam angeboten werden an.

Umgang mit Daten

Eine neue Version der Low-Code-Automatisierungsplattform war ebenso Thema der Veranstaltung. Sie komme mit Neuerungen bei Low-Code-Data, umfassenden Automatisierungsfunktionen, Erstellung von Benutzeroberflächen sowie Anwendungsbereitstellung daher. Benutzer seien jetzt in der Lage, von überall auf die Daten zugreifen, ohne sie migrieren zu müssen. „Und auch Beziehungen zwischen verschiedenen Datenquellen können jetzt kombiniert, erweitert und visuell modelliert werden“, skizziert der Manager.

Digitale Infrastruktur managen

Im Paper „IT's changing mandate in an age of disruption“, das auf einer Umfrage basiert, die Appian unterstützt hat, wurden Entwicklungen in der Unternehmens-IT untersucht. Aus der Perspektive von Pohla belegen die Ergebnisse dieser Umfrage die aktuellen Unzulänglichkeiten der bestehenden IT-Systeme: „Die Daten zeigen, dass die IT einen erheblichen Nachholbedarf hat. Gleichzeitig nimmt die Kontrolle der IT über die digitale Infrastruktur ab.“ Da die Nachfrage der Unternehmen nach neuen Anwendungen jedoch ansteigt, verlagert sich immer mehr Arbeit in Abteilungen, die nicht zur IT-Entwicklung gehören, schlussfolgert der Appian-DACH-Chef. „Für uns sind die drei wichtigsten Bereiche, in denen Verbesserungsbedarf besteht, die Unterstützung von Remote-Arbeitenden, die Integration von Informationen und Arbeitsabläufen im Unternehmen sowie die schnelle Änderung von Systemen und Prozessen.“

Flexibler durch Low-Code-Anwendungen

Die Ergebnisse der Umfrage würden deutlich machen, dass Organisationen mehr von ihrer IT erwarten und IT-Abteilungen unter hohem Druck stehen. „Sie müssen schneller als bislang Lösungen bieten und bestehende Rückstände aufholen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig müssen sie Anwendungen, Prozesse und Workflows in einer Qualität liefern, die das Vorkrisen-Niveau übertrifft“, interpretiert Pohla. Der Firma Appian spielt das in die Hände, denn ihr Kredo lautet, dass mit Low-Code die IT-Abteilung flexibler agieren könne. „Sie kann damit die komplexen Anwendungen bereitstellen, die Unternehmen benötigen“, sagt Pohla.

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