Gegründet in den eigenen vier Wänden

Antauris ist fest im Rechenzentrum verankert

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Auch in der Wolke aktiv

Im März gaben die Hamburger bekannt, sich auf die Cloupia-Lösung von Cisco spezialisieren zu wollen. Die Firma Cloupia wurde von Cisco erst kürzlich übernommen. Das Unternehmen stellt in der Kombination mit seiner Lösung „Intelligent Automation for Cloud“ eine Erweiterung zur Orchestrierung umfassender Cloud-Infrastructure-as-a-Service-Umgebungen auf Basis des „Unified Computing System“ (UCS) dar. „Solche IT-Services sind eine grundlegende Voraussetzung für die Konfiguration eines hochflexiblen Cloud-Angebots“, findet Baumann. „Wir sind hier einer von zwei deutschen Authorized Technology Providern.“ Bereits seit längerem ist Antauris außerdem mit dem vCloud Director von VMware am Markt aktiv.

Doch wollen die Kunden alle so einfach in die Wolke? Nach Baumanns Erfahrung geht der Trend ganz klar zur hybriden Cloud sowie zu Managed-Cloud-Umgebungen. Derzeit arbeitet der IT-Dienstleister an einem Leuchtturmprojekt, bei dem es sich um ein Storage-on-Demand-Konzept, vergleichbar mit Amazon S3, handelt. Hier kommt beispielsweise die Cloupia-Lösung zum Tragen.

Zwar ist Antauris wolkenmäßig aktiv unterwegs, selber zum Hoster mit eigenem Rechenzentrum zu werden, steht allerdings für die Hamburger nicht zur Diskussion: „Diese Angebote bestehen aus unserer Sicht mittlerweile bereits flächendeckend“, so Baumann.

Mittelständische Kunden

Zu den Kunden des IT-Dienstleisters zählt der Mittelstand: Rund 40 Prozent gehört davon dem oberen Mittelstand mit 300 bis 1.000 Mitarbeitern an. Weitere 40 Prozent sind große Konzerne. Die restlichen 20 Prozent bestehen aus der öffentlichen Hand, also beispielsweise Gemeinden und Universitäten. Das ist teilweise den historischen Wurzeln von Antauris geschuldet, denn die ersten Kunden kamen aus Forschung und Lehre. Da diese oftmals technologisch vorne dabei sind, hielt auch der IT-Dienstleister bei den sich ständig ändernden Innovationen mit Schritt.

Zukunft

Auch künftig möchte Antauris weiterhin organisch wachsen. „Dieses schließt aber auch den zielgerichteten Zukauf von Unternehmen mit Spezialwissen nicht aus“, sagt Baumann. Für den Kunden will das Unternehmen als so genannter Trusted Adviser fungieren.

Herausforderung

Als eine Herausforderung sieht er dabei unter anderem auch das Auffangen des Fachkräftemangels. „Gerade öffentliche Stellen können bei dem Wettbewerb um Fachkräfte nicht mit großen Systemhäusern oder Herstellern konkurrieren. Gleichzeitig werden immer komplexere Systeme direkt in den Unternehmen eingesetzt, um die IT zu straffen und kostengünstiger zu gestalten. Für uns heißt das, dass wir den Kunden deutlich darstellen müssen, was wir machen und wie wir ihn bei seinen Problemen unterstützen können“, so der Geschäftsführer.

Sein Kollege aus der Geschäftsleitung, Erwin Leichter, hatte sich zudem zu Jahresanfang in einem Gespräch mit IT-BUSINESS ein allgemein stabiles Geschäftsfeld gewünscht: „Neben einer wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone und den politischen Rahmenbedingungen, die weitere Investitionen begünstigen, ist uns die Kundenzufriedenheit im Kontext unserer Leistungen sehr wichtig.“ □

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