OLED-Falter in zweiter Generation Angetestet: Lenovo Thinkpad X1 Fold (Gen2)

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Die erste Generation des Lenovo Thinkpad X1 Fold hatten wir schon 2021 im Hands-on-Test. Nun folgt der mit 16 Zoll deutlich größere und zudem stärkere Nachfolger. Wir klären, ob das faltbare Hybrid-Notebook damit praxistauglicher geworden ist.

Mit seinem faltbaren 16-Zoll-OLED-Display ist der Lenovo X1 Fold vielfältig nutzbar: Als großes Tablet, als kleiner All-in-One-PC, als Notebook mit oder ohne Bluetooth-Tastatur. Als Lesegerät für elektronische Bücher und vor allem Zeitschriften eignet sich der Lenovo-Foldable ebenfalls.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Mit seinem faltbaren 16-Zoll-OLED-Display ist der Lenovo X1 Fold vielfältig nutzbar: Als großes Tablet, als kleiner All-in-One-PC, als Notebook mit oder ohne Bluetooth-Tastatur. Als Lesegerät für elektronische Bücher und vor allem Zeitschriften eignet sich der Lenovo-Foldable ebenfalls.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Bislang haben sich nur wenige Hersteller an Windows-Tablets mit flexiblem OLED-Panel gewagt. Lenovo hat mit dem aktuellen Thinkpad X1 Fold bereits die zweite Generation eines solchen Geräts auf dem Markt und wir die Top-Ausstattung des flexiblen Thinkpads im Hands-on-Test. Das biegbare OLED-Panel mit 4:3-Seitenverhältnis misst bei der zweiten X1-Fold-Generation 16,3 Zoll in der Diagonale. Die Auflösung des bis zu 600 cd/m² hellen HDR-Displays beträgt nun 2.560 x 2.024 Pixel. Das Bild sieht mit leuchtenden Farben und tiefem Schwarz OLED-typisch hervorragend aus. Laut dem Hersteller deckt das Display den DCI-P3-Farbraum komplett ab.

Die Lenovo-Ingenieure haben für den 16-Zöller ein neues glockenförmiges Scharnier konstruiert, mit dem sich das Gerät nun ohne Spalt zusammenklappen lässt. So ist es bei der Nutzung als Tablet beim Transport dünner und das Panel auch besser geschützt. Allerdings passt das zusätzliche Bluetooth-Keyboard nun nicht mehr in das gefaltete Tablet, so wie beim Vorgänger, sondern bildet zusammen mit dem nun ebenfalls externen Klappständer eine magnetisch verbundene Einheit. Mit dem neuen Ständer steht das neue X1 Fold sicherer als die erste Generation und lässt sich vor allem besser im Porträt-Modus nutzen.

Hier zur Information der Hands-on-Test der ersten Generation den X1 Fold mit 13,3-Zoll-Display aus dem Jahr 2021:

Hat man wenig Platz, etwa im Zug oder Flugzeug, dann kann man das Tablet in ein kompaktes 12-Zoll-Notebook verwandeln. Dabei kann man entweder die Windows-Onscreen-Tastatur oder, für längere Texte, das Bluetooth-Keyboard nutzen, das dann auf die untere Hälfte des Keyboard gelegt wird und dort magnetisch haftet. Hier steht dann das halbe Display mit einer Auflösung von 2.024 x 1.240 Pixel zur Verfügung. Die Nutzbarkeit des Bluetooth-Keyboards mit dem Thinkpad-typischen Trackpoint profitiert von dessen größeren Abmessungen. Die beleuchteten Tasten sind groß und das Touchpad hat ebenfalls in der Diagonale zugelegt. Im Tastenfeld ist zudem ein Fingerprintreader für Windows Hello integriert. Etwas ungewohnt ist nur die vertauschte Anordnung von Strg- und Fn-Taste. Seitlich am Keyboard sitzt eine USB-C-Buchse, mit der es vom Tablet aus geladen werden kann. Ein passendes Kabel gehört zur Ausstattung. Zum Lieferumfang gehört mit dem Lenovo Precision Pen zudem noch ein aktiver Stift mit weicher Spitze. Er erkennt 4.096 Druckstufen und auch die Neigung. Das ist praktisch beim Zeichnen.

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Passiv gekühlter Alder-Lake-Prozessor

Deutlich zugelegt hat das neue Thinkpad X1 Fold nicht nur bei der Größe, sondern auch bei der Hardware. Unser Testgerät stellt dabei die Top-Konfiguration dar, mit einem Intel Core i7-1260U, 32 GB RAM und einer PCIe-Gen4-SSD mit einem TB Speicherplatz. Lenovo ruft für diese Modellvariante einen Preis von 5.139 Euro auf. Ergänzt wird die Ausstattung durch Wi-Fi 6E, ein LTE-Modul, eine 5-MP-Webcam mit Windows Hello und Präsenzerkennung sowie zwei Thunderbolt-5-Ports in den Gehäuserahmen aus Aluminium. Die Gehäusedeckel bestehen aus einem Gewebe aus Recyclingkunststoff.

Der Core-i7-Prozessor mit zwei P- und acht E-Cores sowie Iris-Xe-Grafik wird komplett passiv gekühlt. Das macht den Rechner zwar lautlos, wirkt sich aber negativ auf die Leistung aus, da die CPU unter Last gedrosselt läuft. Im Notebook-Modus mit „halbiertem“ Display erreicht das Gerät 3.978 Punkte, im All-in-One-Modus mit voller Auflösung sind es noch 2.879 Zähler. Damit ist das neue X1 Fold zwar deutlich schneller als sein kleinerer Vorgänger mit Lakefield-5-Core-Prozessor, aber etwa 20 Prozent langsamer als herkömmliche Notebooks mit ähnlicher Ausstattung. Die Akkulaufzeit des Thinkpad beträgt im Notebook-Modus knapp sechs Stunden und halbiert sich bei voller Auflösung.

Raffiniertes, aber sehr kostspieliges Foldable

Mit dem größeren 16,3-Zoll-OLED-Display und der stärkeren CPU ist das neue Lenovo Thinkpad X1 Fold auf jeden Fall praxistauglicher als die erste Generation des Windows-­Foldable. Allerdings erfordert das faszinierende Konzept immer noch Kompromisse bei Leistung und Akkulaufzeit. Zudem ist das Gerät mit 1,3 kg ohne und 1,95 kg mit Keyboard und Klapp­ständer kein Leichtgewicht. Sehr gewichtig ist ebenfalls der Preis: knapp 5.140 Euro, allerdings mit Top-Ausstattung.

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