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Partner bringen AWS neues Geschäft
AWS-Partner wiederum sehen eine Entlastung darin, dass sie sich bei ihren Kunden nicht mit dem Infrastruktur-Stack befassen müssen. „Ich kann Hardware nicht ausstehen“, bestätigt Sven Ramuschkat, Geschäftsführer von TecRacer aus Hannover. „Damit möchte ich nichts zu tun haben.“ Der IT-Profi kümmert sich lieber um die Systeme, die auf der AWS-Plattform laufen. Dazu gehört beispielsweise die Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker, die TecRacer in die Cloud gebracht hat.
Von solchen Experten wie der Direkt Gruppe, ITM oder TecRacer bräuchte Amazon freilich wesentlich mehr. Denn sie betreuen nicht nur Kunden, sie bringen dem Unternehmen auch nachweislich neues Geschäft. Nach einer internen Analyse wurden hierzulande zwei von drei AWS-Projekten, an denen ein Partner beteiligt war, auch durch diesen Partner akquiriert. „Der Channel ist ein wesentliches Element unserer Go-to-Market-Strategie“, resümiert Peter Prahl, Senior Alliance & Channel Lead bei AWS (siehe „Ergänzendes zum Thema“). Für Beratungs- ebenso wie für Technologiepartner sieht das AWS Advanced Partner Network (APN) unterschiedliche Programme vor, mit denen der Anbieter die verschiedenen Partnertypen auf spezifische Weise unterstützt.
Die Konkurrenz schläft allerdings nicht. Microsoft investiert massiv ins Cloud-Geschäft und wächst derzeit im IaaS-Markt schneller als Amazon, wenn auch von niedrigerer Basis aus. Der Software-Riese legte dort im zweiten Quartal um 164 Prozent zu. Sein Vorteil gegenüber AWS besteht im flächendeckenden Partnernetzwerk. Von den gut 30.000 Microsoft-Resellern in Deutschland vertreiben 2.400 bereits Cloud-Angebote. Dabei handelt es sich überwiegend um Office 365, also um die Mail- und Collaboration-Services des Herstellers. Die Cloud-Plattform Azure ist erst seit August dieses Jahres für Partner über das Open Licensing Program (OLP) verfügbar. Das Rennen um die Public Cloud ist eröffnet.
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