Im Geschäftsjahr 2009 Produktivität und Erträge gesteigert

Also Deutschland hat Umsatz und Margen erhöht

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Ab 2010 wird SAP ausgerollt

Beginnend mit diesem Jahr will der Also-Konzern schrittweise die IT-Plattformen in allen Gesellschaften auf SAP umstellen. Für die Töchter in Deutschland und der Schweiz ist der Wechsel zu SAP ab 2012 geplant. Die Federführung bei dieser Umstellung wird Also-Konzernleitungsmitglied Lucas Kuttler übernehmen, der im Juli 2009 zum COO berufen wurde. Kuttler kommt aus dem Mutterhaus, dem Schindler-Konzern, und hatte dort ebenfalls die SAP-Einführung betreut.

Preise rauf

Das Wachstum in verschiedenen IT-Segmenten, das Marktanalysten prognostizieren, werde sich jedoch wie schon in den vergangenen Jahren lediglich im bloßen Stückzahl-Wachstum erschöpfen. „Wertmäßig wird der Markt aber weiter schrumpfen, weil die Preise regelmäßig fallen“, kontert Weissmann. Mit diesem Problem kämpft die gesamte Distribution seit Jahren. 2009 zeigten sich hier erste Ansätze, es mit Preiserhöhungen zu versuchen – allen voran bei jenen HP-Produkten, für die der Hersteller seine Distributions-Backend-Boni gekürzt hatte. Laut Weissmann knicke die Distribution hier wieder ein.

„Man kann Mitarbeiter nicht in Stückzahlen bezahlen, sondern nur in barer Münze. Preisaggressivität ist das Dümmste, was wir jetzt machen könnten. Dem Kurzzeitgedächtnis mancher Distributoren scheint das entfallen zu sein“, machte Weissmann seinem Ärger Luft. Preisanpassungen nach oben sind seines Erachtens unumgänglich. „Wir haben selbst in den ganz schwierigen baltischen Ländern bewiesen, dass es möglich ist. Wer das nicht begreift, wird ein großes Problem bekommen“, warnte er.

Werthaltige Services sind Geld wert

Erneut mahnte Weissmann auch bei der diesjährigen Bilanzkonferenz an, die werthaltigen Services der Distribution getrennt auszuweisen und kostenpflichtig zu machen. „Die Distribution muss weitergehen beim Verursacherprinzip. Der Weg muss dahin gehen, Services und deren Kosten getrennt auszuweisen. Das ist ein Prozess, der von der Distribution in Angriff genommen werden muss.“

In diesem Punkt sind sich übrigens die Also-Chefs ganz mit dem Actebis-Peacock-Geschäftsführer Uwe Neumeier einig. Er fordert nämlich ebenfalls, für Mehrwerte der Distribution, die dem Partner in seinem Geschäft nachweislich und nachhaltig einen messbaren, transparenten Nutzen bringen, auch Geld zu verlangen. „Denn dann ist ein Service für den Partner wirklich wertvoll“, so Neumeier.

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