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Konzernergebnis wieder positiv
Hatte die GNT-Tochter in den vergangenen Jahren die Bilanz des Also-Gesamtkonzerns noch verhagelt, so wurde 2009 die Wende geschafft. Trotz der Sonderabschreibung des GNT Markennamens, der mit 14,6 Millionen Schweizer Franken vor Steuern zu Buche schlug, landete der Konzern 2009 mit einem Plus von 15 Millionen Schweizer Franken wieder in der Gewinnzone. Im Vorjahr stand an dieser Stelle noch ein Minus von 11,2 Millionen Schweizer Franken.
Wesentlich für dieses Ergebnis war vor allem die Erhöhung der Marge, die konzernübergreifend um nahezu 24 Basispunkte (0,24 Prozent) stieg, während die Betriebs- und Finanzkosten um 19 Millionen Schweizer Franken sanken. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 3 Prozent auf 24 Prozent, die Bilanzsumme reduzierte sich um 65 Millionen Schweizer Franken auf 812 Millionen Schweizer Franken.
Der Umsatz der Also-Töchter in Nord- und Osteuropa (ehemals GNT) sank im Vorjahresvergleich um 22 Prozent (währungsbereinigt um 18 Prozent) auf 1,343 Milliarden Schweizer Franken, bedingt vor allem durch die massiven Markt-Einbrüche im Baltikum. Allerdings schaffte es das Unternehmen auch in dieser Region den Vorsteuergewinn um 20 Prozent zu steigern. „Wir haben hier die Preise erhöht, was viele für undenkbar hielten, und gleichzeitig die Kosten gesenkt. Damit ist es uns in einem schrumpfenden Markt gelungen, ein besseres Ergebnis zu erzielen“, sagt Konzernchef Thomas Weissmann.
„Realistisch optimistisch für 2010“
Angesichts der teils horrenden Staatsverschuldungen und möglicherweise steigender Arbeitslosenzahlen zeigt sich Konzernchef Weissmann zwar wenig zuversichtlich, was die volkswirtschaftliche Entwicklung in Europa anbelangt. Allerdings gebe es konkrete Hinweise darauf, dass die IT-Industrie positiver entwickeln könnte. „Viele Firmen werden hier im zweiten Halbjahr wohl nicht um Erneuerungen herumkommen – auch wenn nicht alles ersetzt werden wird. Hinzu kommen Impulse, die sich aus der Migration auf Windows 7 ergeben“, so Weissmann. Im Consumer-Bereich erwartet er eine ähnliche Entwicklung wie 2009. Der Gesamtkonzern peilt daher für 2010 einen Umsatz auf Vorjahres-Niveau in Höhe von 4,5 Milliarden Schweizer Franken (umgerechnet etwas über 3 Milliarden Euro) an.
Weshalb Preiserhöhungen aus Sicht des Also-Managements unumgänglich sind und warum Mehrwert-Services künftig kostenpflichtig sein könnten, erfahren Sie auf der nächsten Seite.
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