Tragbare Medion-Rechner im Monatstakt beim Discounter Aldi bringt schon wieder ein 699-Euro-Notebook
Diesmal bundesweit stellt Aldi ab Donnerstag das Notebook Medion Akoya P6613 in die Regale. Erst vor einem Monat hatte Aldi Nord schon einmal einen tragbaren Rechner im Sortiment, ebenfalls für 699 Euro. Das aktuelle Modell basiert auf Intels Pentium Dual-Core T4200, der zwar bereits in einer Reihe von Notebooks verbaut wird, über den Intel aber bislang auf der eigenen Webseite nichts verrät.
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Ab dem 19. Februar bieten Aldi Nord und Süd das Medion Akoya P6613 an, das Hersteller Medion selbst unter der Bezeichnung Akoya MD 97440 führt. Das aktuelle Aldi-Notebook basiert auf dem Intel Pentium Dual Core T4200 mit 2,0 Gigahertz Prozessortakt und Nvidias Geforce G 105M mit 256 Megabyte GDDR3-RAM. Der Hauptspeicher ist mit 4 Gigabyte maximal bestückt, das vorinstallierte Windows Vista Home Premium (32 Bit) kann diesen aber nicht voll ausschöpfen. Wie bereits beim kürzlich vorgestellte Aldi-Desktop-PC (siehe Beitrag: Aldi-PC für 499 Euro setzt auf billige AMD-Komponenten) liefert der Discounter allerdings die 64-Bit-Variante mit, so dass Anwender bei Bedarf umsteigen können.
Das entspiegelte Display hat eine Diagonale von 16 Zoll und eine Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Als Speichermedium dient eine 320-Gigabyte-Festplatte von Western Digital und ein 8-Fach-Multiformat-DVD-Brenner. Dazu kommen ein Acht-Zellen-Lithium-Ionen-Akku, zahlreiche Anschlussmöglichkeiten, das Aldi-übliche Softwarepaket, eine Notebook-Tasche sowie eine USB-Maus. Soweit die Übersicht der Ausstattungsmerkmale.
Über die CPU ist derzeit noch nicht viel bekannt. Sie hat zwei Kerne, FSB800, aber nur ein Megabyte Cache für beide zusammen. Die Spekulationen über die Einordnung in Intels Produktrange umfassen sowohl eine Verwandtschaft zu Wolfdale (Desktop-CPU) als auch zu Merom (65-nm-Die). Laut diesem Forum ist es allerdings eine 45-nm-Penryn-Variante. Die Seite bietet auch erste Leistungsvergleiche für die T4200-CPU. Es könnte sich dabei um einen abgespeckten Prozessor P7350 handeln, der unter anderem weniger Cache und eine geringere Taktfrequenz bietet. Welchen Einschränkungen die CPU sonst noch unterliegt, ist derzeit nicht bekannt. Aber auch andere bekannte Hersteller haben bereits T4200-Notebooks im Angebot oder gerade angekündigt, darunter:
- HP mit dem HP Pavilion dv5-1250eg (15,4 Zoll, 4 GB RAM, 320 MB HD, Geforce 9600M, Windows Vista Home Premium , 789 Euro) sowie mit dem Compaq Presario CQ70-256 (17 Zoll, 2 GB RAM, 250 GB HD, Intel X4500HD, Windows Vista Home Premium, 575 Euro)
- Acer hat das Acer Extensa 5630EZ-422G25 angekündigt (15,4 Zoll, 2 GB RAM, 250 GB HD, Intel GMA X4500HD mit 128 MB Shared Memory sowie Windows Vista Business und XP Professional, 550 Euro)
- Wortmann TERRA 1744 (17 Zoll entspiegelt, 4 GB RAM, 320 GB HD, SIS M672 bis 256 MB Shared Memory sowie Windows Vista Business und XP Professional, 780 Euro)
- Belinea o.book 1700 VHB (17,1 Zoll, 3 GB RAM, 320 GB HD, NVIDIA GeForce 9300M GS mit 256MB, Windows Home Vista Premium, 739 Euro)
- Dell mit dem Studio 15 Laptop (N0253502) (15,4 Zoll, 2 GB RAM, 160 GB HD, ATI Radeon HD 3450 mit 256 MB, Windows Vista Home Premium, 678 Euro).
Die angegebenen Preise beziehen sich auf sofort verfügbare Angebote gängiger Online-Shops.
Aktualisierte Grafik
Die Grafik gehört zu den jüngsten drei Mobility-Kreationen von Nvidia, wobei die von Medion verwendete Geforce G 105M die schwächste ist. Mit 64 Bit Speicheranbindung und nur acht Stream Prozessoren, die die Pixel- und Vertex-Shader abgelöst haben, sind mehr als die verbauten 256 Megabyte RAM auch kaum sinnvoll. Dank eines internen Taktes von 1,6 Gigahertz und der Verwendung von GDDR3-Speicher macht die Grafiklösung zwar erheblich Geschwindigkeit gut, das geht allerdings auf Kosten des Stromverbrauchs. Zusammen mit dem ebenfalls nicht gerade sparsamen Display saugt das Notebook so viel Power, dass der Akku – trotz der werbewirksamen acht Zellen – im Test von Computerbild nur wenig mehr als zwei Stunden durchhielt.
Das Modell Akoya P7610, das bei Aldi Nord im Januar erhältlich war, kostete gleich viel, zeigte aber deutlich Unterschiede in der Ausstattung: Der Bildschirm hatte eine Diagonale von 17 Zoll und eine Auflösung von 1.440 x 900 Pixel, unterstützt von der leistungsstärkeren Grafiklösung GeForce 9500M GS, die mit 512 Megabyte Speicher (allerdings nur GDDR2) ausgestattet war. Zudem war darin ein Blu-Ray-Laufwerk verbaut. Allerdings brachte es das Akoya P7610 nur auf drei Gigabyte RAM, und die CPU Intel Pentium Dual-Core T3400 mit 2,16 Gigahrtz ist im praktischen Einsatz langsamer als die T4200, die zwar nur auf 2,0 Gigahertz CPU-Takt kommt, aber bei der Busanbindung mit FSB800 die T3400 (FSB667) überflügelt.
Plus und Minus beim Vorgänger
Der direkte Vorgänger des jetzt angekündigten Notebooks, das Medion Akoya P6612, war bereits im vergangenen Oktober gelauncht worden. Für 100 Euro mehr gab es damals die leistungsstärkere Intel-CPU Centrino-2-Core-2-Duo P7350 mit 2,0 Gigahertz, 3 Megabyte L2-Cache und FSB1066 und die Grafik Geforce 9600M GS mit 256 Megabyte GDDR3, die inzwischen durch die leistungsstärkere Geforce G 130M im Markt abgelöst wurde. Statt einer Notebooktasche zählte ein DVB-T-Tuner für den Express-Card-Slot zum Lieferumfang, ansonsten war die Ausstattung mit dem jetzt angekündigten Notebook annähernd identisch.
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