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ISE 2019 Zbox Pro: Zotac stellt Embedded-PCs vor

Autor: Klaus Länger

Als Hersteller von Mini-PCs ist Zotac mit den Zbox-Modellen schon seit Jahren etabliert. Auf der ISE hat der Hersteller nun mit Zbox Pro eine Modellreihe für Embedded-PCs vorgestellt. Sie reicht vom winzigen Pico-Modell bis hin zum kompakten Core-i7-Rechner mit Nvidia-Quadro-Grafik.

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Zotac präsentierte die Zbox-Pro-Modelle erstmals auf der ISE in Amsterdam.
Zotac präsentierte die Zbox-Pro-Modelle erstmals auf der ISE in Amsterdam.
(Bild: Zotac)

Die Zbox-Modelle von Zotac wurden bisher oft als Digital-Signage-Player oder für andere Embedded-PC-Anwendungen genutzt. Nun hat der Hersteller mit Zbox Pro eine eigene Serie von dezidierten Embedded-Rechnern aus der Taufe gehoben, die speziell für diese Aufgabe optimiert wurden. Sie basieren zwar auf bisherigen Modellen, unterscheiden sich aber von diesen durch ausgewählte Komponenten für den Dauerbetrieb unter härteren Umweltbedingungen, Industrie-Gehäuse, angepasste Schnittstellen und die Langzeit-Verfügbarkeit der Hardware. Als Einsatzgebiete nennt der Hersteller neben Digital Signage beispielsweise CAD- und CAM-Engineering, Casino Gaming, das Medizin- und Gesundheitswesen, die Nutzung als IoT-Gateways, bei Deep Learning, sowie für Robotik und industrielle Steuerung.

Zbox Pro Nano und Pico

Die Zbox-Pro-Modelle CI329 Nano, CI330 Nano und CI335 Pico sind sehr kleine Embedded-PCs mit Celeron-N-Prozessoren aus der Braswell-Familie und passiver Kühlung über ein geripptes Aluminium-Gehäuse. Wirklich winzig ist der CI335 Pico mit Abmessungen von 115 x 76 x 26,7 mm. Er ist mit einem Celeron N4100, 4GB RAM und 64 GB eMMC-Flash ausgestattet. Eine Erweiterung des internen Speichers ist hier nicht möglich. Dafür verfügt der der CI335 Pico über HDMI und DisplayPort als Grafikschnittstellen, Gbit-LAN, AC-WLAN und Bluetooth für die Kommunikation sowie drei USB-3.0-Ports für Peripheriegeräte. Laut Hersteller kommt der kleine Rechner unter Last mit weniger als 10 Watt aus.

Die etwas größeren Nano-Modelle können mit einer 2,5-Zoll-SSD oder HDD sowie einer M.2-2242 oder 2260-SSD mit PCIe-Interface bestückt werden. Der CI329 Nano bietet neben HDMI und DisplayPort noch einen VGA-Anschluss, zwei Ethernet-Ports und einen RS-232-Anschluss als serielle Schnittstelle. Der CI330 Nano wartet mit zwei HDMI-Ausgängen sowie VGA auf.

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Zbox Pro QK: Core-Prozessor und Quadro-GPU

Die größeren Modelle QK5P1000 und QK7P3000 sind für anspruchsvollere Aufgaben ausgelegt als die Celeron-N-Modelle. Die flache Zbox Pro QK5P1000 ist mit dem Dual-Core-Prozessor Core i5-7300U sowie einer Nvidia Quadro-P1000-GPU mit vier GB VRAM bestückt. Beim höheren QK7P3000 sitzt als CPU der Quadcore-Prozessor Core i7-7700T auf dem Mainboard. Als GPU dient hier eine Quadro P3000 mit sechs GB VRAM. Beide Rechner unterstützen bis zu 32 GB RAM, ein 2,5-Zoll-Laufwerk und bieten vier HDMI-2.0-Anschlüsse. Als NVMe-SSD lässt sich im QK5P1000 nur eine kurze M.2-2242-Karte unterbringen, der QK7P3000 kann auch mit einer gängigeren M.2-2280-SSD bestückt werden. Beide Modelle sind mit AC-WLAN und Bluetooth ausgerüstet und bieten zwei GbE-Ports sowie eine RS-232-Schnittstelle. Der QK7P3000 ist zudem mit einer Hardware-EDID-Emulation für Digital-Signage-Anwendungen ausgestattet.

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 Klaus Länger

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