Auch 2023 werden weitere Wellen wirtschaftlicher, politischer und sozialer Umbrüche sich gegenseitig aufschaukeln und Unternehmen auf der ganzen Welt herausfordern. IDC prognostiziert die wichtigsten Entwicklungen der Technologie-Branche für die kommenden Jahre.
IDC FutureScape sieht As-a-Service-Produkte und -Prozesse sowie Tech-by-Wire als zwei der wichtigsten Entwicklungen der Technologiebranche in den kommenden zwei bis drei Jahren
(Bild: Rainer Fuhrmann - stock.adobe.com)
Auch 2023 werden weitere Wellen wirtschaftlicher, politischer und sozialer Umbrüche sich gegenseitig aufschaukeln und Unternehmen auf der ganzen Welt herausfordern. Sie werden ihre Businesspläne durchkreuzen und ihre Anpassungsfähigkeit auf eine harte, teilweise existenzbedrohende Probe stellen. Führungskräfte können diesem Disruptionssturm trotzen, indem sie ihre Organisationen in widerstandsfähige digitale Unternehmen verwandeln, deren Wertschöpfung auf dem effektiven Einsatz sich schnell entwickelnder und innovativer Technologien beruht.
„Für den monetär erfolgreichen Technologieeinsatz müssen IT- und Business-Führungskräfte die digitale Transformation vollenden und ihre Organisation auf ‚digital first‘ ausrichten“, sagt Rick Villars, Group Vice President Worldwide Research bei IDC. „Die IT- und Kommunikationsbranche wird sich selbst am stärksten durch die Einführung von As-a-Service-Modellen bei Betrieb und Bereitstellung wandeln. Sie muss sich auf radikale Anpassungen ihrer Wertschöpfungsketten und Ecosysteme einstellen und erkennen, dass ihre Hauptaufgabe darin besteht, CIOs und deren Unternehmen bei der Nutzung, Management, Austausch und Wertsteigerung von Daten zu unterstützen.“
Die FutureScape-2023-Studie von IDC konzentriert sich auf die externen Faktoren, die die weltweiten Business-Ecosysteme in den nächsten 12 bis 24 Monaten beeinflussen werden. Dazu zählen auch die Technologien, die IT- und Technologie-Teams herausarbeiten, entwickeln und beherrschen müssen, um in der digitalen Welt erfolgreich zu sein.
Ein detaillierter Blick in die Top 10 der weltweiten Prognosen für die IT-Branche von IDC:
1. Wachsende As-a-Service-Prozesse und smarte Produkte
IDC geht davon aus, dass sich die Anzahl der Technologieunternehmen unter den G500-Unternehmen in den nächsten fünf Jahren verdoppeln wird. Das wachsende Bestreben, digital optimierte physische und virtuelle Produkte mit As-a-Service-Aspekten wie eine verbesserte Kundenerfahrung und intelligente Prozessautomatisierung zu ergänzen, wird zukünftige IT-Budgets prägen.
2. As-a-Service-Business-Modelle werden das Wachstum von Tech-by-Wire ankurbeln
Eine der auffälligsten Entwicklungen in der IT-Branche in den nächsten Jahren wird die zunehmende Bereitstellung von vernetzten Technologien (englisch: Tech-by-Wire) sein. Dazu zählen gekapselte Container-Systeme, softwaredefinierte Funktionen, KI-gestützte cloudbasierte Steuerungssysteme und eine datengesteuerte Entscheidungsfindung. Auch wenn Kostengründe die Einführung von Tech-by-Wire vorantreiben werden, stehen Vorteile wie bessere digitale Resilienz, schnellerer Zugang zu diversen innovativen Technologien, Systemvereinfachung und das Aufholen eines technischen Rückstands im Fokus.
3. Der Fachkräftemangel wird den Effekt von IT-Investitionen begrenzen
Viele Unternehmen werden damit kämpfen, Fachkräfte mit den passenden Kenntnissen zu finden und zu halten. Das erhöht den Druck auf die vorhandene Belegschaft, mit den Anforderungen des digitalen Business Schritt zu halten. Unternehmen und IT-Dienstleister müssen in die Weiterentwicklung von technischen, kollaborativen und kognitiven Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter investieren.
„Geschäfts-, Lern- und Technologiestrategie müssen perfekt abgestimmt sein, um die aktuellen Schwierigkeiten bei der Fachkräftesuche für das digitale Geschäft zu überwinden“, so Villars.
4. Digitale Souveränität wird sich auf Personal, Budgets und Betriebsabläufe auswirken
Cloud- und As-a-Service-Angebote sind die Basis für Entwicklungen zur digitalen Souveränität. Sicherheitsaspekte und Hosting-Vorgaben werden aber dazu führen, dass einige IaaS/PaaS-Workloads an lokale Cloud-Anbieter vergeben werden, während hohe Stabilitätsanforderungen eher zu größerem Interesse an globalen Cloud-Playern (eventuell mit lokalen Partnern) führen werden.
5. Das starke XaaS-Kostenwachstum wird den Nutzen stärker hinterfragen
Während viele Unternehmen stark auf die Kosten schauen, übersehen sie die wichtigsten Vorteile von Cloud-Diensten: die Senkungen signifikanter, dauerhafter Belastungen und der viel schnellere Zugriff auf innovative Technologien. Effizienzbemühungen müssen darauf zielen, welche gewünschten operativen und innovativen Vorteile die Dienste erbringen.
6. Dienstleister werden Fachwissen besser anbieten können
Mit dem Shift zu stärker standardisierten, einfach zu steuernden XaaS-Angeboten sowie intensiverem KI- und Automatisierungseinsatz werden Anbieter von Security-, Daten- und industriespezifischen Experten- und Prozesswissen ihre Kosten für den Einsatz von hochqualifizierten Experten einfacher und besser auf mehrere Kunden verteilen können.
7. Technologie-Lieferketten bleiben ein kritisches Thema
IDC erwartet, dass 2025 einige vielbeachtete Einführungen digitaler Produkte wegen globaler oder lokaler Chip- oder Code-Lieferkettenengpässe deutlich verzögert werden. Zur Vermeidung werden Führungskräfte das Controlling ihrer Cloudanbieter intensiveren, in Lieferketten-Intelligenz investieren und Multisourcing-Strategien verfolgen.
Stand: 08.12.2025
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„Das Vertrauen in die eigene Technologie-Lieferkette wird nicht nur ein Thema für CIOs sein – Technologie muss zum Hauptanliegen der Digital Business C-Suite werden“, fügt Villars hinzu.
8. Die Transformation zu zentral gesteuerten Systemen wird nicht leicht sein
In den nächsten Jahren stehen IT-Teams vor schwierigen Aufgaben: Sie müssen grundlegende Steuerungssysteme zu wenigen Standardplattformen konsolidieren und dafür ein Control-Plane-Design entwickeln und perfektionieren. IDC erwartet, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen, die auf Tech-by-Wire setzen, mit einer Vielzahl isolierter Steuerungssysteme zu kämpfen haben werden.
9. Vertrauen in Automatisierung ist der Schlüssel zum Erfolg
Dort, wo Automatisierung eine wichtige Rolle spielt, muss Vertrauen aufgebaut werden. Automatisierungsinitiativen müssen dafür stärker auf das dynamische Verhalten von Menschen und dem Unternehmen achten. Auch wenn die Risiken wegen mangelnden Vertrauens gering erscheinen, sind die Auswirkungen auf die Markenwahrnehmung und einem erneuten Vertrauensaufbau doch erheblich.
10. Maschinelle Bildverarbeitung wird enorm verbesserte Erlebnisse in der realen Welt erzielen
Die Unternehmen, die sich als Vorreiter in maschineller Bildverarbeitung in digital optimierten Arbeits-, Games- und Gesundheitbereichen etablieren, werden langfristig die Kundenbindung stärken sowie ihre Geschäftsergebnisse mithilfe intelligenter Datennutzung optimieren.