Energie-Effizienz und USVs: Eisige Zeiten für Stromfresser Wie sich der Energieverbrauch effizient drosseln lässt

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Strom sparen heißt Geld sparen. Wer „Green IT“ nicht mehr hören mag, der kann für sich und seine Kunden aus einer Menge sinnvoller Alternativen wählen, wie er den Energieverbrauch nachhaltig reduzieren kann – ohne gleich als weltfremder Alt-Hippie dazustehen.

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Selten war Energie-Effizienz so einfach: Grünes Logo herunterladen, auf die eigene Webseite stellen – fertig! Mit dem Logo, so der Internet Service Provider (ISP) 1&1, können Kunden den Besuchern auf ihrer Webseite zeigen, „dass ihnen der Umweltschutz wichtig ist.“ Das speziell für 1&1-Kunden konzipierte Logo gibt es kostenlos. Der ISP setzt nach eigenen Angaben in allen Rechenzentren auf grünen Strom und spart so circa 30.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

Eine schöne Idee und eine einfache Umsetzung – nur was nützt es, sich für das wohlgemeint e Engagement anderer zu verdingen? Eine weitaus größere und nachhaltige Wirkung erzielt, wer auf dem Gebiet Energie-Effizienz selbst Konzepte vorlegt oder gar diese in die Tat umsetzt. Für Reseller, Systemhäuser und Dienstleister bieten sich viele Möglichkeiten, „grüne“ Konzepte bei den Kunden umzusetzen. Dabei geht es vor allem darum, den Geldbeutel der Kunden langfristig zu schonen, ohne von der angeblich grünen IT reden zu müssen. Das Angebot reicht von simplen Alltagslösungen über Security-Konzepte (s. Kasten: Spam heißt Strom) und die Konzeption sicherer Stromzufuhr mittels USVs (Unterbrechungsfreien Stromversorgungen) bis hin zur Planung von Rechenzentren und der Ausgestaltung der Netzwerk-Peripherie.

Stromspar-Basics

Nach einer Einschätzung der U.S. Environmental Protection Agency (EPA) lassen sich bis zu 75 US-Dollar pro Computer und Jahr an Stromkosten einsparen, wenn man die einfachste Methode anwendet: abschalten. Unternehmen, die noch CRT-Monitore einsetzen, sollten alsbald auf die deutlich sparsameren TFTs wechseln. Beim Austausch der Geräte sollten diese an den Hersteller zurückgegeben werden. Die europäische Richtlinie WEEE (Waste Electrical and Electronic Equipment) verpflichtet die Hersteller, ihre Produkte zur Entsorgung zurückzunehmen. Das spart zwar nicht direkt Geld, die Rücksendung ist aber zumindest kostenfrei – gutes Gewissen inklusive.

Die Einrichtung von Video-Technologien oder Audio-Konferenzen für Trainings, Präsentationen oder Team-Aktivitäten spart ebenso Reisekosten wie CO2-Emissionen. Auf der Cisco-Website erläutert beispielsweise ein Webex-Anwender, dass sein Unternehmen dadurch fünf bis acht Geschäftsreisen täglich einspare, was einem Gegenwert von 3.000 bis 5.000 US-Dollar pro Tag allein für die Flugtickets entspreche.

Wie Sie im Rechenzentrum auf einfache Weise Strom sparen können, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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