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ITB: Wie sieht das Abrechnungsmodell beim Partner-Hosted-Modell aus?
Nern: Abgerechnet wird pro Nutzungseinheit: Der Hosting-Partner erstellt einen Report, der aufzeigt, auf welche Applikationen der Endanwender in welchem Umfang zugreift. Diesen Report schickt der Partner dann an den Distributor, der wiederum eine darauf basierende, nutzungsorientierte Rechnung erstellt. Diese Kosten stellt der Partner, ergänzt um die Gebühren für seine zusätzlich erbrachten Services, dem Endkunden in Rechnung. Zusatzservices können sein: eigene Applikationen, die Verwaltung der gesamten Hardware, Service-Level-Agreements, telefonische Hotline.
Ramacher: ADN meldet dann gebündelt die Reports aller Service-Provider monatlich an Microsoft. Die Gebühren dafür werden uns dann von Microsoft in Rechnung gestellt.
ITB: Gibt es Tools, die dem Hosting-Partner das Reporting für diese Abrechnung erleichtern?
Ramacher: Es gibt zahlreiche Billing-Systeme, zum Beispiel von Visionapp oder von Spyder, die auch genau analysieren, wer wann auf die Applikationen zugreift. Durch Log-Files lässt sich das Nutzungsverhalten der Anwendungen sehr genau analysieren. Auch Packeteer bietet dazu ein Reporting-Tool, das außerdem Zugriffszeiten und Auslastungen registriert.
Nern: Für größere Szenarien gibt es zudem die Microsoft-Lösung HMC – Hosted Managing Collaboration – mit zentraler Management-Software. Sie erlaubt den Aufbau einer zentralen Verwaltungsplattform. Darüber hinaus beinhaltet diese Lösung auch ein Provisions-System für Partner.
ITB: Wenn der Hosting-Partner seinen Kunden Microsoft-Anwendungen, beispielsweise Exchange, zur Verfügung stellt, die auf einem virtuellen Server gehostet werden: Kann er dann das jüngste Lizenz-Modell von Microsoft nutzen, das diese Anwendungen nicht mehr pro Lizenz, sondern pro virtuellen Server abrechnet?
Nern: Der Server, über den der Hoster seinem Kunden beispielsweise Exchange zur Verfügung stellt, kann entweder pro User oder pro Prozessor aufgesetzt werden. Wenn ein ISV-Partner heute 150 Endanwender bedient und morgen 200, dafür aber nur einen Server benötigt, dann führt der Hoster tatsächlich nur die Gebühr für eine Server-Lizenz an Microsoft ab. Deshalb sprechen wir im Zusammenhang mit Hosting häufig über Anwendungen, die auf Shared-Systemen laufen. Das heißt, dass mehrere Endkunden auf einen Server zugreifen.
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