Microsofts Partner-Hosted-Modell

Wie man zum SaaS-Reseller wird

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ITB: Das Partner-Hosted-Modell setzt voraus, dass der Reseller die Hosting-Infrastruktur selbst aufbaut. Das bedeutet eine riesige Investition und damit eine große Hürde ...

Ramacher: ... Die Investitionen in ein Hosting-Data-Center können durchaus beträchtlich sein. Das gilt vor allem dann, wenn man als Hoster für viele Endkunden SaaS anbieten will. Es wird dabei allerdings übersehen, dass ein SaaS-Partner ganz individuell auch seine eigene Hardware bei seinem Endkunden vor Ort aufbauen, warten und SaaS zur Verfügung stellen kann. So gesehen lässt sich die Hürde für den Einstieg ins Hosting für einen Value Added Reseller oder Provider wesentlich senken – im Vergleich zu einem Provider, der ein zentrales Hosting-Datacenter realisieren möchte.

ITB: Wo auch immer die Infrastruktur steht – die Investition muss der Partner trotzdem leisten. Er braucht Hochverfügbarkeit, redundante Systeme et cetera. Wie soll das ein mittelständischer Reseller stemmen?

Ramacher: Der Service-Provider muss in eine Data-Center-Infrastruktur fürs Cloud Computing investieren, ebenso wie in das Know-how zum Aufbau und Betrieb performanter und sicherer Leistungen der Anwendungsbereitstellung für Endkunden. Wir unterstützen Service Provider dabei, dass die notwendigen Investitionen beherrschbar bleiben und zu einem schnellen Return on Investment führen.

ITB: Wie sieht diese Unterstützung konkret aus?

Ramacher: Es gibt beispielsweise im IT-Zeitalter der Server-, Storage-, Desktop- und Applikations-Virtualisierung bei ADN innovative, standardisierbare Hosting-Plattformen, die den Erfordernissen eines Service-Providers entsprechen. Für die Anforderung einer Hochverfügbarkeit von Anwendungen bieten wir eine 99,9-prozentige Hochverfügbarkeitslösung des Herstellers Marathon an. Diese Lösung macht hohe Investitionen für geclusterte Systeme überflüssig. Und auch für das Bandbreiten-Management gibt es hervorragende Lösungen, die die definierten Service-Level-Agreements sicherstellen. Hier können wir sowohl mit leistungsstarken, innovativen IT-Technologien, als auch mit Integrationswissen helfen, optimale Hosting-Infratrukturen zu schaffen.

ITB: Wo liegen die Vorteile für Independend Software Vendors, die ISVs?

Ramacher: Gerade ISVs können die Nutzung ihrer ERP-, CRM-, ECM- und sonstiger Software als Customizing-Mietlizenz anbieten und dabei ihre individuelle Lösung für den Kunden mit den Microsoft-Software-Mietlizenzen komplettieren. Der Endkunde hat einen Ansprechpartner, den ISV, der ihm die zentralen Softwarelösungen für den Arbeitsalltag auf Mietbasis zur Verfügung stellt.

ITB: Inwiefern profitieren reine Systemintegratoren vom SaaS-Modell?

Nern: Sie können unter anderem Support-Services anbieten sowie die Anpassungen von Anwendungen. Falls der Endkunde einen hybriden Ansatz aus lokal installierter Software und Web-basierten Diensten nutzt, wird sich der Integrator auch um die Zusammenführung beider Welten kümmern. Und selbstverständlich um die klassische Systemintegration – die Einführung der Systeme.

Wie die Abrechnungsmodelle beim Partner-Hosted-Modell für Reseller konkret aussehen, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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