EMC-Forum 2011 in Frankfurt

Wie EMC Big Data und Cloud unter einen Hut bringen will

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IT als Self-Service für Anwender: Anspruch...

„Der sich abzeichnende Trend, dass in den Firmen zunehmend klassische Betriebswirtschaftler und nicht die IT-Techies das IT-Ruder übernehmen, wird anhalten“, zeigt sich Chuck Hollis, Chef-Technologe und Vice President Marketing bei EMC, überzeugt. Damit wandle sich aber auch die Rolle der IT grundlegend: „Am Ende wird jeder Mitarbeiter über einen Tablet-PC auf alle von ihm benötigen Services, Applikationen, Daten et cetera zugreifen. Und die IT wird diese Dienste als Self-Service-Katalog auf einer standardisierten Plattform bereitstellen müssen– unabhängig davon, ob die Services aus der private, public oder hybrid Cloud bezogen werden“, so Hollis. Fundament dieser Plattformen werden integrierte Lösungs-Stacks, beispielsweise die vBlocks sein, deren Security-Stack kürzlich um die RSA-Lösung Archer eGRC ergänzt wurde.

...und Wirklichkeit aus Sicht von Computacenter

Nach Ansicht von Oliver Tuszik, Vorstands-Chef von Comptacenter, einem zertifzierten VCE-Partner, ist das von Chuck Hollis skizzierte Szenario keineswegs nur Zukunftsmusik: „Die Cloud ist Realität. Wir verkaufen Cloud-Lösungen heute schon wie warme Semmel“, sagte er in seiner Keynote – und löste an dieser Stelle im Publikum doch vielfach kräftiges Stirnrunzeln aus. „Es gibt inzwischen kein Beratungsprojekt, bei dem Cloud kein Thema ist“, legte Tuszik nach. Kunden investierten vor allem in die Cloud, um Standardaktivitäten auszulagern und damit mehr Ressourcen für die Verbesserung von Geschäftsabläufen freizuschaufeln. Darin ist er sich mit den Einschätzung der EMC-Manager einig: Immerhin stecken CIOs laut Studien von EMC zufolge rund drei Viertel ihres Budgets in den Betrieb bestehender Infrastrukturen und Anwendungen. Lediglich ein Viertel der Investitionen fließe in die Weiterentwicklung und in strategische Projekte. „Unser Ziel ist es, dieses Verhältnis auf 40:60 zu drehen“, erklärte EMC-President und CEO Joe Tucci.

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Was Endkunden mit dem Begriff Cloud verbinden, sind laut Computacenter-Chef Tuszik ganz handfeste Dinge: 1. Pay-per-Use-Modelle, 2. die Variable Nutzung von Ressourcen, 3. Skalierungseffekte, 4. Orts- und zeitunabhängiger Zugriff auf die IT, 5. Transparenz und Steuerbarkeit sowie 6. Flexibilisierung durch Standards. Allerdings: "Die Standards sind aktuell eher ein Versprechen der Hersteller als Realität“, monierte der Computacenter-Chef. Darin liege jedoch gleichzeitig „ein Riesenmarkt“ für Vertriebspartner: „Es gibt keine Cloud aus der Box, die per Plug and Play funktioniert, da können die Hersteller sagen, was sie wollen. Hier sind das Know-how, die Beratungskompetenz und die Services der Partner gefragt.“

Tipps für die Partner

Systemhäusern, die bei ihren Kunden Cloud-Projekte umsetzen wollen, gab der Computacenter-Chef Tuszik drei Empfehlungen mit auf den Weg:

„1. Prüfen Sie den Cloud-Reifegrad des Kunden: „Dieser Reifegrad ist keine technische Größe, sondern eine Frage der innerbetrieblichen Prozesse“, so Tuszik. Es geht dabei vor allem darum, zu definieren, welche Rollen und Aufgaben die bislang jeweils für Netzwerk, Storage, Server, Security, Datenbanken et cetera Verantwortlichen künftig übernehmen sollen.

2. Forcieren Sie den Umbau zum Service-Provider

3. Klären Sie Ihre eigenen Kernkompetenzen und kooperieren Sie mit anderen Partnern – der Markt ist groß genug“.

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