EMC-Forum 2011 in Frankfurt

Wie EMC Big Data und Cloud unter einen Hut bringen will

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  • 1. Drastisches Datenwachstum

Laut einer IDC-Studie werden 2011 weltweit rund 1,8 Zettabyte an Daten erstellt werden. Um diese Dimension etwas griffiger zu fassen, wären für deren Speicherung etwa 57 Milliarden iPads notwendig, meinte EMC-Sprecher Chuck Hollis in seiner Keynote. Also knapp zehn iPads für jeden Erdenbürger. 90 Prozent dieser Daten werden unstrukturiert sein, haben Statistiker errechnet. Und das hat Konsequenzen: „In diesen Dimensionen skalieren aktuelle Technologien und Methoden nicht“, behauptet Experton-Manager Zilch.

EMC antwortet auf dieses Problem mit der Dreier-Kombination aus Storage-Plattform VMAX, dem Online-Cloud-Storage-Service Atmos und dem Scale-out-NAS-System Isilon. Mit Isilon lasse sich die (lineare) Skalierbarkeit auf bis zu zwölf Petabyte Datenvolumen ausdehnen, verspricht der Hersteller.

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Die Mackevision Medien Design GmbH nutzt beispielsweise Isilon, um mit dem enormen Datenvolumen fertig zu werden, das unter anderem bei der Erstellung der Video-Animationsfilme anfiel, die die Grundlage des Web-Konfigurators von Mercedes Benz bilden. „Wartezeiten bei der Produktion der Videoframes sowie Einschränkungen bei der Performance, die in der Vergangenheit zu mancher Nachtschicht führten, gehören seitdem der Vergangenheit an“, erklärte Stefan Lubitz, Head of IT bei Mackevision.

EMC-Partner Teragate, ein Service Provider für Corporate WAN, setzt für seine Kunden auf den Cloud-Storage-Dienst Atmos, um beispielsweise für einen Kunden 1.500 Notebooks mit 65 Terabyte Quelldaten an acht Standorten zu sichern. „Wir konnten dieses Projekt binnen acht Wochen im laufenden Betrieb umsetzen, mit einer sicheren Netzwerkverbindung und Bandbreitengarantie“, berichtet Dieter Eitel, Senior Product Manager bei Teragate.

  • 2. Höheres Tempo für die Analysen

„Wo früher monatliche Reports eine Woche nach Monatsabschluss ausreichten, geht heute der Trend zu Millisekunden beziehungsweise Echtzeitanalysen“, berichtet Experton-Analyst Andreas Zilch.

Um diese Geschwindigkeit bei der Analyse jeglicher Art von Daten zu gewährleisten, hat sich EMC die Technologien von Greenplum und Hadoop einverleibt. Greenplum ermöglicht ein sehr schnelles Laden und Analysieren strukturierter und unstrukturierter Daten. Hadoop stellt ein java-basiertes Framework für skalierbare, verteilt arbeitende Software zur Verfügung, das es Nutzern ermöglicht, sehr schnell komplexe Rechenprozesse mit Datenvolumen im Petabyte-Bereich durchzuführen.

  • 3. Überproportionales Datenwachstum durch soziale Netzwerke

Der Anteil an Daten, die aus sozialen Netzwerken heraus oder auch maschinell generiert werden, steigt künftig weiter an, so die Prognose des Marktforschungsinstituts Experton. Vermehrt setzen Unternehmen Internet-Crawler ein, die unzufriedene Kunden aufspüren sollen. Notwendige Produktinnovationen sollen so auch durch das Feedback vom Kunden initiiert werden. Das erfordert jedoch neue Analyse-Ansätze.

  • 4. Mehr und unterschiedlichere Nutzer

Obendrein erhöhe sich die Anzahl der direkten Nutzer von Datenanalysen, wobei sich sehr differenzierte Rollen herausbilden.

Für diese Aufgaben bringt EMC seine Documentum-xCP in Stellung. Damit lassen sich analysierte Daten in unterschiedliche Geschäftsprozesse einbinden.

Inwiefern EMCs Vorstellung von „IT als Self-Service“ bereits Realität oder eher Wunschdenken ist, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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