Das japanische Unternehmen Fujitsu ist einer der größten IT-Konzerne. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Implementierung innovativer Technologien spezialisiert, die die digitale Transformation erleichtern.
Die Zentrale von Fujitsu Technology Solutions in München.
(Bild: argum / Thomas Einberger)
Fujitsu ist ein japanisches Technologieunternehmen mit einer fast hundertjährigen Geschichte. Das Unternehmen wurde 1935 als Ableger der Kommunikationsabteilung von Fuji Electric Company gegründet. Ursprünglich trug es den Namen Fuji Telecommunications Equipment Manufacturing, bevor es 1967 offiziell in Fujitsu Limited umbenannt wurde.
Zum Ursprung des Namens:
Der Ursprung des Namens „Fuji“ hat eine spannende Geschichte: Fuji Electric war ein Joint Venture zwischen dem japanischen Unternehmen Furukawa Electric Company und dem deutschen Unternehmen Siemens. Der Name „Fuji“ wurde kreativ aus den Anfangssilben dieser Partner geschaffen – „Fu“ von Furukawa und „Ji“ von „Jimensu“ (der japanischen Aussprache von Siemens).
Nach einer kriegsbedingten Unterbrechung wurde 1952 die Zusammenarbeit mit Siemens wieder aufgenommen. 1967 wurde der Unternehmensname zu „Fujitsu“ verkürzt, wobei sich dieser Name aus drei Elementen zusammensetzt: „Fu“ (Furukawa), „ji“ (Siemens) und „tsu“ (von Tsushinki, dem japanischen Wort für Telekommunikationsausrüstung).
Das Unternehmen beschäftigt etwa 124.000 Mitarbeiter weltweit und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 3,75 Billionen Yen, was 23 Milliarden Euro entspricht. Der Hauptsitz von Fujitsu befindet sich in Tokio, Japan. Der aktuelle CEO von Fujtsu ist Takahito Tokita.
Ein wichtiger Meilenstein in der Unternehmensgeschichte war die Entwicklung des ersten japanischen Computers, des FACOM 100 (FACOM stand für „Fuji Automatic Computer“), im Jahr 1954. Unter der Leitung von Toshio Ikeda begann das Unternehmen mit der Entwicklung einer „Rechenmaschine“. Die Maschine sollte in der Lage sein, eine große Anzahl komplexer Berechnungen in kurzer Zeit durchzuführen.
Anfang der 1950er Jahre verwendeten die meisten Computer Vakuumröhren als Schaltkreise, aber diese Technologie war unzuverlässig und instabil. Deshalb entwickelten Ikeda und sein Team 1954 den FACOM 100, den ersten Computer von Fujitsu, der mit Relais arbeitete. Relais wurden bereits seit vielen Jahren in den Telefonvermittlungssystemen von Fujitsu eingesetzt und erwiesen sich als äußerst zuverlässig.
IBM-Architektur als Grundlage für den Erfolg
Bis in die 1970er Jahre war es nicht möglich, Software eines Unternehmens auf der Hardware eines anderen Unternehmens zu betreiben, da alle Computerhersteller ihre Maschinen nach ihren eigenen technischen Spezifikationen bauten.
In den 1970er Jahren etablierte sich die IBM-Architektur de facto als internationaler Standard. Für andere Unternehmen bedeutete dies, dass sie Marktanteile gewinnen konnten, wenn sie Computer bauten, die mit denen von IBM kompatibel waren und auf denen dieselbe Software lief. Für die meisten Hersteller, die IBM-kompatible Geräte bauten, war das Ergebnis jedoch oft das Gegenteil – sie sahen sich einem stärkeren Wettbewerb ausgesetzt. Dies führte dazu, dass viele Unternehmen ihr Geschäft aufgeben mussten.
Fujitsu entschied sich, dass es auf der Grundlage internationaler Standards konkurrieren und durch die Herstellung „überlegener“ Produkte erfolgreich sein musste. Das Unternehmen nahm infolgedessen eine drastische Änderung seiner Strategie vor. Fujitsu ging im Zuge der fortschreitenden Handelsliberalisierung eine Partnerschaft mit Hitachi Ltd. ein, unter der Bedingung, dass die beiden Unternehmen eine gemeinsame IBM-kompatible Architektur nutzen würden.
Anfang der 1980er Jahren dominierten Personalcomputer auf der Grundlage der IBM-Architektur, da die Computerfirmen zunehmend IBM-PC/AT-kompatible Geräte auf den Markt brachten. In den 1990er Jahren wurde das Windows-Betriebssystem von Microsoft zum internationalen De-facto-Standard, mit dem diese PCs viele Aufgaben erledigen konnten, die zuvor nur Großrechnern vorbehalten waren. Fujitsu konzentrierte sich immer noch auf Großrechner für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Die Bedeutung von Personalcomputern für den privaten Gebrauch wurde erst später erkannt.
Fujitsu brachte seine ersten Personal Computer, darunter den FM-8 und den FACOM9450, erst im Jahr 1981 auf den Markt. Im Jahr 1989 wurde der FM TOWNS mit Multimedia-Funktionen eingeführt. Im Oktober 1993 änderte Fujitsu die Richtung und brachte seinen ersten IBM PC/AT-kompatiblen Computer, die FMV-Serie, auf den Markt. Die Einführung der FMV-Serie und der dazugehörigen Software im Jahr 1994 war ein Wendepunkt für das PC-Geschäft von Fujitsu.
Im Laufe der Jahrzehnte erweiterte das Unternehmen sein technologisches Repertoire, indem es in den 1970er Jahren in die Halbleiterherstellung einstieg und in den 1980er Jahren digitale Kommunikationstechnologien einsetzte. Fujitsu förderte seine Aktivitäten in Übersee, indem es im Jahr 1988 das volldigitale elektronische Vermittlungssystem FETEX-150 für den neuen kommerziellen ISDN-Dienst in Singapur einsetzte. Seitdem hat sich das System aufgrund seiner hohen Zuverlässigkeit weltweit durchgesetzt, und Fujitsu hat sein Geschäft in den Bereichen Kommunikation, Computer und Halbleiter nach Übersee ausgedehnt.
Stand: 08.12.2025
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Die Entwicklung von Fujitsu spiegelt die technologische Evolution der letzten Jahrzehnte wider: vom Telekommunikationsausrüster über einen Pionier der japanischen Computerindustrie bis hin zu einem modernen, globalen Anbieter von IT-Services und digitalen Lösungen.
Das Unternehmen konzentriert sich heute besonders auf:
Digitale Dienstleistungen unter der Strategie „Fujitsu Uvance“