Definition Wer ist Dataport?

Von Holger Hagedorn 2 min Lesedauer

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Dataport agiert als IT-Dienstleister für die öffentliche Verwaltung in Deutschland. Das Unternehmen ist eine Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) und wesentlich eingebunden in die Digitalisierung mehrerer Bundesländer sowie einiger Bereiche des Bundes.

Dataport ist ein IT-Dienstleister für den öffentlichen Sektor, speziell für Verwaltungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.(Bild:  Dataport)
Dataport ist ein IT-Dienstleister für den öffentlichen Sektor, speziell für Verwaltungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.
(Bild: Dataport)

Dataport entstand im Jahr 2004 aus der Fusion verschiedener kommunaler und staatlicher Landes-IT-Einrichtungen. Rund 29,40 Prozent des Stammkapitals in Höhe von 51.000.000 Euro (15.000.000 Euro) hält die Freie und Hansestadt Hamburg.

Dataports Hauptsitz liegt in Altenholz in Schleswig-Holstein.(Bild:  Dataport)
Dataports Hauptsitz liegt in Altenholz in Schleswig-Holstein.
(Bild: Dataport)

Zu den Trägern gehören außerdem der IT-Verbund Schleswig-Holstein AöR (ITVSH) sowie die Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt (je 7.500.000 Euro; 14,71 %). Die Freie Hansestadt Bremen und das Land Mecklenburg-Vorpommern halten jeweils 3.000.000 Euro (5,88 %).

Mit rund 6.200 Beschäftigten erzielt das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025/2026 voraussichtlich einen Jahresumsatz von ca. 1,5 Milliarden Euro. Der Hauptsitz der Anstalt des öffentlichen Rechts liegt in Altenholz in Schleswig-Holstein.

Aufgabenbereiche und Angebote

Zu den Kernkompetenzen von Dataport zählen Consultingangebote mit dem Ziel, die Digitalisierung in öffentlichen Verwaltungen zu unterstützen. Dazu kommt der Betrieb von Rechenzentren wie das BSI-zertifizierte und geo-redundante Twin Data Center mit den abgegrenzten Betriebsbereichen Data Center Steuern, Polizei und Justiz (DCS, DCP und DCJ). Auf über 2.000 Quadratmetern Systemraumfläche stehen mehr als 18.100 virtuelle Server für die Bewältigung von über 1.200 Fachverfahren zur Verfügung.

Im IT-Bildungs- und Beratungszentrum (IT-BBZ) mit drei Standorten und mehr als 150 Dozentinnen und Dozenten finden jährlich etwa 3.000 Schulungen mit mehr als 25.000 Teilnehmern statt. Ergänzt wird das Angebot durch ein Dataport-eigenes SAP-Kompetenzzentrum, durch ein Druckzentrum sowie durch die Entwicklung und Bereitstellung von Fachanwendungen und Client-Betriebsmodellen für den öffentlichen Sektor. Projektmanagement, IT-Beschaffung und IT-Produkte runden das Portfolio ab.

Darüber hinaus ist Dataport am Aufbau der Deutschen Verwaltungscloud (DVC) beteiligt, dem gemeinsamen Software- und Service-Marktplatz von Bund und Ländern. Ebenfalls entwickelt Dataport die datenschutzkonforme, auf öffentliche Verwaltungen zugeschnittene KI-Plattform data[port]ai mit dem KI-Assistenten LLMoin.

VaaS-Vision von Dataport

Mit dem Inkrafttreten des Onlinezugangsgesetzes (OZG) am 14. August 2017 und der Novelle vom Juli 2024 wurden die rechtlichen Grundlagen für umfassende „Bürgerservices aus der Cloud“ geschaffen. Dataport versteht dies als Weiterentwicklung seines Ansatzes Verwaltung-as-a-Service (VaaS). Bislang hat Dataport rund 500 Onlinedienste entwickelt. Ziel ist, dass Anträge künftig online gestellt, automatisch mit vorhandenen Verwaltungsdaten ergänzt und automatisiert verarbeitet sowie Bescheide digital erstellt werden. Das entlastet, wie Dataport betont, die Verwaltung und ermöglicht eine vereinfachte Antragstellung sowie eine schnellere Bescheiderstellung.

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