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Was ist Mobile Device Management?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Sarah Böttcher

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Mobile Device Management (MDM) bezeichnet die zentrale Verwaltung von mobilen Endgeräten in Unternehmen, Behörden und anderen Organsiationen. Dabei muss MDM zwei Aufgaben erfüllen: Sicherheit gewährleisten und Funktionalität optimieren.

Mit der massenhaften Verbreitung mobiler Endgeräte, darunter vor allem Smartphones und Tablets, aber auch Notebooks, die auch vor Unternehmen nicht Halt gemacht hat, ist für die IT-Abteilungen in den letzten Jahren ein neues Arbeitsfeld entstanden, das Mobile Device Management (MDM), übersetzt Mobilgeräteverwaltung. Die Nutzung bringt für Unternehmen und ihre Arbeitsabläufe sehr viele Vorteile mit sich, erlaubt sie doch einen Zugriff auf die Software und Unternehmensdaten zu jeder Zeit und von jedem Ort aus.

Auf der anderen Seite sind damit allerdings auch Risiken und ein gewisser Verwaltungsaufwand verbunden. Dazu zählen vor allem die Sicherheit vor unbefugtem Zugriff Dritter, die Integration unterschiedlicher Betriebssysteme, Transparenz und Kontrolle der ordnungsgemäßen Nutzung. Dies gilt erst recht, wenn ein Unternehmen seinen Mitarbeitern den Gebrauch privater Geräte erlaubt bzw. sogar verlangt, Stichwort: „Bring Your Own Device“ (BYOD).

MDM-Software-Lösungen

Je mehr Mitarbeiter mobile und dazu noch unterschiedliche Geräte nutzen, desto komplizierter werden die Anforderungen an das Mobile Device Management. Ohne eine entsprechende MDM-Software ist eine effiziente Verwaltung dann nicht mehr machbar. Intelligente Lösungen für diesen Bereich müssen mindestens deshalb folgende Anforderungen erfüllen:

  • umfassende Funktionen zur Sicherheit (verschlüsselte Datenübertragung, Passwortschutz, Anti-Virus-Engine, etc.)
  • Integration aller gängigen Betriebssysteme (iOS, Android, Blackberry OS, Windows, Linux, etc.)
  • intuitive Bedienungsoberfläche für die Administration
  • möglichst selbstständige Konfiguration aller Einstellungen für E-Mail-Verkehr, VPN, WiFi, etc.
  • Integration der unternehmensspezifischen IT-Struktur
  • schnelle Ortung, Sperrung und Löschung jedes einzelnen Geräts bei Verlust, Diebstahl oder Ausscheiden eines Mitarbeiters
  • Protokollierung und Berichterstellung der Kommunikation
  • Verteilung von Zugriffsrechten
  • Zugriffskontrolle für unternehmensrelevante Daten durch den Administrator
  • Trennung zwischen privaten und Unternehmensdaten (im Falle von BYOD)

Regeln für das MDM aufstellen

Jedes Unternehmen sollte für das Mobile Device Management und den Gebrauch mobiler Geräte eigene Compliance-Regeln aufstellen und konsequent anwenden, damit ein Missbrauch vermieden werden kann. Unternehmen mit einer sensiblen Produktion verlangen beispielsweise häufig, dass mittels MDM-Software die Gerätekamera ausgeschaltet wird, damit keine Fotos in falsche Hände gelangen. Problematisch kann es auch werden, wenn sich zwei oder mehr Mitarbeiter ein Gerät teilen. Entweder halten diese sich exakt an die Vorschriften oder – und besser – die Software unterstützt den getrennten Gebrauch mehrerer Anwender. Auch für den Fall von BYOD sind klare Linien vorzugeben, damit privater und beruflicher Gebrauch nicht vermischt werden.

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