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Definition Was ist Fulfillment?

| Autor / Redakteur: Updater / Heidemarie Schuster

Fulfillment fasst sämtliche Tätigkeiten der Auftragsabwicklung zu einem Geschäftsprozess zusammen. Nachstehender Beitrag beschäftigt sich ausführlich mit diesem Begriff und weist auf aktuelle Entwicklungen hin.

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Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Begriff Fulfillment (engl. für „Erfüllung“) umfasst die Gesamtheit aller Aktivitäten, die nach Vertragsabschluss zur Abwicklung des Auftrages erforderlich sind. Dazu gehören die Belieferung des Kunden, das Inkasso sowie die Erfüllung sonstiger Vertragspflichten. Fulfillment-Aufgaben werden oft von spezialisierten Logistik-Dienstleistern übernommen. Durch diese Form von Business Process Outsourcing werden Unternehmer von elementaren, allerdings nicht direkt bilanzwirksamen Aufgaben entlastet. Bekannte Unternehmen, die Fulfillment-Leistungen anbieten, sind etwa Amazon, DHL oder die deutsche Geis-Gruppe (Logistikunternehmen).

Welche Aktivitäten werden durch Fulfillment abgedeckt?

Fulfillmentservice-Anbieter können unter anderem folgende Agenden übernehmen:

  • Bestellannahme
  • Lagerhaltung
  • Kommissionierung
  • Verpackung der Waren
  • Frankieren von Sendungen
  • Versand an den Kunden
  • Fakturenerstellung
  • Mahnwesen

und optional:

  • Stammdatenwartung
  • Retourenmanagement
  • Ersatzteilmanagement
  • Service- und Reparaturtätigkeiten
  • Entsorgung retournierter Ware
  • Kundenbetreuung und -beratung

Neben den oben genannten Aufgaben kann der Fulfillment-Prozess auch die Pflege des Online-Shops sowie die Betreuung von Warenwirtschaftssystemen (ERP-Systemen) beinhalten.

E-Fulfillment

Im Zuge des allgemein fortschreitenden Digitalisierungsprozesses werden beziehungsweise wurden sämtliche Geschäftsprozesse, welche die Wertschöpfungskette eines Unternehmens abbilden, ins Internet verlagert. Fulfillment-Leistungen machen hier keine Ausnahme. So wird die elektronische Abwicklung von Transaktionen und Prozessschritten der Auftragsbearbeitung – dem allgemeinen Sprachgebrauch für digitalisierte Prozesse folgend – als E-Fulfillment bezeichnet und meist im Wege des Outsourcings betrieben. Der beauftragte Logistik-Dienstleister übernimmt dabei alle Aufgaben, welche nach dem Eingang einer Online-Bestellung zu erfolgen haben. Leistungserbringung und Bezahlung sind somit wesentliche Komponenten des E-Fulfillment, die Zielsetzung besteht stets darin, bestellte Waren schnell, kostengünstig und zuverlässig an den Online-Kunden zu liefern. Zur Optimierung von Wettbewerbsfähigkeit, Logistik und Kundenorientierung passen E-Fulfillmentdienste Ihre Serviceleistungen in der Regel dynamisch an die Anforderungen und Bedürfnisse ihrer Vertragspartner (meist Online-Shops und Internet-Handelsplattformen) an.

Fazit

Der Begriff des Fulfillment beschreibt die komplette Abwicklung eines Kundenauftrages, von der Annahme der Bestellung über die Auslieferung der Ware bis hin zur Rechnungslegung, und stellt diese betriebliche Leistungskette als homogenen Geschäftsprozess dar. Durch Auslagerung von Leistungen an spezialisierte Anbieter können interne personelle Ressourcen freigesetzt und für Kernaufgaben des Unternehmens verwendet werden. Wie die gesamte unternehmerische Wertschöpfungskette, wird auch der Bereich des Fulfillment zunehmend ins Internet verlagert, eine derartige elektronische Unterstützung der kaufmännischen Leistungserfüllung wird als E-Fulfillment bezeichnet. Güter können auf diese Weise rasch und kostengünstig an den Kunden geliefert werden.

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