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Definition Was ist eine TIFF-Datei?

| Autor / Redakteur: MiR / Margrit Lingner

Das Kürzel „TIFF“ steht für „Tagged Image File Format“. Dabei handelt es sich um ein vielfältig einsetzbares und sehr flexibles Dateiformat für Bilder beziehungsweise für gerasterte Fotos.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Datei-Endung „TIFF“ oder auch kurz „TIF“ steht für das „Tagged Image File Format“, einem überaus flexiblen Dateiformat für Bilder bzw. für gerasterte Fotos.

Eine TIFF-Datei ist dabei aber weit mehr als lediglich eine Speicher- und Datenaustauschmöglichkeit für Fotos. In der Druckproduktion werden Bilder im TIF-Format zudem als Standardformat in der Druckvorstufe genutzt, da sie plattformunabhängig ist. Grundsätzlich unterstützt eine TIFF-Datei respektive das TIF-Format sowohl Graustufen-Bilder als auch Farbbilder im RGB-Modus sowie im CMYK-Modus.

TIFF als Standardformat in der Druckvorstufe

Das TIF-Format fungiert als ein wesentliches Format für den Austausch von Rastergrafiken und Bildern zwischen verschiedenen Systemen. Dabei steht allerdings nicht nur die reine Bilddatenspeicherung im Vordergrund. Vielmehr gewährleistet es auch die Einbettung von Farbprofilen und Farbseparation von Rastergrafiken. Entwickelt wurden TIFF-Dateien von Microsoft mit Unterstützung von Hewlett Packard und dem Software-Unternehmen Aldus Corporation. Ziel der Zusammenarbeit war es, eine Software zu entwickeln, die den standardisierten Bilderaustausch ermöglicht.

Das Format etablierte sich schnell als die perfekte Lösung im Color-Management-Workflow. So können zum Beispiel Pixelbilder in unterschiedlicher Farbtiefe (pro Farbkomponente bis zu 32 Bit) und in verschiedenen Farbmodi gespeichert werden. Daher wird TIFF auch vorzugsweise bei der RAW-Konvertierung zum Datenaustausch genutzt. Dabei kann das gesamte Format jederzeit flexibel erweitert werden. Für den Prepress Bereich wurde diesbezüglich zum Beispiel eine Erweiterung veröffentlicht, die es erlaubt, den für die Druckvorstufe wichtigen CMYK-Farbraum zu nutzen. Neben einer TIFF-Datei können dies ansonsten nur noch die Lösungen EPS (Encapsulated PostScript) und PDF (Portable Document Format).

Größenbeschränkung von TIFF-Dateien

Eine TIFF-Datei ist vergleichsweise einfach aufgebaut und kommt auf eine maximale Dateigröße von vier Gigabyte (4 GB). Die zur Datenkompression bereitstehenden Algorithmen und Farbräume arbeiten in der Mehrzahl verlustfrei (wie der LZW-Algorithmus). Zudem dient eine TIFF-Datei auch als spezielles Containerformat für Bilder im JPEG-Format (JPEG: Joint Photographic Experts Group), selbst wenn diese verlustbehaftet komprimiert sind. Außerdem besteht die Möglichkeit, IPTC-Metadaten (IPTC: International Press Telecommunications Council) in eine entsprechende TIFF-Datei einzubetten.

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