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Definition Was ist eine Smart City?

Autor / Redakteur: jelsag / Sarah Nollau

In einer Smart City werden verschiedene Lebens- und Infrastrukturbereiche durch digitale Technologien vernetzt. Das Ziel solcher Stadtkonzepte besteht darin, die Lebensqualität der Bewohner zu erhöhen. Gleichzeitig steigen Effizienz und Nachhaltigkeit der Stadt.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Begriff der Smart City hat seine Wurzeln im technologischen ebenso wie im politischen und gesellschaftlichen Sektor. Die technologischen Voraussetzungen solcher Städte bilden das Internet der Dinge, Cloud-Service-Plattformen, mobile Apps und moderne Sensortechnik. Sie ermöglichen, dass Menschen, Dinge und Infrastrukturkomponenten miteinander kommunizieren können. Auch die Kommunikation zwischen kommunalen Behörden und den Bürgern verlagert sich in einer Smart Cityzunehmend in den virtuellen Raum.

Projekte an der Schnittstelle von Technik und Gesellschaft

Als Basis dafür dienen digitale Plattformen und sogenannte Smart Cards, die in der Lage sind, verschiedene öffentliche Dienstleistungen zu integrieren. Die Infrastruktur einer solchen Stadt beruht auf der Verschmelzung von Technologie und menschlichen Interaktionen. Mit anderen Worten: Entsprechende Projekte besetzen eine wesentliche Schnittstelle zwischen Technik und Gesellschaft.

Innovative Lösungen für gesellschaftliche Probleme

Smart Cities bieten vielfältige Möglichkeiten, innovative Lösungen für gesellschaftliche Probleme und Fragestellungen zu entwickeln. Das Spektrum reicht hier von der Planung von Ressourcen über Umweltschutz bis zur Entwicklung von Strategien, um den demografischen Wandel zu kompensieren. Natürlich soll eine solche Stadt auch die Wirtschaftsleistung und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen fördern. An der Entwicklung solcher Städte sind weltweit zahlreiche Forschungsinstitutionen, führende Kommunikations- und Technologieunternehmen sowie die Politik beteiligt. Beispielsweise hat die Europäische Union für die Entwicklung von Smart Cities verschiedene Förderprogramme aufgelegt. Smart-City-Projekte existieren heute europaweit. Beispiele hierfür sind Städte wie Amsterdam, Barcelona, Manchester und Madrid. Smarte Technologien kommen in ihrem Rahmen beispielsweise zur Verkehrssteuerung, zur Optimierung des öffentlichen und privaten Energieverbrauchs und zur Erfüllung diverser anderer kommunaler Aufgaben zum Einsatz.

Aktuelle Entwicklungsbereiche von Smart Cities

Die Möglichkeiten, die Smart Cities ihren Bewohnern bieten, sind heute noch längst nicht ausgeschöpft. Aus heutiger Perspektive lassen sich die folgenden wesentlichen Einsatz- und Entwicklungsbereiche identifizieren:

  • Infrastruktur und Mobilität
  • Energiemanagement und Energieeffizienz
  • Umwelt- und Ressourcenschutz
  • Bürgerfreundliche Kommunikation zwischen Bewohnern und Behörden

Wichtige aktuelle Themen für die Smart City sind heute beispielsweise der Übergang von klassischen Kraftfahrzeugen zu flächendeckender Elektromobilität, die Etablierung einer umweltfreundlichen Energieversorgung und eine umfassende Energieplanung, die nicht nur öffentliche Institutionen und die Wirtschaft, sondern auch die privaten Haushalte einbezieht. Weitere Arbeitsfelder in heutigen Smart Cities sind die Digitalisierung der Versorgungskreisläufe, aber auch der Verwaltung, der öffentlichen Sicherheit und des Gesundheitswesens. Die digitale Vernetzung bietet die Möglichkeit, die Bürger aktiv in entsprechende Projekte einzubinden.

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