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Definition Was ist eine OGG-Datei?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Margrit Lingner

OGG wurde als Container-Dateiformat für Multimedia-Anwendungen entwickelt und kann Audio-, Video- und Textdaten enthalten. Es zeichnet besonders durch seine Streaming-Fähigkeiten aus, da die Inhalte eines Containers nicht angepasst werden müssen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Bei Dateien im OGG-Format handelt es sich um Container-Dateien für Multimedia-Anwendungen. Sie lassen sich problemlos streamen, da die Inhalte des Containers nicht angepasst werden müssen.

Geschichte von OGG

Die Entwicklung von OGG begann 1993 und steht unter der Leitung der Xiph.Org Foundation, die auch einige Codecs beigesteuert hat. Ziel war, ein lizenzfreies Format zu schaffen, das Multimedia-Inhalte effizient speichern und streamen kann. Die Bezeichnung OGG stammt aus einem Computerspiel und bedeutet so viel wie "etwas sehr energisch angehen".

Als die Fraunhofer-Gesellschaft damit begann, Lizenzgebühren für das weit verbreitete MP3-Format zu verlangen, wurde 1998 die Entwicklung des Codecs Vorbis gestartet. Vorbis ist der bekannteste Audio-Codec, der für die Kompression der OGG-Containerinhalte verantwortlich ist. Häufig werden die Begriffe Vorbis und OGG als Synonym behandelt, was aber falsch ist, denn OGG ist lediglich der Container für die mit Vorbis kodierten Audio-Inhalte.

Die wichtigsten Codecs für OGG sind:

  • Vorbis (Audio)
  • Opus (Audio, Nachfolger von Vorbis)
  • FLAC (Audio)
  • Theora (Video)
  • Speex (Sprachdaten)
  • Writ (Textdaten)

Anwendungsbereiche von OGG

Das OGG-Format wird im Audio-Segment von zahlreichen Soft- und Hardwareprodukten genutzt und hat sich auch im IT-Bereich etabliert. Der HTML 5-Standard ermöglicht das Abspielen von OGG-Dateien in den Browsern Chrome, Firefox und Opera ganz ohne Plugin, während Safari und der Internet Explorer das Format nicht unterstützen. Wegen der Lizenzfreiheit wird es in zahlreichen Web-Audioplayern verwendet, obwohl sich hier und auch in professionellen Studioumgebungen als Audio-Codec gegenüber Vorbis mehr und mehr der Nachfolger Opus durchsetzt.

Der Video-Codec Theora von OGG ist im professionellen Bereich nicht sehr weit verbreitet, erfreut sich aber in der OpenSource-Gemeinde einer großen Beliebtheit. Bei HD-Videos kommt eher das Matroska-Format zum Einsatz, das ebenfalls lizenzfrei ist.

Die wichtigsten Vorteile von OGG

OGG ist ein OpenSource Projekt, es fallen also im Gegensatz zu proprietären Formaten keine Lizenzgebühren für die Nutzung an, was die Verbreitung begünstigt.

Ob Audio Datei, Video oder Text - sämtliche Inhalte des Conatiner-Formats können ohne Anpassungen gesichert und gestreamt werden. Diese Streaming-Fähigkeit ist das wesentliche Designmerkmal von OGG und unterscheidet es von anderen Formaten, die entweder nur in bestimmten Formen (wie etwa Matroska) oder gar nicht in der Lage sind, live zu streamen (wie MP4). Für die Wiedergabe von OGG-Dateien eignet sich unter anderem der bekannte VLC Media Player. Auch zum Konvertieren nach MP3 und zum Brennen von OGG-Dateien stehen im Netz entsprechende Programme zur Verfügung.

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