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Definition Was ist eine EPS-Datei?

| Autor / Redakteur: Nicole / Margrit Lingner

EPS ist die Abkürzung für „Encapsulated PostScript“ und eine Seitenbeschreibungsdatei für Grafiken. Das Dateiformat stellt Grafiken in Form einer Textdatei dar, die unterschiedliche Anweisungen enthält. So wird unter anderem gesichert, mit welchem Programm die Datei erzeugt wurde, welche Farben enthalten sind und wie Objekte gezeichnet werden sollen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Das EPS-Format wurde unter anderem von Adobe entwickelt, um Grafiken verlustfrei für Druckdateien umsetzen zu können. Das Format beschreibt Grafiken als Postscript-Datei jeweils für eine Seite. Für dei Interpretation des Inhalts wird beim Postscript-Code Prolog benötigt. Dieser enthält folgende Informationen:

  • zu dem zur Erstellung genutzten Programm
  • die Bounding-Box mit Koordinaten
  • gegebenenfalls den Image-Header

Die Bounding-Box bezeichnet die exakte Größe der Grafik und den Druckbereich. Beim optionalen Image-Header handelt es sich um eine TIFF oder WMF-Datei, die die Grafik in niedriger Auflösung als Thumbnail zur Vorschau abbildet.

Das EPS-Format eignet sich zur Speicherung von Vektorgrafiken, Bitmaps beziehungsweise Pixelbildern, in Kurven umgewandeltem Text und eingebundenen Schriften. Das betrifft auch eine Kombination aus diesen Elementen. Es dient dem Einbinden einer Grafik in ein Dokument und ist dabei verlustfrei und skalierbar. Unterstützt werden übliche Farbmodelle wie RGB und CMYK. Grundsätzlich ist die EPS-Datei im Gegensatz zum reinen Postscript auf eine Seite beschränkt.

Vor- und Nachteile

Entstanden ist die EPS-Format 1987. Die Entwicklung erfolgte durch Adobe und weitere Hersteller, um für Grafiken ein einheitliches Format zur Datenübertragung für die Druckvorstufe zu erhalten. Inzwischen gibt es mit PDF einen leistungsstarken Nachfolger. Dennoch kommen EPS-Dateien in Druckereien noch immer zum Einsatz, da zahlreiche Grafik- und Bildbearbeitungsprogramme das Format beherrschen. Das betrifft ebenso unterschiedliche Betriebssysteme wie Windows, Mac OS und Unix oder Linux. Ein Nachteil ist das wesentlich höhere Datenvolumen im Vergleich zu PDF. Zudem muss der Drucker postscriptfähig sein, andernfalls ist vorab eine Konvertierung erforderlich. Dies gilt ebenso für die Anzeige am Bildschirm. Der Konvertierung dient ein Hilfsprogramm wie Ghostscript oder der Acrobat Distiller.

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