Definition Was ist eine DivX-Datei?

Autor / Redakteur: Blue Floyd / Margrit Lingner

DivX ist gleichzeitig der Name für ein Containerformat für Audio- und Videodateien und ein bekannter Codec für die En- und Dekodierung von Videodaten. In den letzten Jahren hat die Bedeutung von DivX stetig nachgelassen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Bei DivX handelt sich um einen Videocodec, mit dem eine Videodatei in ein anderes Format umgewandelt werden kann. Beispielsweise könnten Anwender ein unkomprimiertes MPEG2-Video nutzen und anschließend in das platzsparende DivX-Format umwandeln, um Speicherkapazität zu sparen. Gleichzeitig handelt es sich um ein Containerformat, in dem zahlreiche Video- und Audiocodecs Platz finden. Konzipiert wurde der Codec so, dass er eine weite Bandbreite aus Auflösungen und Bitraten unterstützt. Von kleinen Daten für Web-Streaming bis zu exzellenter Qualität für das Heimkino ist alles möglich.

Geschichte des DivX-Codecs

1998 erschien mit „DivX ;-)“ in Version 3.11 Alpha die erste Ausgabe des Videocodecs. Es handelte sich dabei nicht um eine selbst entwickelte Software, sondern um einen Hack von MPEG-4 Version 3 von Microsoft. Im Juli 2001 folgte die erste Version von DivX, die komplett mit einem eigenen Team entwickelt wurde. Damit war auch der Grundstein für eine kommerzielle Nutzung des Videocodecs gelegt. Ab diesem Zeitpunkt war das DivX-Logo beispielsweise bei Herstellern von DVD-Playern begehrt, die mit dem Siegel Kunden zu verstehen gaben, dass DivX-codierte Medien abgespielt werden konnten.

Mit Einführung der ersten offiziellen Version kamen auch Profile: Sie reichen von tragbaren Geräten bis hin zu „HD 1080p“ und definieren jeweils Eckdaten wie die höchstmögliche Auflösung, die maximale Bitrate, die unterstützen Audiocodecs sowie Anzahl der Tonspuren oder Untertitel. Jede DivX-kompatible Hardware muss auch diese Profile unterstützen. Erschaffen wurden sie, um einen Standard zu erstellen, an dem sich die Hardwarehersteller und Nutzer orientieren können. Über den Standard und die Zertifizierung der Hardware wacht das Unternehmen DivX.

DivX-Software

Außerdem veröffentlicht das Unternehmen Software für das DivX-Format. Dazu zählt etwa ein Web Player, ein Player für Windows-Systeme sowie einen Converter. Damit lassen sich zahlreiche Videoformate und -container wie AVI, MP4, MOV, WMV, MKV und einen eigenen Container namens .DIVX umwandeln und neu verpacken. Diese Daten sind dann abspielbar vom DivX-Player und zahlreichen anderen Open-Source-Anwendungen. Heute spielt der Codec eine kleinere Rolle als noch vor vielen Jahren, da Mitbewerber wie x264 und x265 inzwischen technisch weiterentwickelt sind. Auch der Container selbst wurde inzwischen weitgehend vom flexibleren .MKV und anderen Formaten verdrängt.

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