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Was ist ein Distributionsvertrag?

| Autor: Sarah Gandorfer

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Wenn eine Großhändler mit einem Hersteller eine Abmachung zum Verkauf von dessen Ware eingeht, spricht man gemeinhin von einem Distributionsvertrag. Doch ganz so einfach ist das nicht.

Bei Distributionsverträgen denken die meisten IT-Fachhändler an einen Vertrag, den Distributoren wie Tech Data, Ingram Micro und Also mit einem Hersteller eingehen. Doch ein Distributionsvertrag ist vereinfacht gesagt generell eine Vereinbarung zwischen einem Produkthersteller und einem Großhändler über den Vertrieb – den Tausch von Geld gegen Güter – der produzierten Ware. Es kann sich bei einem der Vertragspartner darum um jede Art von Händler handeln. Vertragstypologisch entsprechen allgemeine Vertriebsverträge Kaufverträgen in Form von sogenannten Sukzessivlieferverträgen oder Rahmenverträgen als Dauerschuldverhältnisse über eine längerfristige Zusammenarbeit, die gesetzlich jedoch nicht gesondert geregelt sind.

Deshalb gibt es verschiedene Varianten der Distributionsverträge, zum Beispiel den Handelsvertreter-, den Vertragshändler- oder den Kommissionsvertrag. Auch Franchisenehmer gehen einen Distributionsvertrag ein.

Grundsätzlich wird in einem solchen Vertriebsvertrag die Zusammenarbeit zwischen einem herstellenden Unternehmen und einem Vertriebspartner geregelt.

Dazu gehören unter anderem

  • Angaben zu den Vertragsparteien,
  • Beschreibungen der Produkte oder Leistungen, die vertrieben werden sollen,
  • Angaben zu den konkreten Aufgaben beider Parteien,
  • Regelungen zu Fragen des Gebietsschutzes,
  • Vereinbarungen zur Vorgehensweise beispielsweise bei der Akquisition, bei Marketingmaßnahmen und bei der Ausgestaltung von Verträgen mit Kunden,
  • Vereinbarungen zu allen finanziellen Aspekten, wie Provisionsabrechnung, die Zahlungsfristen und die Modalitäten der Abrechnung,
  • Definition von Vorgängen, die einer Zustimmung bedürfen,
  • Regelungen bei Unstimmigkeiten und in Konfliktfällen,
  • Vereinbarungen zu Schulungsmaßnahmen der Vertriebsmitarbeiter und
  • Angaben zur Laufzeit und den Kündigungsmodalitäten.

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